Reisebericht

Reisebericht: Wo sind all die Elefanten hin?

von mamba29 · begonnen 26. Aug. 2012 · 27 Teile

Teil 126. Aug. 2012
Wo sind all die Elefanten hin? – 3 ½ Wochen durch Südafrikas Norden

Nach fast einjähriger Planung, Vorbereitung und viel Vorfreude ging es am 25.07.2012 für uns endlich wieder nach Südafrika.
Der Urlaub war für uns trotz mehrmaliger vorheriger Südafrikaurlaube eine Premiere: Erstmals war unsere knapp 3 ½ jährige Tochter dabei und wir waren doch ziemlich gespannt, wie das alles so klappen würde.

Unsere Reiseroute sah wie folgt aus:
Pilanesberg NP – Marakele NP – Mapungubwe NP – Tzaneen – Kruger NP (Mopani, Olifants, Satara) – Pezulu Tree House Lodge – Hazyview – Kruger NP (Lower Sabi, Berg-en-Dal)

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Geplant waren laut den Berechnungen von T4A ohne Pirschfahrten rund 2500 km. Geworden sind es letztendlich rund 3700 km.

Neben der Premiere mit einem Kleinkind durch Südafrika war die Reise für uns eine Mischung zwischen altbekanntem und neuen. Den Kruger NP hatten wir zum letzten Mal im April 2008 in 14 Tagen von Satara an Richtung Norden bereist. Pilanesberg, Marakele und Mapungubwe waren Neuland für uns. Durch die schönen Reiseberichte mit den tollen Bildern (dazu später noch mehr) hier im Forum waren wir neugierig geworden.
Neu war auch die Reisezeit – ohne Kindergartenferien hätten wir aus Besorgnis über einen eher kühlen Urlaub diese Reise sicher nicht im Juli/August geplant. Hier sind wir aber äußerst angenehm überrascht worden. Bis auf zwei wirklich kalte Nächte im Marakele NP hatten wir die gesamte Zeit ein absolut angenehm warmes bis teilweise sogar heißes Traumwetter. Besser hätte es nicht sein können.

25.07.2012 – Endlich geht es los!

Bereits am Abend vor unserer Abreise waren Koffer und Taschen so gut wie fertig gepackt, da ich am Vormittag des 25. noch arbeiten musste.
Außerdem erledigten wir noch den Online-Check in bei SAA und druckten unsere Bordkarten aus.
Mit mulmigem Gefühl schaute ich mir unser Gepäck an. Durch ziemlich viel privaten Stress in den Tagen vor unserem Urlaubsstart lief das Packen dieses Jahr nicht so systematisch anhand von Listen wie sonst, sondern eher chaotisch. Außerdem: Was braucht unsere Tochter alles auf dieser Reise? Hatte ich genug Bücher und Spiele einpackt?
Irgendwann verdrängte ich das Thema einfach. Ob wir etwas wirklich Wichtiges vergessen hatten, würde sich sowieso erst in Südafrika herausstellen. Im Nachhinein betrachtet hatten wir übrigens nichts vergessen: Die Dinge, wie wir während des Urlaubs noch hätten brauchen können, hätte ich in diesem Urlaub auch beim Packen mit einer Liste nicht eingepackt.

Nachdem wir gegen zwei unsere Tochter aus dem Kindergarten abgeholt hatten, führte uns unser Weg nach Frankfurt zum Flughafen zunächst bei der Oma vorbei. Dort holten wir unsere bei einem Südafrika –Urlaub obligatorischen Schinkenhörnchen ab. Diese sollten sich später auch noch als äußerst nützlich erweisen, da die Essenzeiten im Flugzeug natürlich nicht ansatzweise mit dem Hunger unserer Tochter korrespondierten.:)

Mit einem ausreichenden Zeitpuffer traten wir den letzten Teil der Reise nach Frankfurt an. Eigentlich hätte das alles jetzt total entspannt laufen müssen. Tat es natürlich nicht. Wir gerieten von einem Stau auf der Autobahn in den nächsten und unser schöner Zeitpuffer begann ziemlich zu schmelzen. Endlich erreichten wir den Flughafen und machten uns auf die Suche nach den Parkhäusern 2 und 3, in denen wir mit unserem vorgebuchten Parkticket parken konnten. So hatten wir das auch 2008 schon gelöst und für praktisch empfunden. Das Parken direkt am Flughafen ist zwar etwas teurer als das Parken in den umliegenden Parkhäusern, aber man spart sich das lästige und langwierige Hin- und Hergefahre mit dem Shuttle.
Nach kurzem Suchen fanden wir erleichtert das P2 und fuhren hinein. Vielleicht hatte einer von euch dieses Erlebnis auch schon, wir durften es jetzt schon zwei Mal erleben: Nach gefühlt ewigem Hochfahren an lauter gesperrten Einfahren vorbei findet man sich auf einmal wieder ohne jeder Chance auf einen Parkplatz auf der Ausfahrtsspur. Also wieder herausgefahren und ein neuer Versuch im P3. Hier fanden wir dann endlich einen Parkplatz, der sich allerdings im Nachhinein quasi als der im hintersten Eck herausstellte. Ebenfalls stellte sich heraus, dass im Parkhaus selbst keine Kofferwagen gibt. Also schleppen wir zwei Koffertrollys, eine Rollenreisetasche und einen Kindersitz sowie zwei Rucksäcke als Handgepäck plus Kind an der Hand und fast kindgroßer Löwe (Leo sollte endlich mal richtige Löwen sehen) im Arm Richtung Aufzug. Im Erdgeschoss genkommen gab es dann auch endlich zwei Kofferwagen für uns. Uffff….

Am SAA –Schalter haben wir dann ohne große Wartezeit unser Gepäck aufgegeben („Ja, den Kindersitz finden Sie in Johannesburg bei ihrem normalen Gepäck“) und ab durch die Kontrollen. Das ging bis auf eine etwas gründlichere Untersuchung unseres Fotorucksackes alles erstaunlich schnell, so dass wir 30 min vor dem Boarden an unserem Gate eintrafen.

Im Vorfeld hatten wir diskutiert, ob wir die Möglichkeit, mit Kind frühzeitig boarden zu können, tatsächlich wahrnehmen sollen, weil sich dadurch die Zeit im Flugzeug natürlich noch verlängert. Wir hatten uns schließlich dafür entscheiden, um auch in Ruhe Zeit und Platz zu haben, unser Handgepäck unter zu bringen. Angesichts der Mengen von Handgepäck, die manche Passagiere anschließend in die Maschine schleppten, war das eine gute Entscheidung.
Unsere Tochter fand das ganze natürlich alles total aufregend und wartete ungeduldig auf den Start. Als es dann pünktlich losging, was sie total begeistert. Nach einigen Schinkenhörnchen und ein bisschen unruhigem Rumgehopse legte sie sich tatsächlich gegen elf gemütlich auf mich hin und schlief recht schnell ein.

Nach einer etwas unruhigen und für uns Erwachsenen eher schlafarmen Nacht landeten wir dann gegen sieben Uhr in Johannesburg.
Endlich wieder AFRIKA – der Flug und der Schlafmangel waren sofort vergessen.
Teil 226. Aug. 2012
Wo sind all die Elefanten hin? – 3 ½ Wochen durch den Norden Südafrikas

26.07.2012/27.07.2012 – Pilanesberg NP

Nach der Landung machen wir uns auf zur Gepäckabholung. Ich hatte noch den Satz im Ohr, dass unser Kindersitz mit dem normalen Gepäck ankommt und war natürlich gespannt.
Ihr ahnt es – Koffer und Tasche da, aber kein Kindersitz. Unsere Tochter wirkte schon leicht verzweifelt. Also habe ich bei der SAA-Gepäckstelle nachgefragt. Dort gab es den Hinweis, ich solle doch mal neben dem Gepäckband 5 schauen. Und oh Wunder, dort stand mitten in der Halle einsam und alleine unser Kindersitz. Ich also hin und hab erst mal schaut, ob es jemand von SAA dort gibt, der einen Nachweis möchte, dass das unser Sitz ist. Natürlich nicht. Wie gut, dass niemand sonst einen Kindersitz gebraucht hat.B) Also Sitz gepackt und zu meinem Mann und meiner Tochter getragen, die am Gepäckband 10 gewartet hatten.

Die Passkontrolle ging schnell, so dass wir schon kurz vor acht bei Europcar waren. Dort war es erstaunlich leer, so dass wir schon knappe 10 min später im Besitz der Autoschlüssel waren. Wir hatten uns nach längerem Überlegen im Vorfeld für einen 4x4 entschieden. Ein SUV hätte es für unsere Fahrtstrecke vermutlich auch getan, aber aufgrund des größeren Platzangebots und der garantiert guten Sicht für unsere Tochter erschien und ein 4x4 sinnvoller. Gebucht war ein Hillux Double Cab. Den haben wir tatsächlich auch bekommen. 45.0000 km gelaufen, am Vortrag in der Inspektion gewesen, nagelneue Reifen drauf. Eine recht ordentliche Einweisung gab es auch noch dazu.


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Insgesamt kann ich sagen, dass wir mit unserer „Emma“ (Maras Lieblingsbuch auf Reise war Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer…) und der Abwicklung durch Europcar sehr zufrieden waren. Gebucht hatten wir übrigens über Check24.de und fti-drive zu einem wirklich guten Preis.

Nachdem das Gepäck im großzügigen Kofferraum verstaut und der Kindersitz installiert war, ging es endlich los.
Unser erstes Zwischenziel war die Einkaufsmall in Brits. Dort wollten wir uns mit Getränken und allen haltbaren Lebensmitteln (Savanna!!!) versorgen, die wir bis Tzaneen voraussichtlich brauchen würden. Wir haben in diesem Urlaub wirklich viele Pick n’Pay-Supermärkte kennengelernt – der in Brits gehört tatsächlich zu den bestsortiertesten. Kurz vor Brits hat dann unsere Tochter beschlossen, den fehlenden Nachtschlaf nachzuholen. Also sind wir erst mal auf den bewachten Parkplatz der Mall gefahren und eine gute halbe Stunde gewartet, um Madame eine kleine Auszeit zu gönnen. Solange habe ich unseren Einkaufszettel fertig geschrieben und mir überlegt, ob wir uns jetzt tatsächlich schon einen Datentarif für unser Tablet PC zulegen sollen. Eigentlich wäre eine Weile ohne I-Net doch auch ganz schön…..

Nach dem Einkaufen ging es dann weiter Richtung Pilanesberg NP. Offensichtlich hatten wir irgendwann mal eine Abzweigung verpasst, denn auf einmal zeigte ein Schild zum Kwa-Maritane-Gate. Da wollten wir eigentlich gar nicht hin, aber egal, machen wir eben einen ersten kleinen Gamedrive durch den Park zum Manyane Camp, wo wir die nächsten beiden Nächte verbringen sollten.

Ein kurzer Einschub an dieser Stelle: Wir hatten uns im Vorfeld entschieden, ohne Navi zu fahren und uns lediglich auf die T4A-Audrucke und unsere Straßenkarten zu verlassen. Fazit im Nachhinein: Es ging, aber es gab immer wieder Situationen, in denen ein Navi ziemlich hilfreich gewesen wäre. In den Ausdrucken aus T4A hat es mir oft an der Angabe von kleineren Zwischenzielen gemangelt. Außer etwas größeren Schwierigkeiten in Lephalale durch eine Umleitung sind wir aber auch so jeweils gut ans Ziel gekommen. Nächstes Mal nehmen wir aber ein Navi mit.

Am Gate sind wir kurz ausgestiegen, ich habe den Eintritt bezahlt (150R für zwei Erwachsene und das Auto, Mara war umsonst) und eine Karte (20R) gekauft, während Micha unsere Kamera mit dem großen Objektiv bestückt hat. Den Eintritt in den Park bezahlt man übrigens nur einmal, auch wenn man mehrere Tage bleibt.

Tiere, wir kommen!

Nur – wo sind sie denn alle? Okay, es war kurz vor Mittag, also nicht die allerbeste Uhrzeit, aber wenigstens ein Impala könnte sich doch mal zeigen, oder? Nach halbstündiger Fahrt auf dem Tshepe Drive sind wir dann endlich auf ein einsames Genu gestoßen. Einige Zeit später kamen dann an einem Wasserloch am Nkakane Link auch noch ein paar Hippos dazu, die uns allerdings nur ihre Kehrseiten zeigen möchten.

Kurze Zeit später ein Ruf von der Rückbank: Da - ein Zebra! Wir vorne unisono: Wo? Na da? Nach einigem Suchen haben wir es dann auf der gegenüberliegenden Bergseite auch endlich entdeckt.


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Mara war glücklich. Endlich ein richtiges Zebra. Es hat sich im Laufe des Urlaubs übrigens noch einige Male herausgestellt, dass Mara erstaunlich viele Dinge gesehen hat, die wir nicht entdeckt haben. Mit dieser Fähigkeit hat sie uns im Krüger auch an einem Tag Full House in Sachen Big Five beschert – aber dazu später mehr. Über den Tilondi Loop, an dem wir noch ein paar Giraffen getroffen haben, mit sind wir dann ins Manyane Camp gefahren.

Zum Camp:

Für das Mayane Camp hatten wir uns entschieden, weil wir mit Mara dieses Jahr noch nicht in eine private Lodge wollten. Unabhängig von dem Problem, dass viele Lodges verständlicherweise so kleine Kinder noch gar nicht aufnehmen, waren wir uns ja auch nicht sicher, ob das längere Sitzen im Auto bei den Gamedrives so gut klappen würde. Also Manyane.

Positiv ist anzumerken, dass Kinder bis 4 Jahre komplett kostenlos sind, also weder Übernachtung noch Essen zahlen müssen. Der Haken daran ist allerdings, dass sie auch keinen Anspruch auf ein eigenes Bett haben. Das wurde mir beim Buchen leider nicht gesagt. Überall sonst wurde uns nämlich, waren nicht eh schon drei Betten vorhanden, ein Zusatzbett für Mara aufgestellt. Mir standen also zwei nicht allzu bequeme Nächte mit Kleinkind im 90cm Bett bevor….😗

Wir hatten den Bungalow 6B. Da wir leider vergessen haben, Bilder von innen zu machen, bevor wir das Ding in Beschlag genommen haben, gibt es hier zur zwei Außenansichten.


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Um es kurz zu beschreiben: Dunkel und sehr eng. Würden wir definitiv nicht mehr nehmen. Wir hatten die Unterkunft mit Halbpension gebucht. Das war auch gut so, die Küche und der Grillplatz sind nicht gerade einladend. Die Verpflegung hingegen war recht ordentlich. Am ersten Abend gab es das Abendessen a la carte, am Freitagabend dann in Buffetform. Das Frühstück war reichhaltig und bot eine gute Grundlage für den Tag.
Des Weiteren gibt es auf dem Gelände mehre Walkings-Trails und einen Spielplatz. Der ist nicht mehr ganz fit, aber für südafrikanische Verhältnisse noch in recht gutem Zustand. Wir haben im Laufe unserer Reise gelernt, dass Spielplätze immer zuerst auf Gefahrenstellen hin kontrolliert werden sollten….
Teil 326. Aug. 2012
Zum Pilanesberg NP:


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Der Park ist ziemlich hügelig und in weiten Teilen auch ziemlich buschig bewachsen, so dass es teilweise ziemlich schwierig ist, Tiere zu sehen. Wir sind insbesondere am zweiten Tag relativ lange auf dem Mankwe Way unterwegs gewesen, ohne überhaupt etwas zu entdecken. Elefanten haben wir lediglich 3x gesehen, wobei es sich um zwei verschiedene männliche Tiere gehandelt hat. Löwen sind uns leider gar nicht begegnet, dafür haben wir mehrere Nashörner gesehen.

Am Mankwe Dam konnten wir eine interessante Begegnung zwischen Nashörnern und Hippos beobachten. Die Nashörner kamen vom Wasser und wollten in die Richtung in der die Hippos Gras fressend standen. Diese haben den Nashörnern dann gezielt den Weg versperrt und haben sie gezwungen, in einem recht großen Bogen um sie herumzulaufen. Als eines der Hippos direkt auf ein Nashorn losgelaufen ist, hat dieses schleunigst die Flucht ergriffen.


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Gut gefallen hat uns der Fisch Eagle-Picknickplatz oberhalb des Mankwe-Dams, den wir am Vormittag des zweiten Tages auf unserer Tour rund um den Dam besucht haben. Von dort hat man eine schöne Aussicht. Die Anlage macht einen gepflegten Eindruck. Allerdings war die Gegend zumindest zu unserem Zeitpunkt sehr tierarm. Außerdem ein paar Impalas, Zebras und mehreren Warzenschweinfamilien haben wir auf unserer Tour über den Mankwe Way und den Kubu Drive kaum etwas gesehen. Schön ist auch der Hippo-Loop, der direkt am Wasser entlang führt. Bei uns gab es – mal wieder – allerdings nur Impalas und Zebras, die überdies sehr scheu und nervös waren.

Am Samstag Vormittag sind wir dann noch bei unserm Weg aus dem Park an der Mankwe Hide vorbeigefahren und haben dann noch den Makorwane Dam besucht. Letzterer lohnt sich nicht wirklich, insbesondere sieht man von der Hide aus nicht allzu viel. Über den Tlou Drive und den Kgabo-Drive haben wir den Park dann am Bkgatla-Gate wieder verlassen.

Insgesamt hat uns der Pilanesberg NP recht gut gefallen, auch wenn die Tierbegegnungen weitaus geringer ausgefallen sind, als wir uns das gewünscht/erhofft hatten. Am Wochenende sollte man den Park allerdings nach Möglichkeit meiden. Wir sind am Do angekommen und haben unterwegs kaum ein Auto gesehen. Auf dem Freitag nachmittags-Drive nahm der Verkehr schon deutlich zu und am Sa morgen war die Hide am Mankwe Dam quasi überfüllt. Wir waren dann ganz froh, dass wir den Park Richtung Marakele verlassen konnten.

Hier eine kleine Auswahl unserer Tierbegegnungen:


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Teil 426. Aug. 2012
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Teil 527. Aug. 2012
28.07.2012/29.07.2012 – Marakele NP

Nach einem entspannten Frühstück haben wir den Pilanesberg NP durch das Bakgatla Gate verlassen und uns auf den Weg nach Thabazimbi, unserem Einkaufsstopp vor dem Marakele NP gemacht. Nach Thabazimbi waren es nur rund 120 km, also eine angenehm kurze Strecke.
Dort angekommen, füllten wir im örtlichen Pick n’Pay unsere frischen Vorräte auf. Fleisch, Gemüse, Obst, Milch etc. Uns stand mit jeweils 2 Nächten Marakele und Mapungubwe schließlich reine Selbstversorgung bevor. Der Supermarkt in Thabazimbi ist natürlich nicht so groß und gut sortiert wie der in Brits, aber man bekommt auf alle Fälle alles, was man fürs Grillen und fürs Frühstück so braucht.

Von Thabazimbi aus waren es dann noch knapp 30 km bis zum Gate des Marakele NP.
Im Vorfeld hatten wir mit der Buchung unseres Tents im Tlopi Tended Camp so unsere kleinen Schwierigkeiten: Eine Online-Buchung wie bei den übrigen Sanparks-Unterkünften über die Homepage war nicht möglich, da wir für Mara ja ein Zusatzbett brauchten. Also haben wir im November per Mail gebucht und jeweils brav die Anzahlung und die Restzahlung geleistet. Nach der Anzahlung hatten wir auch sofort das „Deposit erhalten“-Schreiben bekommen. Und nach der Restzahlung kam dann einfach nichts. Nachdem wir festgestellt hatten, dass der Betrag von der Kreditkarte tatsächlich abgebucht worden war und ein paar Tage ins Land gezogen waren, haben wir erste Mail an Sanparks geschickt. Reaktion null. Um es kurz zu machen: Es hat fünf Mails an Sanparks gebraucht, bis wir dann einige Tage vor unserem Abflug endlich die Zahlungsbestätigung erhalten hatten. Eine Erklärung, warum nicht gleich, gab es natürlich nicht. Ich war mir den Nerven schon etwas am Ende und kurz davor, zum Telefon zu greifen.😠

In unserer Buchungs-Email und auch in Folge-Emails hatte ich natürlich jedes Mal darum gebeten, dass Lourie-Tent zu bekommen. Das hat leider nicht geklappt. Wir hatten das Fisch-Eagle-Tent, das ziemlich in der Mitte liegt. Die Sicht zum Ende des Damms ist noch recht gut, allerdings haben wir auf den meisten Fotos seitlich einen Baum drauf, der ziemlich ungünstig ins Wasser ragt.

Der Empfang an der Rezeption war sehr nett. Während wir noch kurz warten mussten, unterhielt ich mich mit einer älteren Dame, die schon mehrmals im Camp war. Die erzählte mir was von einer regelmäßigen Elefantenbadeparty oben am Damm, die man vom Zelt aus prima beobachten könnte.

Nachdem wir von den wenigen Elefantenbegegnungen im Pilanesberg ein bisschen enttäuscht waren, hofften wir hier natürlich auf unser Glück. Elefantenbadeparty klang doch schon mal ziemlich gut.

Nach einer kurzen Einweisung zur Wegstrecke („Falls der Schlüssel für das Zelt nicht irgendwo oben im Küchenzelt liegt, ruft einfach an – wir schicken dann jemand hoch….), durften wir in den Park.

Davor deckten wir uns allerdings noch mit Eis und Holz für unser abendliches Braii ein. Es ist übrigens erstaunlich, wie sich die Holzpreise im Laufe unserer Reise gesteigert haben. Angefangen haben wir mit 15R pro Sack, geendet haben wir in Lower Sabi mit 22R.
Dass die Sache mit dem Eis zumindest für Mara angesichts der kommenden Pistenverhältnisse nicht ganz so ideal sein sollte, wussten wir zu diesem Zeitpunkt natürlich noch nicht….

Wir fuhren auf dem Ndlopfu Drive ohne größere Umwege auf die Big Five Area zu und in den Tunnel hinein. Unterwegs sahen wir einige Kudus und Zebras.

Ein kurzer Einschub für diejenigen, die den Marakele NP nicht kennen: Der Park ist in zwei Areas aufgeteilt: Im unteren Teil gibt es hauptsächlich verschiedene Antilopenarten. Allerdings haben wir dort auch Elefantenhinterlassenschaften gesehen. Abgetrennt durch einen Tunnel und ein großes elektrisch betriebenes Schiebetor ist davon die Big Five Area, in der sich das von uns gebuchte nicht eingezäunte Tlopi Tented Camp befindet.

Nachdem ich ja aus verschiedenen Reiseberichten schon wusste, dass die Sache mit dem Tor nicht immer so einfach ist, war ich auch nicht wirklich überrascht, als das Ding bei Druck auf den Knopf keinen Pieps von sich gab. Micha schaut mich nur freundlich an: Ich fahre, also solltest Du aussteigen… Na toll. Ich also ausgestiegen und das Tor geöffnet. Als wir gerade durch waren und ich wieder im Auto saß, kamen uns zwei Südafrikaner mit deutlich zu hohem Tempo entgegen, die offensichtlich dachten, ich könne für sie gleich nochmal aussteigen und das Tor hinter ihnen wieder zuschieben…

Danach fing die Sache dann an, etwas interessanter zu werden. Wir wussten ja schon, dass der Marakele nach Möglichkeit nicht unbedingt mit einem normalen Fahrzeug befahren werden sollte, waren aber über die „Hoppelpiste“ (Maras Lieblingswort neben „Hippos!“ in diesem Urlaub) doch ziemlich überrascht. Ihr erinnert euch, dass Mara ein Eis in der Hand hatte……😮

Micha fand es jedenfalls schon mal richtig nett, unsere Emma durch die ganzen Löcher und über die netten kleinen Hügelchen zu lenken, während ich schon mal übte, die Kamera auf dem Schoß ohne Schäden durch das Gehoppel zu balancieren.

Oben angekommen war ich ziemlich fasziniert, dass es offensichtlich doch Menschen gibt, die diese Strecke auch im Audi A3 zurücklegen…

Von unserem Zelt und der tollen Aussicht über den Damm waren wir gleich total begeistert. Für Mara gab es im Zelt eine zusätzliche Klappliege. Die war für eine 3-jährige absolut prima, bei älteren Kindern würde ich aber schon überlegen, zwei Zelte zu buchen.


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Gewarnt von den Affen-Geschichten aus den anderen Reiseberichten haben wir unsere Lebensmittel dann zügig ins Küchenzelt geschafft und den Schlüssel für das Schlafzelt gesucht. Nachdem ich die Hoffnung schon fast aufgegeben hatte, haben wir ihn dann in einer der unteren Schubladen ganz hinten in der Ecke entdeckt….

Affen haben wir zu diesem Zeitpunkt übrigens noch keine gesehen. Die waren bei uns lediglich während der Abendessenvorbereitung bis Einbruch der Dunkelheit und morgens beim Frühstück höchst aktiv. Mara war so abgelenkt von ihren Versuchen, das Küchenzelt zu entern, dass sie zwei Brötchen verspeist hat… .


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Den Nachmittag haben wir in der Hoffnung auf die erwähnte Elefantenbadeparty gemütlich auf der Terrasse mit Lesen, Vorlesen und Spielen verbracht. Zum Fotografieren gab es außer der tollen Landschaft leider nichts, der Damm war wie leergefegt.🤔

Gegen halb sechs begannen wir mit den Vorbereitungen für das Abendessen. Es gab Rumpsteak für uns, Würstchen für Mara und dazu Kartoffeln mit Sour Creme und Gemüsepäckchen mit Babyzucchinis, Pilzen und Paprika. Dazu geröstete Brötchen und natürlich Savanna.
Kaum war die Sonne untergegangen, wurde es ziemlich frisch. Wir wussten zwar, dass uns durchaus der eine oder andere kühle Abend bevorstehen würde, aber der Temperaturabfall war erstaunlich.
Teil 627. Aug. 2012
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Also packen wir gleich mal unsere mitgebrachten Sommer-Schlafsäcke aus, die wir zusätzlich zu der Laken-Wolldecken-Kombi nutzen wollten. Außerdem endeckten wir die Heizauflage in unserem Betten. Juhu – das versprach doch halbwegs gemütlich zu werden. Nachdem Mara warm verpackt in ihrem Schlafsack eingeschlafen war, setzten wir uns noch eine Weile warm angezogen und in mehrere Decken gehüllt nach draußen, um den Sternenhimmel anzuschauen und ein Savanna zu trinken. Unser ursprünglicher Plan, uns hier an Sternspuraufnahmen zu versuchen, scheiterte an den Lichtquellen der anderen Zelte. Die Zelte stehen leider relativ dicht aufeinander, so dass man die Geräusche und das Licht der Nachbarn deutlich mitbekommt.

Die Nacht war angesichts der Bettheizung und unserer zusätzlichen Schlafsäcke recht angenehm. Nur das morgendliche Ausstehen in die Kälte viel uns etwas schwer. Nach dem Frühstück mit Affenbelagerung machten wir uns auf zum ersten Game-Drive im Marakele. Wir fuhren zunächst den Lekganyane Drive entlang, bis wir am geschlossenen Tor wieder wenden mussten. Unterwegs begegneten wir unzähligen Elefantenhinterlassenschaften, einer Giraffe und ein paar Impals. Auch auf der Mbidi Road sah die Sache nicht besser aus. Nur Warzenschweine und Impalas, aber dafür während des gesamten Drives eine wunderschöne Landschaft und vom Aussichtspunkt einen tollen Blick auf den Damm und das Camp.



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Anschließend wollte Micha unbedingt noch den Lenong Drive fahren. Auch hier wieder kurz für diejenigen, die bei dem Wort nicht schon zusammenzucken: Dabei handelt es sich um eine ca. 10km lange ziemlich schmale Straße, die zu einem Aussichtspunkt auf dem Berg führt. Gegenverkehr ist höchst problematisch, da auf der einen Seite der Berg und auf der andern Seite ein steil abfallendes ungesichertes Nichts ist…😮

Oben auf dem Berg haben wir schöne Aussicht genossen und ein paar Bilder von den süssen Rock Dassies gemacht, die es dort in großer Anzahl gibt. Ich gebe aber zu, dass ich durchaus froh war, als wir wieder unten waren.


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Angesichts unserer geringen Sichtungserfolge am Vormittag beschlossen wir, den Nachmittag im Camp zu verbringen. Das war wohl unser Glück, denn an diesem Nachmittag war der Damm sehr gut bevölkert:


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Elefanten gab es allerdings schon wieder keine…

An diesem Abend starteten wir wegen der zu erwarteten Kälte etwas früher mit dem Grillen und konnten gerade noch bei Tageslicht essen. Den Abend verbrachten wir wie den Abend zuvor eingehüllt in Decken auf der Terrasse.

Am nächsten Morgen gab es um kurz vor sieben ein schnelles Müsli, dann beluden wir Emma. Heute hatten wir einen langen Fahrtag vor uns. 419 km bis zum Mapungubwe NP. Meinte zumindest T4A. In der Praxis sollte sich das dann noch als einige Kilometer mehr herausstellen, wobei daran nicht nur T4A schuld war…

Auf dem Weg zum Gate sahen wir im unteren Parkteil dann noch ein paar Tsessebe-Antilopen und Zebras. Der von uns noch besuchte Bollonto Dam lag verlassen da.




Insgesamt hat uns der Marakele NP sehr gut gefallen. Der Park ist landschaftlich sehr schön und das Tlopi Tented Camp ist für uns auf alle Fälle einen Wiederholungsbesuch wert. Dann hoffentlich in einem der drei vorderen Zelte und mit der Elefantenbadeparty.
Teil 728. Aug. 2012
30.07.2012/31.07.2012 – Mapungubwe NP

Heute stand uns ein relativ langer Fahrtag bevor. 419 km meinte T4A. Allerdings war die ausgedruckte Routenführung auch gleich mal der Meinung, wir könnten den Park oben am Lekganyane Drive verlassen. An sich eine gute Idee, nur das das Tor dort eben kein öffentliches ist.

Also sind wir, wie gestern schon berichtet, durch den Park die rund 18 km zum Main Gate gefahren. Erfreulicherweise hat heute das elektrische Tor funktioniert. Wobei ich dieses Mal auch völlig entspannt ausgestiegen war – nach unseren Tiersichtungsergebnissen hätte mir sicher auch hier keinerlei Gefahr gedroht….😄

Nach der Ausfahrt aus dem Park sind wir dann auf einer ziemlich unruhigen Schotterpister hinter einem riesige Staubwolken verbreitenden Bus Richtung R510 und Lephalale gefahren. Dieser kleine Berechnungsfehler von T4A hat uns schon mal gute 30km mehr eingebracht.
Unser Einkaufs- und Tankziel Lephalale war nach relativ mühseligen 2 Stunden erreicht. Mühselig deshalb, weil die Straße immer wieder riesige Schlaglöcher aufgewiesen hat. Diese haben sich auch gerne auf beide Fahrbahnen verteilt, so dass ein Ausweichen problematisch war.

Kurz vor Lephalale fingen wir an, nach dem von Kathy empfohlenen Metzger Ausschau zu halten.
Wir hätten so gerne statt Rindersteaks etwas Game gekauft. Aber unsere Bemühungen wurden von einer Umleitung ein Stück vor Lephalale zunichte gemacht, die uns auf verschlungenen Wegen in die Stadt führte. Und damit finden die Probleme dann auch an: Wir kamen war an einer Kreuzung heraus, an der wir gleich eine Tankstelle und einen Pick n’Pay fanden, hatten aber trotz einer Google-Maps-Übersichtskarte von Lephalale nicht wirklich eine Ahnung, wo wir uns eigentlich befanden. Nach Tanken und Einkaufen (der Supermarkt ist relativ ordentlich sortiert, wir haben wieder ein leckeres Rumpsteak gekauft), entschieden wir mangels irgendwelcher Schilder an der Kreuzung mit Hilfe des Sonnenstandes, welche Straße denn nun die richtige in Richtung Groblersbrug R510/R572 wäre.😗

Das konnte ja eigentlich nur schiefgehen…. Nachdem wir eine Weile unterwegs waren und immer noch keinerlei Hinweisschilder oder Straßennummern entdeckt hatten, kam uns die Sache komisch vor und wir fuhren auf das Gelände einer der vielen dort ansässigen Mienen. Dort erklärte uns ein freundlicher Südafrikaner mit Hilfe unserer Straßenkarte und einer tollen Zeichnung auf irgendeinem Wartungsplan (ich hoffe, der arme Kerl hat den Zettel nicht noch zu irgendwas gebraucht…), dass wir in der völlig falschen Richtung unterwegs waren (so viel zum Sonnenstand, Kompass hatten wir daheim vergessen…) und doch erst mal nach Lephalale zurückfahren sollen. Also wieder 15 km retour. Wären wir an dieser verflixten Baustellenkreuzung nach links und nicht nach rechts abgebogen, wären wir auf die normale Hauptkreuzung gekommen, an der alles perfekt ausgeschildert ist. Also weitere 30 km zusätzlich, der Fahrtag ist ja eh schon so kurz. 😮

Der kleine Umweg hatte übrigens zu Folge, dass Mara auch hier in Deutschland (im Urlaub sowieso) jedes Mal, wenn Micha und ich kurz überlegen, wo es jetzt hingeht, nervös fragt: Sind wir jetzt richtig?

Endlich waren wir auf dem richtigen Weg und nahmen die nächsten 227 km bis Alldays in Angriff. Dort tankten wir nochmals voll, da es laut Sanparks lediglich hier und dann wieder in Musina Sprit geben soll. Stimmt so allerdings nicht. Wir haben später auf dem Weg nach Musina kurz hinter dem Park eine Tankstelle gesehen. Aber Vorsicht ist ja besser.

Dann waren es noch knapp 80km bis zum Gate des Mapungubwe NP. Froh und doch ein bisschen erschöpft kamen wir dort gegen viertel nach drei an.

Mara hat die ganze Strecke übrigens prima durchgehalten. Das hatten wir nicht unbedingt erwartet, weil unterwegs außer einigen Minenanlagen, vielen Schlaglöchern (auch die R572 ist teilweise ein einziges Schlagloch) und ab und an ein paar Warzenschweinen doch nicht viel zu sehen war. Wir hatten allerdings auf dem Supermarktparkplatz von Lephalale ihren Kindersitz in die Mitte der Rückbank montiert, so dass die freie Sicht nach vorne hatte.

Am Gate bekamen wir unseren Schlüssel für die Family Unit No. 17 im Leokwe Camp. Bereits der Weg ins Camp begeisterte uns: Was für eine wunderschöne Landschaft. Vor allem die Baobabs haben uns wieder fasziniert. Und erst die vielen Elefantenhinterlassenschaften! Hier musste es doch endlich welche geben.


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Micha konnte natürlich nicht widerstehen, vorher noch kurz das 4x4 Wasserloch anzufahren. Außer einem elendigen Gehoppel auf dem Hin- und Rückweg war da allerdings mal wieder nichts. Micha und Mara fanden es natürlich mal wieder toll….

Im Camp angekommen, waren wir von unserm „Häuschen“ total begeistert. Aber seht selbst:


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Mara war wohl am glücklichsten über die Tatsache, ein eigenes Zimmer zu haben. Ich dachte immer, in fremden Umgebungen schlafen die Kinder am Liebsten nahe bei der Mama, aber nun gut….😕

Die beiden Badezimmer hatten übrigens jeweils eine tolle Außendusche. Die Küche war im Gegensatz zu den meisten der Krüger-Camps sehr gut ausgestattet und es gab wunderbar viel Platz. Eine wirklich tolle Unterkunft. Hier hätten wir es auch deutlich länger ausgehalten.

Gegen halb fünf sind wir dann nochmals aufgebrochen, um den Treetop Walk zu besuchen. Seit ich in Chrissies Reisebericht( http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/208814-verfolgt-beklaut-und-umkreist-dennoch-.html?limit=6&start=48) die Bilder von den Elefanten dort gesehen habe, wusste ich: Das will ich auch erleben! Ihr ahnt wahrscheinlich schon, dass das auf der Liste meiner unerfüllten Wünsche stehen geblieben ist…:(

Mara war vom Treetop Walk sofort völlig begeistert. Wir natürlich auch. Ein wunderschöner Holzpfad durch die Bäume bis zur zum Fluss. Leider durften wir nur die wunderschöne Landschaft genießen, die Tiere waren alle an anderer Stelle unterwegs.


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Wir ließen uns aber nicht entmutigen und beschlossen, unser Glück am nächsten Morgen wieder zu versuchen. Auf dem Rückweg zum Camp war vor uns auf der Straße auf einmal ein wahre Armada von Tüpfelhühner (ich kann mir leider nie merken, wie die richtig heißen...). So viele hatten wir noch nie auf einmal gesehen. Laut schimpfend flohen sie vor unserer Emma die Straße hinauf, statt einfach nach rechts oder links auszuweichen…

Nach einem leckeren Abendessen mit Rumpsteak, gegrilltem Gemüse und Kürbis sowie Kartoffeln in der Folie wollten wir es uns noch ein bisschen auf der schönen Terrasse gemütlich machen. Von dort wurden wir allerdings recht schnell von den Moskitos vertrieben, denen wir hier das erste und auch einzigste Mal in diesem Urlaub begegnet sind. Da wir keine große Lust hatten, uns mit DEET einzunebeln, verzogen wir uns dem Lesen in unser Zimmer.

Nach einem gemütlichen Frühstück am nächsten Morgen (es gibt sogar einen Toaster!), starten wir zu unserer Kennenlerntour durch den Mapungubwe: Zuerst stand ein erneuter Besuch des Treetop Walk auf dem Programm und danach wollten wir die Conflucence viewpoints anschauen.

Elefanten, wir kommen! Das hatten sie offensichtlich gehört und waren wieder spurlos verschwunden. Micha äußerte inzwischen schon den Verdacht, hier würden lediglich Elefantenhinterlassenschaften aus anderen Parks herbeigeschafft, um den Besuchern das Vorhandensein der lieben Tiere vorzugaukeln.;)

Weiter ging es zu den Viewpoints, die wir der Reihe nach abliefen. Allerdings finden wir falsch herum an, nämlich beim Sunset-Viewpoint und endeten beim Sunrise-Viewpoint. Mit Hilfe unserer Karte konnten wir auch so ungefähr feststellen, wo denn nun SA aufgehört und BOTS/ZIM anfängt. Ein schöner Anblick. So nahe kommen wir den beiden Ländern wohl in nächster Zeit nicht wieder…


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Weiter ging es über die 4x4-Strecke hinter der Picknick-Site Richtung 4x4-Loop am Schroda Dam.
Der kleine Loop ist nett zu fahren, bot aber zu Michas Enttäuschung keine Stellen, an deren tatsächlich der Einsatz des Allrads notwendig war. Lediglich ein bisschen mehr Bodenfreiheit war ab und an gefragt. Unterwegs haben wir doch tatsächlich eine Giraffe und ein paar Warzenschweine getroffen.


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Teil 828. Aug. 2012
In Ermangelung weiterer Tiere haben wir dann auch schon in Steinformationen Tiere entdeckt:


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Den etwas größeren Kannidood-Loop ließen wir aus, da Mara von der Rückbank Lustlostigkeit äußerte. Also fuhren wir über die Straße am Main Gate vorbei wieder ins Camp zurück und besichtigten dort noch kurz den Swimmingpool, der sich aber als deutlich zu kalt für einen Badeversuch herausstellte, auch wenn die Außentemperaturen schon nahe an der 30°C-Marke waren.


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Am späten Nachmittag versuchten wir erneut unser Glück am Damm und entdeckten dieses Mal immerhin Elands, Impalas und einige Paviane. Gerne wären wir noch eine Weile dort sitzen geblieben, aber unsere Tochter schien ihren ungeduldigen Tag zu haben und wollte zurück ins Camp.

Auf dem Weg dorthin machten wir noch Sonnenuntergangsaufnahmen mit den wunderbaren Baobabs. Mara war übrigens von der Geschichte, wie der Baobab zu seinem Aussehen kam, total begeistert. Ich weiß nicht, wie oft ich die in den beiden Tagen im Park erzählen musste.


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Zum Abschluss heizte Micha nochmals den Grill an und ich bereitete das Abendessen vor. Plötzlich rief Micha ganz aufgeregt: Komm mal schnell her! Ich raus auf die Terrasse und was sehe ich da: Elefanten! Naja, ehrlicherweise jeweils wechselweise Teile von Elefanten, meistens auch nur ein wackelnder Busch und einen Rüssel. Aber es gibt hier also tatsächlich welche!😮

Nach dem Abendessen machte ich mich wieder an das ledige Zusammensuchen der Sachen. Morgen mussten wir diesen tollen Ort schließlich schon wieder verlassen.

Der Mapungubwe NP hat uns sehr gut gefallen. Die Landschaft ist wunderschön und das Leokwe Camp die bislang beste Unterkunft, die wir je in einem staatlichen Camp erlebt haben. Wir kommen wieder!
Teil 930. Aug. 2012
01.08.2012/02.08.2012 – Tzaneen, Mashutti Country Lodge

Nach einem entspannten Frühstück haben wir den Mapungubwe NP nach einem letzten Zwischenstopp am Treetop Walk wieder verlassen. Eigentlich brauche ich dazu schon gar nichts mehr zu schreiben, ihr wisst es ja sowieso schon – es war mal wieder gähnende Leere. Ab und an hüpfte mal ein Pavian (nicht gerade meine speziellen Freunde) durchs Unterholz. Damit hatte sich mein Elefantentraum wohl erledigt. Schade.:(

Auf dem Weg aus dem Park konnten wir dann noch einige Zebras, unter anderem eine Zebramama mit einem noch recht kleinen Fohlen, sowie diverse Antilopenarten sehen.


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Am Main Gate noch schnell den Schlüssel abgegeben und dann ging auf das erste Teilstück unserer rund 309 Km langen Tagesetappe in Richtung Musina. Die Stadt hat uns beim Durchfahren nicht besonders gut gefallen und hat schon gar nicht um Aussteigen eingeladen.

Anschließend sind wir auf die mautpflichtige N 1 gekommen, die allerdings zu unserem Erstaunen außer relativ kurzen zweispurigen Überholstücken weitestgehend einspurig und zudem auch noch stark von Lastwagen befahren war. Wir kamen also eher langsam voran.
In Louis Trichard legten wir in der direkt an der N1 liegenden Mal eine Pause ein und versuchten im dortigen PC-Laden unseren Tablet PC wieder zum Laufen zu bringen, der sich sehr zum Leidwesen unserer Tochter im Marakele NP aufgehängt hatte. Leider nützte auch das Verbinden des Tablets mit dem PC rein gar nichts, er gab nach wie vor keinen Pieps mehr von sich. Der Bildschirm blieb eingefroren.😠

Anschließend füllten wir im Pick n’Pay unserer Getränkevorräte auf. Der Supermarkt kommt übrigens im meinem persönlichen Ranking direkt hinter dem in Brits. Super sortiert und sehr übersichtlich. Nach einem kurzen Mittagessen bei Wimpys traten wir den zweiten Teil der Reise an: Zunächst weiter auf der N 1, wechselten wir kurz vor der Capricorn Toll Plaza auf die R36 und fuhren von dort aus über Modjadjiskloof nach Tzaneen.

Gegen 15 Uhr kamen wir dort an. Dank der guten Anfahrtsbeschreibung der Lodge, die ich wenige Tage vor dem Urlaub noch per Mail bekommen hatte, fanden wir die Abfahrt auf die D 523 Richtung Agatha problemlos. Nach 8 km den Berg hinauf lag die Lodge auf der rechten Seite eingebettet in einen schönen Garten. Auffällig war übrigens schon den ganzen Weg nach Tzaneen gewesen, wie sich die Landschaft verändert hat. Die doch recht grau-braune Vegetation, die wir bis nach Louis Trichard gesehen hatten, hatte sich hier in ein kleines Blütenparadies verwandelt. Überall sah man blühende Pflanzen in bunten Farben, einige noch ohne Blätter, was den Reiz aber nicht schmälerte.


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An der Rezeption wurden wir herzlich begrüßt und uns ein Zimmer im oberen Stock eines Baus mit jeweils 10 Zimmern pro Ebene zugeteilt. Wir stiegen wieder in unsere Emma und fuhren die rund 100m bis dorthin. Nur - wo war der Parkplatz? Um uns herum gab es nur den Weg und Grünflächen.
Also ließen wir Emma erst einmal auf dem Weg stehen und luden aus. Unser Zimmer war recht nett eingerichtet mit zwei Doppelbetten und einem kleinen Balkon mit Blick auf den Pool.


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Mara war von dem Anblick sofort völlig begeistert und wollte sofort runter ans Wasser. Nur mit Mühe und Not konnten wir sie überreden, wenigstens noch 5 min Geduld zu haben.
Derweil fand Micha auch einen Lageplan der Lodge einschließlich eingezeichneter Spazierwege und stellte fest, dass die große Wiese vor dem Haus als Parkplatz dienen soll.

Während Micha Emma umparkte, rannte Mara schon los zum Pool, ich hinterher, um sie gerade noch zu erwischen, bevor sie wieder mit großem Einsatz die Wassertemperatur (kalt!!!) testen konnte.
Nachdem auch Mara einige Zeit später davon überzeugt war, dass das Wasser einfach zu kalt für größere Wasserspielchen war, machten wir uns auf den Weg zum eingezeichneten Regenwald der Lodge. Das war schon ein kleines Abenteuer für sich, da der abfallende Weg über und über mit runden kleinen Nüssen der dort stehenden Palmen übersäht war und das Ganze eine hervorragende Rutschgrundlage bildete…😗

Unten angekommen, steigen wir die Stufen Richtung „Rainforest“ hinab, um nach ca. 100m an einem kleinen See zustehen, über dessen Zufluss irgendwann wohl mal eine kleine Brücke geführt hat. Jetzt sind nur noch die nicht mehr allzu stabil aussehenden Überreste zu sehen. Auf der anderen Seite des Sees konnten wir eine Hängebrücke erkennen, die auch schon seit geraumer Zeit nicht mehr begehbar zu sein scheint. Zumindest fehlte in weiten Teilen der Boden…


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Schade, hier scheint sich wohl schon lange keiner mehr darum gekümmert zu haben.
Wir liefen noch einen kleinen Bogen über das Lodgegelände und schauten uns die übrigen Unterkünfte an. Dabei waren wir schon etwas irritiert von dem Umstand, dass außer uns niemand auf dem Gelände zu sehen war.

Als wir dann gegen 18:30h zum Abendessen ins Haupthaus gingen (wir hatten uns dazu entschieden, hier zu essen, statt wieder nach Tzaneen hinunter zu fahren), wurde uns bestätigt, dass wir im Moment die einzigen Gäste wären.
Das Restaurant war trotzdem voll eingedeckt und wir fühlten uns zunächst ein bisschen verloren. Nachdem ich nach vier Tagen Grillen erst mal kein Fleisch mehr sehen konnte, entschied ich mich für eine sehr leckere Pasta, während Micha zumindest auf eine Hühnchen-Roulade umschwenkte. Für Mara gab es kindgerechte Würstchen mit Pommes. Das Essen war sehr lecker, so dass wir beschlossen, auch am nächsten Abend auf den Weg in die Stadt zu verzichten.

Als wir am nächsten Morgen aufwachten, schaute ich erst einmal völlig irritiert aus dem Fenster: Wie, Wolken? Auch noch graue, die so richtig nach Regen aussahen? 😮

Wir zogen uns an und machten uns auf den Weg zum Frühstück. Dort erwarten uns ein eher kleines Buffet sowie die Möglichkeit, Eierspeisen von der Karte zu bestellen. Ich weiß nicht, ob das Buffet per se so ausfällt, oder ob das nur der sehr mageren Belegung der Lodge geschuldet war.

Nach dem Frühstück richteten wir Getränkeflaschen und Rücksäcke und machten uns auf dem Weg zu den Debegeni Waterfalls. Dafür fuhren wir zunächst ein Stück die R 71 entlang, um dann in den Wald abzubiegen. Die R 71 war gesäumt von Bananenplantagen. Für Mara war das natürlich total spannend zu sehen. Daneben habe es immer wieder Farmstalls und Straßenverkaufsstände.


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Nach einigen Kilometern im Wald auf einer Piste, die bei nassem Untergrund äußerst unangenehm zu fahren sein dürfte, erreichten wir den Abzweig zu den Falls und das Kassenhäuschen. Der Himmel hatte sich inzwischen von tiefgrau in hellgrau verwandelt. Nach der Zahlung von 30R (20 für uns, 10 für Emma) durften wir zu den Falls hinunterfahren.
Vom Parkplatz aus geht es ein paar Meter an einem Bächlein entlang bis nach vorne zu einer Lichtung, auf der sich einige Picknicktische befinden und man über ein paar Felsen zu den Falls gelangen kann. Verglichen mit bekannten Wasserfällen sind die Debegeni Falls sicher nichts besonders, aber die ruhige Atmosphäre im Wald hat uns sehr gefallen. Vor allem Mara war glücklich, endlich mal wieder ein Stückchen laufen und sich frei bewegen zu können. Zunächst liefen wir den Rundweg Flussabwärts entlang. Immer wieder warnen hier Schilder davor, in den Pools zu baden. Offensichtlich sind hier schon einige tödliche Unfälle passiert. Über einige Holztreppen und eine Aussichtsplattform kann man den Fluss, der hier über Felsen fliest und immer wieder Pools bildet, ein Stück folgen. Irgendwo stand zwar das Schild „Rundweg“, aber nachdem es keine Karte gab und nicht angegeben war, wie lange der Rundweg ist, haben wir nach ungefähr 20 min wieder herumgedreht und sind den Weg durch den teilweise recht dichten Wald zurückgelaufen.

Der Picknickplatz mit Grillstellen ist recht groß. Ich könnte mir vorstellen, dass hier an heißen Sommerwochenenden ziemlich viel los ist.


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Danach haben wir uns auf den Weg zur Pekoe View Tea Estate gemacht, um dort oben eine kleine Tee-Pause einzulegen und den laut Reiseführer köstlichen Kuchen zu testen. Inzwischen hatte der Himmel vollends aufgeklart und die Sonne schien wieder wunderbar.

Oben angekommen suchten wir uns ein Plätzchen auf der Terrasse mit einem tollen Blick ins Tal über die Teefelder. Das Restaurant ist sehr kinderfreundlich: Es gibt spezielle Kindergartentische und auch einen tollen Spielplatz, den Mara gleich total begeistert eroberte. Das war ein Bewegungs-Tag nach ihrem Geschmack. Ich orderte derweil die Versorgung: Für Micha und mich jeweils eine halbe Portion Chocolate-Cake mit Chocolate-Sauce und für Mara auf ihren ausdrücklichen Wunsch hin einen Lemon Cheese Cake. Wer Kinder hat, weiß, was jetzt kommt: Kaum stand der Kuchen auf dem Tisch, wollte Madame natürlich auch lieber die Schoko-Variante. Das war aber unproblematisch, da selbst die halben Portionen noch so riesig waren, dass Mara locker mitessen konnte. Mit einem leichten Schoko-Schock saßen wir dann noch eine Weile in der Sonne, tranken Rooibos-Tee und genossen den Ausblick.:)


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Anschließend machten wir uns auf den Weg zum Einkaufen: Es standen ab morgen wieder einige Tage Selbstversorgung im Kruger NP auf dem Plan.
Zunächst deckten wir uns mit Obst und Gemüse in einem Farmstall ein. Dann fuhren wir nach Tzaneen zur Einkaufsmall. Diesen Pick n’Pay fand ich total unübersichtlich, aber irgendwann hatten wir tatsächlich alles zusammengesucht.

In der Lodge angekommen, versuchten wir unsere Vorräte schon mal halbwegs geordnet im Kofferraum unterzubringen. Insbesondere bei den Sprudelflaschen erwies sich das als gewisse Herausforderung, da diese auf den Holperstrecken doch zu einer gewissen Eigendynamik neigen…

Anschließend machten wir uns auf den Weg ins auch heute wieder vollkommen leere Restaurant. Eigentlich hatten wir noch gar keinen Hunger, der Chocolate-Cake machte immer noch satt. Aber bevor Mara mitten in der Nacht der Meinung sein würde, jetzt Hunger zu haben, aßen wir lieber eine Kleinigkeit.

Danach machte ich mich wieder ans Kofferpacken. Dabei fand ich auch unsere schon länger gesuchten Nähsachen. Das machte zum einen Micha froh, dessen Hosenkopf schon ziemlich lose an nur noch einem Faden hing. Mich machte das auch glücklich, denn ohne große Hoffnung auf Besserung traktierte ich mit der Nähnadel nochmals den Reset-Knopf unseres Tablets. Und oh Wunder, es erwachte wieder zum Leben! Juhu, nun konnten wir uns doch noch einen Datentarif zulegen und die Lastsightings-Seite für den Kruger NP nutzen.😁

Nach einer ruhigen Nacht (es war ja auch weit und breit niemand, der uns hätte stören können), frühstücken wir gemütlich. Beim Zahlen an der Rezeption wurde uns versichert, dass die momentane Leere total ungewöhnlich sei und sie nächste Woche wieder komplett ausgebucht wären….

Tzaneen und vor allem die Umgebung ist aus unserer Sicht durchaus einen Besuch wert. Allerdings würden wir wahrscheinlich beim nächsten Mal eine andere Unterkunft wählen. Diese war grundsätzlich nicht schlecht, aber das etwas magere Frühstück und der Umstand, dass wir auf dieser recht großen Lodge die einzigen Gäste waren, hat uns nicht so gut gefallen.
Teil 1001. Sept. 2012
03.08.2012 – Kruger NP, Camp Mopani oder endlich Elefanten!

Heute Morgen war der Himmel beim Aufstehen wieder strahlend blau und versprach einen sonnigen und warmen Tag.
Wir frühstückten wieder in Ruhe, da wir vor der Fahrt Richtung Phalaborwa Gate zunächst nochmals im Vodaphone Shop in der Tzaneen Mall vorbeischauen wollten. Der Shop öffnet aber erst um 09.30h. Kurz danach waren wir dann auch tatsächlich dort und legten uns für die restlichen zwei Wochen unseres Urlaubs 250MB an Datentarif zu. Mit der Versicherung, dass wir die Karte einfach nur in den Stick einlegen müssten und alles andere von selbst funktionieren würde, gingen wir wieder zum Auto.

Weil sich das alles zu einfach anhörte, um wahr zu sein, probierten wir das gleich mal aus. Und – es tat sich natürlich absolut nichts. Also wieder rein in die Mall. Da der Vodaphone-Shop vorhin schon ziemlich voll war und wir nicht ewig warten wollen, probierten wir unser Glück in einem PC-Laden. Der Mitarbeiter dort fummelte ungefähr 10 min an unserem Tablet herum und präsentierte uns dann stolz einen funktionierenden Zugang. Als wir ihn bezahlen wollte, winkte er nur ab und wünschte und noch einen schönen Urlaub…:)

Endlich konnten wir uns auf den Weg in den Kruger machen. Gegen 11:30h Uhr kamen wir nach ca. 120 km Fahrt am Phalaborwa Gate an. Schon auf dem Parkplatz erhielten wir das Formular, das man ausgefüllt zum Permiterhalt abgeben muss. Mit deutscher Gründlichkeit füllten wir das natürlich auch schon ordentlich aus, bevor wir uns in der Schlange anstellten. Alle anderen vor uns füllten es natürlich erst am Schalter aus, mancher wusste dann seine Autonummer nicht und musste wieder rauslaufen – so kann man auch künstlich eine Warteschlange erzeugen.

Nachdem uns Mara davon überzeugt hatte, dass man ausnahmsweise den Nachtisch auch vor dem Mittagessen zu sich nehmen kann und glücklich mit einem Eis im Auto sass, konnten wir endlich in den Park fahren.

Wir entschieden uns dafür, zunächst beim Sable Overnight Hide vorbeizuschauen. Dort hatten wir 2008 sehr viele Tiere gesehen. Außerdem lag der Masorini Picknickplatz gleich in der Nähe. Kurz nach dem Abzweig auf die S 21 hatten wir auch schon unsere erste Tierbegegnung: Büffel.
Ich gebe zu, dass ich zu Büffeln ein zwiespältiges Verhältnis habe. Die ersten Sichtungen begeistern mich immer total und irgendwann denke ich dann aber nur noch „Kühe“, wenn ich welche sehe…
Jetzt war jedenfalls noch Begeisterung angesagt.


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Kurz danach standen mehrere Autos an Rand. Alles schaute suchend in den Busch. Als wir fragten, wurde uns erklärt, dass hier bis vor kurzem mehrere Löwen gelegen hätten. Jetzt seien sie aber wohl anscheinend Richtung Wasser weitergezogen, zumindest wäre hier im Moment nichts zu sehen. Schade, das wäre es natürlich gewesen. Gerade mal eine halbe Stunde im Park und schon die ersten Löwen gesehen. Wir fuhren den Weg noch ein Stück sehr langsam entlang, aber die Löwen blieben verschwunden.

Am Hide war kaum etwas los. Lediglich ein paar Impalas standen in Wassernähe.


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Wir machten uns daher recht bald wieder auf den Weg zum Picknickplatz. Als wir am Masorini Wasserloch vorbeifuhren, standen sie auf einmal da: Elefanten! Endlich! Und gleich mehrere Tiere!


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Mara war total begeistert. Das war schon etwas anderes als die einsamen Elefantenbullen im Pilanesberg NP. Nach einer Weile fuhren wir weiter zum Masorini Picknickplatz und verspeisten unser Mittagessen: Salamibrötchen und zum Nachtisch Mandarinen. Irgendwie seltsam dieser Mandarinengeruch bei über 25°C Außentemperatur…;)

Während des Essens konnten wir durch die Büsche beobachten, wie die Elefanten wieder vom Wasserloch abzogen. Als wir wieder im Auto saßen und an der Abbiegung zur H9 standen, kamen gerade noch zwei Tiere aus dem Busch, direkt seitlich auf Emma zu. Der Abstand betrug ungefähr noch 10m. Dem vorderen Elefant missfiel es offensichtlich sehr, dass wir ihm im Weg standen. Er wedelte heftig mit den Ohren und trompetete laut. Mara verfolgte das alles mit offenem Mund, während Micha eilends dafür sorgte, dass wir aus dem Weg kamen.😮

Zwischen dem Masorini und dem Erfplaas Wasserloch gab es einen Weg, der lediglich für Fahrzeuge mit höherem Bodenabstand gekennzeichnet war. Allerdings war der auf unserer Karte von 2008 noch nicht eintragen. Micha machte sich Hoffnung auf eine „Hoppelstrecke“ und wollte ihn unbedingt fahren. Ich war dagegen, da wir ja keine Ahnung hatten, wohin der Weg führen würde. Zähneknirschend gab Micha nach. Als sich anhand der später gekauften aktuellen Karte von 2012 herausstellte, dass das Ganze tatsächlich eine passende Strecke gewesen wäre, durfte ich mir einiges anhören…😗

So fuhren wir weiter auf der H9, bis die Abzweigung auf die S 132, später S133 kam. Nach unseren ersten Sichtungserfolgen sah es nun wieder ziemlich mau aus, aber das mag auch an der Uhrzeit gelegen haben. Ohne größere Aufenthalte erreichten wir die H14 und überquerten den Letaba. Dort sahen wir einige Wasserböcke grasen. Weiter ging es Richtung Norden bis zur H1-6. Am Confluence Lookout machen wir einen kurzen Zwischenstopp. Dort war allerdings statt viel Wasser nur eine kleine Pfütze zu sehen. Danach beschlossen wir, jetzt erst einmal ins Camp zu fahren. Dort kamen wir gegen viertel vor drei an.

Als mir die Rezeptionistin unseren Bungalow auf der Karte markierte, schwante mir schon böses, aber ich war nicht geistesgegenwärtig genug, sofort zu protestieren. Sie hatte uns die Nr. 16 zugewiesen, den Bungalow, an dem der gesamte Verkehr des Camps vorbeiführt. Nachdem wir uns die Lage angeschaut hatten, beschlossen wir, einen Tausch zu versuchen. Nachdem wir versichert hatten, im Haus selbst nichts angerührt zu haben, konnten wir den Schlüssel glücklicherweise gegen Nr. 40 tauschen, der um einiges ruhiger liegt.

Wir hatten einen Bungalow für 4 Personen gebucht, das zweite Zimmer mit Stockbett. Alles war Kruger typisch natürlich alles ziemlich eng, aber Mara freute sich wieder sehr, zumindest ein bisschen Platz für sich alleine zu haben. Wirklich nervig fand ich lediglich, dass es in der Küche kein Spülmittel gab und auch auf unsere Bitte hin keines organisiert wurde. Das haben wir in keinem anderen Camp erlebt. Also spülten wir eben mit Maras Duschgel…


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Da Mara heute den Mittagsschlaf hatte ausfallen lassen und daher erfahrungsgemäß spätestens gegen sieben ins Bett will, entschlossen wir uns, den Rest des Tages im Camp zu verbringen und früh zu Abend zu essen. Zur Abwechslung gab es Pasta mit Tomatensauce.

Wir saßen danach zu zweit noch einige Zeit auf der Terrasse. Die wunderbare Ruhe im Busch wollte sich allerdings nicht einstellen, dafür war es rings um uns einfach viel zu laut. Irgendwo wurde eine Party gefeiert. Nun ja, die Nachteile eines Main Camps. Nächstes Mal werden wir uns wohl für die Bush Camps entscheiden.
Teil 1103. Sept. 2012
04.08.2012: Rund um Mopani oder der Tag des Büffels

Am nächsten Morgen packten wir neben der Fotoausrüstung auch unsere Dreckwäsche ins Auto, wir wollten direkt nach dem Gamedrive zur Wäscherei rüberfahren.

Wir entschieden uns dafür, auf der H1-6 weiter nach Norden zu fahren, um dann am Top of Capricorn caim auf die S144/S143 abzubiegen. Große Erwartungen hatten wir angesichts doch sehr buschigen Landschaft nicht wirklich. Mopani schien nicht so ganz unser Ding zu sein. Es ging dann aber gleich relativ erfolgreich los, wir sahen kurz nach dem Start aus dem Camp mehrere Giraffen und Büffel. Dann kam erst mal wieder lange nichts. Kurz vor dem Tihongonyeni Wasserloch entdeckten wir die ersten Tsessebe-Antilopen. Als wir wenig später das Wasserloch erreichten, konnten wir uns über eine rege Tierwelt freuen: Zunächst waren wenige Zebras, eine Tsessebe-Antilope sowie eine Roan-Antilope zu sehen. Kurz darauf kamen ein Sekretär dazu und einige Zeit später drei Schabraken-Schakale, die rund um das Wasserloch miteinander fangen spielen. Zum Schluss tauchten noch zwei anscheinend miteinander rivalisieren Zebraherden auf, die immer wieder versuchten, einander zu verjagen.


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Weiter ging es an einem offenbar recht frisch abgebrannten Stück vorbei, das noch leise vor sich hinkokelte. Mitten hindurch spazierte ein weiterer Sekretär. Kurz darauf sahen wir noch ein Steinböckchen,eine Manguste und einen Hornraben.
Da wir dieses Mal ein weisses Auto hatten, hat uns der Hornrabe in Ruhe gelassen. Im letzen Urlaub mit rotem Polo hatten die lieben Tiere angefangen, am Auto herumzupicken...😠


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Als wir auf der S50 am Wasserloch Nshawu No. 3 stoppten, sahen wir zwar keine Tiere, aber mehrere junge Südafrikaner, die versuchten, ihren mit dem Hinterrad im Matsch steckengebliebenen Renault wieder flott zu bekommen. Da wir natürlich kein Abschleppseil an Bord hatten, konnte Emma nicht weiterhelfen. Auf einen Rancher warten wollten sie auch nicht unbedingt. Kurz entschlossen stieg Micha trotz Maras leicht panischem „Nein, Papa, man darf hier nicht aussteigen!“ aus dem Auto und half den Jungs, das Auto aus dem Matsch zu schieben. Das ging glücklicherweise innerhalb von kürzester Zeit. 🤩

Vorbei am zu diesem Zeitpunkt leeren Mooiplaas Wasserloch erreichten wir den Mooiplaas Picknickplatz, wo wir gegen halb zehn endlich frühstückten. Mara hatte sich unterwegs schon mit einem Joghurt und einem Müsliriegel versorgt.
Der Picknickplatz ist recht schön angelegt. Es gibt einige Bäume, die Schatten spenden. Die Vogelbelästigung durch Tokos und Glanzstare während des Essens hielt sich noch in Grenzen, da haben wir im Laufe der Reise noch weitaus schlimmeres erlebt. Affen waren erfreulicherweise keine zu sehen, dafür gab es massenhaft Eichhörnchen. Aber die haben es ja wenigstens nicht aufs Essen abgesehen.
Danach schauten wir noch kurz am Fluss vorbei und beobachteten einige Vögel.


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Anschließend ging es weiter zum Pionieer Hide, wo wir zu Maras großer Freude endlich wieder Hippos sichteten. Außerdem gab es einige Krokodile zu sehen.


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Danach fuhren wir ins Camp zurück und wollten endlich unsere Wäsche waschen. Das wurde leider nichts, da beide Maschinen besetzt waren und nicht ersichtlich war, wann diese fertig sein würden. Den Nachmittag mit Warten dort verbringen wollten wir dann auch nicht.
Also wusch ich einen Teil der Sachen von Hand aus. Als Wäscheleine kam der Transportspanngurt des Kindersitzes zum Einsatz, der im Laufe der Reise auch noch als Kühlschranksicherung vor den Affen gedient hat. Außerdem wurde die Leiter des Hochbetts umfunktioniert…
Danach gönnten wir uns alle erst mal eine ruhige Mittagspause.

Am späten Nachmittag starteten wir erneut zum Gamedrive. Geplant hatten wir, vorbei am Mooiplaas Wasserloch das Dreieck S50/S49 zu fahren. Mara war aber von unserem Besuch am Pionieer Hide so begeistert gewesen, dass sie da unbedingt nochmals hinwollte. Dieses Mal hatten wir das Glück, dass sich die Hippos relativ nahe an der Brücke aufhielten. Wir mussten also gar nicht bis zum Hide fahren und dort aussteigen, sondern konnten sie schon von der Brücke aus gut beobachten. Als Mara die Weiterfahrt genehmigt hatte, fuhren wir endlich richtig Mooiplaas. Kurz bevor wir am Wasserloch ankamen, wunderten wir uns schon über die großen Mengen Staub in der Luft. Dann sahen wir den Grund: Büffel. Und zwar eine riesige Herde. So viele Tiere auf einmal hatten wir vorher noch nie gesehen. Es war ein absolut unglaubliches Bild.


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Teil 1203. Sept. 2012
Mitten in der Büffelherde stand noch ein einsamer Elefant, der sich angesicht der wirklich riesigen Menge an Büffeln nicht so ganz wohlgefühlt haben muss…



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Nachdem wir längere Zeit am Wasserloch geblieben waren, entschieden wir uns, jetzt die geplante Runde zu fahren und danach nochmals an Wasserloch zu fahren. Unterwegs war allerdings absolut nichts Aufregendes zu entdecken. Gegen viertel nach fünf waren wir wieder am Wasserloch und warteten dort auf den Sonnenuntergang.


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Nachdem wir kurz vor sechs wieder im Camp angekommen waren, entschieden wir uns, heute auf das Kochen zu verzichten und das Restaurant von Mopani zu testen. Die Karte entspricht dem Standardangebot, das es in den meisten Camps gibt. Wir entschieden uns für einen Grillteller und Mara mal wieder für Würstchen mit Pommes. Das Restaurant in Mopani ist ein reines Außenrestaurant, das abends nicht allzu gut beleuchtet ist. Wer Wert darauf legt, sein Essen genau zu sehen, sollte eine Stirnlampe zum Essen mitbringen. Wir haben uns mit Kerzenlicht begnügt.

Danach machten wir zu Maras großer Freude eine kleine Taschenlampenwanderung durch das Camp bis zu unserem Bungalow. Nachdem ich auch an diesem Abend schnell wieder unsere Koffer und Taschen so weit als möglich zusammengepackt hatte, beendeten wir diesen Abend noch mit einem gemütlichen Savanna auf der Terrasse und anschließend einem guten Buch im Bett. Zuvor hatten wir noch kurz besprochen hatten, wie wir morgen weiter nach Olifants fahren wollten.

Fazit Mopani: Die Umgebung von Mopani hat ihren bei uns nicht allzu guten ersten Eindruck am zweiten Tag eindeutig wiederlegt. Sowohl der Morning Drive mit unseren Sichtungen am Tihongonyeni Wasserloch als auch der Evening Drive mit der Büffelherde am Mooiplaas Wasserloch waren ein tolles Erlebnis. Lediglich das Camp hat uns nicht überzeugt. Zu groß, zu laut, zu eng bebaut. Bei unserem nächsten Kruger Besuch werden wir auf die Annehmlichkeiten von Shop und Restaurant verzichten (und Maras Eisvorrat so mitführen..) und in Buschcamps übernachten.
Teil 1305. Sept. 2012
05.08.2012: Auf dem Weg nach Olifants oder der Hippotag

Mara wachte am nächsten Morgen wieder um kurz nach halb sechs mit der Frage auf, wann wir denn wieder Tiere gucken gehen würden.:)

Also zogen wir uns zügig an, beluden Emma und machten uns auf den Weg zu unserem nächsten Etappenziel Olifants. 2008 hatten wir in Olifants lediglich gefrühstückt, als wir auf dem Weg von Satara nach Letaba waren. Nachdem wir das Camp damals sehr hübsch gefunden hatten, haben wir hier auf dieser Reise ebenfalls zwei Nächte eingeplant.

Zunächst fuhren wir auf der Teerstraße H1-6 Richtung Letaba. Allerdings kamen wir nicht besonders weit, das sich wenige Kilometer nach Mopani ein Stau bildete. Ihr ahnt es wahrscheinlich schon: Die Büffelherde von gestern hatte ihr Nachtquartier am Wasserloch abgeschlagen und zog weiter. Und das in aller Seelen- und Gemütsruhe über die Straße. Manche der lieben Tierchen blieben auch mitten auf der Straße stehen und beobachteten interessiert die Autos um sie herum. Wir standen ungefähr an 5. Stelle in der Schlange und beobachteten nach einer Weile nicht mehr die Büffel, sondern das Verhalten der Autofahrer. Der an zweiter Stelle schien es nämlich ungeheuer eilig zu haben und nötigte das vor ihm stehende Fahrzeug, immer weiter auf die Tiere zuzufahren. Um an ihm vorbeizufahren und die Sache selbst anzugehen, fehlte ihm aber anscheinend der Mut. Nach ungefähr einer halben Stunde zentimeterweisem Vorrücken fasste sich der Vordermann dann ein Herz und fuhr vorsichtlich auf die Büffel zu, die auch freundlich Platz machten. Angesichts der Größe der Herde hätten wir bei weiterem Warten hier wohl den Vormittag verbringen können…


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Danach ging es ohne weitere Zwischenfälle nach Letaba. Unterwegs sahen wir noch einen Elefanten, ein Kudu mit Baby, Wasserböcke am und im Fluss sowie einen Strauß. Kurz vor Letaba spazierte dann noch eine Giraffe über die Straße.


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Wir entschieden uns dazu, in Letaba Frühstückpause zu machen und steuerten die Day Visitor Area an, die etwas außerhalb von Letaba liegt und durch einen Steg mit dem Camp verbunden ist. Es gibt sogar einen separaten Pool, der allerdings 10R Eintritt kostet. Der Picknickplatz ist schön und schattig angelegt. Gasgrills hätte man für 19R mieten können, wir hatten uns allerdings für ein Continental Breakfast mit Brot und Marmelade entschieden.

Der Picknickplatz war vogel- und affenfrei. Es spazierten lediglich zwei Buschböcke durch die Gegend, die sich aber nicht für unser Essen interessierten. Zurück am Auto entledigten wir uns unserer wärmeren Kleidungsschicht. Die Temperatur hatte merklich zugenommen, es war gegen zehn Uhr schon ziemlich heiß.

Nach Letaba bogen wir auf die S46/S93 am Letaba-Fluss entlang Richtung Olifants Lookout ein. Diese Strecke waren wir 2008 schon mit einem Polo gefahren und hatten angesichts der teilweise recht heftigen Bodenwellen/Löchern an den Flussloops wenig Spaß daran. Mit Emma sollte das nun anders werden. Sie schaffte es natürlich spielend durch die Unebenheiten, so dass Micha und Mara wieder viel Spaß hatten.;)

Unterwegs sahen wir zunächst jede Menge Hippos. Laut den Angaben auf unserer Kruger Karte gibt es im Park ungefähr 3100 Tiere. Nach dieser Strecke hatten wir das Gefühl, mindestens die Hälfte davon gesehen zu haben.


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Daneben konnten wir noch einige Elefanten, Wasservögel und eine Giraffe beobachten.

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Als wir am Olifants Lookout gegen kurz vor ein Uhr ausstiegen, wollten wir die Autotüren gleich wieder zumachen. Es war für winterliche Verhältnisse unglaublich heiß. Natürlich sind wir trotzdem ausgestiegen und konnten uns auch gleich an einer Elefantenherde erfreuen, die den Wasserflecken nach zu urteilen gerade von einer Badeparty am Fluss gekommen war. Aber auch ohne Elefanten ist der Blick auf den Olifants Fluss ein wirklich toller Anblick.


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Auf den Elefantenbildern sind übrigens noch ziemlich viele entwurzelte Bäume u.ä. vom Hochwasser zu Beginn des Jahres zu sehen. Gerade in der Gegend um Olifants scheint es besonders extrem gewesen zu sein. Hier sind uns noch die meisten Überreste davon aufgefallen.


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Teil 1405. Sept. 2012
Danach machten wir uns auf den Weg ins Camp, wo wir um kurz nach zwei unseren Bungalow bezogen. Leider hatten wir trotz Buchung im November hier keine Unterkunft mehr mit Küche bekommen.
Wir bekamen die Nummer 39. Dieser liegt in der zweite Reihe am Fluss, so dass wir von unserer Terrasse aus immerhin noch einen kleinen Blick auf den Fluss erhaschen konnten. Ansonsten gibt es für diesen Bungalow mit drei Betten eigentlich nur ein Wort: Eng. Wir wussten kaum, wohin mit unserem Gepäck. Da überall Warnschilder wegen der Affen hingen (wir haben aber keinen einzigen gesehen), kam wieder unser blauer Spanngurt zum Einsatz: Dieses Mal als Kühlschrankschutz.


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Anschließend traten wir unseren fast schon obligatorischen Gang in den Shop an und kauften unser mittägliches Eis. Es war interessant zu beobachten, wie schnell Mara lernte, Eis ziemlich unfallfrei zu essen…

Mit unserem Eis setzten wir uns auf die Aussichtsbänke und genossen die wirklich traumhafte Aussicht auf den Fluss. Das hatte uns schon bei unserem letzten Besuch total fasziniert. Mara beobachtete derweil interessiert, wie sich das 1556. Hippo dieses Tages ins Wasser lief und in den Fluten verschwand.


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Am späten Nachmittag brachen wir dann erneut zu einem Gamedrive auf. Geplant hatten wir, die Rundtour H8/S91/S92 zu fahren. An der Kreuzung H8/S92 mussten wir dann aber leider feststellen, dass die H8 komplett gesperrt war. Damit hatte sich unser Rundkurs erledigt. Wir entschieden uns also dazu, den Fluss entlang auf der S92 zu fahren. Leider war die Straße durch die Umwidmung zur Hauptstraße sehr stark befahren. Die Bäume und Büsche rechts und links waren alle mit einer dichten Staubschicht bedeckt und sahen nur noch grau aus. Nachdem diverse Male Fahrzeuge mit hoher Geschwindigkeit an uns vorbeigeprescht waren und damit eigentlich fast alle Hoffnungen auf Tiersichtungen zunichtemachten, entscheiden wir uns dazu, über die Brücke Richtung Balule abzubiegen. Aber auch das ging leider nicht. Die Brücke war beim Hochwasser zerstört und bislang noch nicht vollständig wieder aufgebaut worden. Also blieb uns nur die S92. Die beiden Sperrungen sollten sich noch ziemlich negativ auf unsere Planungen für die nächsten beiden Tage auswirken.

Als wir schon kurz vor dem Wenden zur Rückfahrt ins Camp waren, sahen wir halb auf der Straße unmittelbar nach einer Kurve eine Herde mit einem ziemlich kleinen Kalb halb auf der Straße stehen und fressen.


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Nachdem wir sie eine Weile beobachtet hatten, fuhren wir vorsichtig an Ihnen vorbei, um einige Zeit später zu wenden. Als wir sie gerade wieder passiert hatten und die Kurve erreichten, kam uns ein Fahrzeug mit gerade noch erlaubter Geschwindigkeit entgegen. Micha gab ihnen Handzeichen und wies sie darauf hin, dass hinter der Kurve ein größeres Hindernis auf der Straße stand. Ich möchte nicht wissen, wie die Geschichte sonst ausgegangen wäre…🤔

Wir fuhren die Staubautobahn zurück ins Camp und machten uns, da wir ja ohne Küche waren, auf den Weg ins Restaurant.
Da wir den Ausblick auf den Fluss noch etwas genießen wollten, suchten wir uns einen Tisch auf der Terrasse. Dabei hatten wir allerdings zwei Dinge nicht bedacht: 1. Es gibt keine Kerzen, Lampen o.ä. auf den Außentischen. Entweder man hat das Glück, in der Nähe einer der wenigen Lichtquellen zu sitzen, man hat eine Stirnlampe oder man isst im Dunkeln. 2. Es gibt jede Menge Fledermäuse in Olifants. Bei nicht allen scheint das Hindernis-Radar völlig problemlos zu funktionieren.

Nachdem wir bereits nach der Getränkebestellung quasi im Dunkeln saßen, entschieden wir uns dazu, doch besser zum Essen nach drinnen zu gehen. Da die Karte genau dieselbe wie in Mopani war, nahmen wir die Option war, uns am Buffet zu bedienen. Es gab ein kleines Salatbuffet und als Hauptgericht Roastbeef oder Hühnchencurry mit Kartoffeln oder Reis, Butternut und diversen Saucen. Es schmeckte alles sehr lecker, aber der Preis anschließend konnte sich dann auch sehen lassen: 149R pro Person. Mara durfte netterweise ihr wie üblich ziemlich kleine Portion umsonst essen.

Zurück im Bungalow überlegten wir uns bei einem Savanna, wie wir das Problem mit der Straßensperrung morgen lösen sollten, da diese unsere geplante Route doch um einiges verlängern würde. An diesem Abend war es so warm, dass wir die Klimaanlage brauchten, um den Raum auf eine halbwegs angenehme Schlaftemperatur herunterzukühlen. Noch bis nach zehn saßen wir in kurzen Hosen und T-Shirt draußen auf der Terrasse und genossen den Sternenhimmel und die relative Ruhe.
Teil 1507. Sept. 2012
07.08.2012: Rundtour über Timbavati

Auch an diesem Morgen weckte uns Mara um kurz vor sechs. Nachdem wir uns zügig angezogen hatten (in diesem Urlaub ging das auch bei Mara meistens erstaunlich schnell…;) ), packten wir die Sachen fürs Frühstück in die Kühltasche und starteten.

Geplant hatten wir eine Rundtour Richtung Süden über den Timbavati Picknickplatz, an dem wir unsere Frühstückspause einlegen wollten. Da, wie im letzten des Teil des Reiseberichts bereits beschrieben, die H 8 leider gesperrt war, mussten wir wieder den Umweg über die Staubautobahn S 92/S91 fahren, wo angesichts des hohen Verkehrsaufkommens bis auf ein paar Impalas leider absolut nichts zu sehen war. Kurz vor der Abzweigung zur H8 kreuzte dann noch Streifenschakal unseren Weg. Er lief allerdings so überraschend kurz vor unserem Auto über die Straße, dass zum Fotografieren leider keine Zeit blieb.

Nach 5km auf der H8 bogen wir schließlich auf die Timbavati Road S39 ab. Auf der gesamten Strecke bis zum Picknickplatz begegnete uns lediglich ein anderes Auto. Der erste Teil der Strecke war von Vogelbeobachtungen gekennzeichnet:

Am Goedgegun Wasserloch konnten wir einen Graureiher sowie Nilgänse beobachten.


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Am Rondevaal Wasserloch kam noch ein Afrikanischer Löffler dazu.

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Auf der weiteren Strecke zum Picknickplatz begegneten wir immer wieder großen Impalaherden. Micha äußerte schon die Hoffnung, dass es doch sicher auch Leoparden in dieser Gegend gäbe angesichts der großen Menge an Fressbaren. Aber auf diese schönen Tiere mussten wir noch ein paar Tage warten.

Am Piet Grobler Dam durften wir unserer Hippo-Liste ein paar weitere Tiere hinzufügen. Auch dieses Mal waren wieder einige Jungtiere mit dabei.

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Außerdem sonnte sich dort ein süsses kleines Baby-Croc.

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Kurz vor dem Picknickplatz sahen wir dann noch unseren ersten Weißrückengeier, der offensichtlich an einem Nest baute.

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Der Timbavati-Picknickplatz ist schön an am gleichnamigen Fluss gelegen. Bei uns war das Flussbett natürlich ausgetrocknet. Da wir bei unserem gestrigen Einkauf im Shop nicht nur Eis, sondern auch Eier gekauft hatte, mieteten wir heute einen Gasgrill und Micha machte zu Maras Freude ein Frühstück mit Rührei, Würstchen und geröstetem Toast.

Kaum hatten wir das Essen ausgepackt, waren wir sofort von Vögeln umringt. Insbesondere die spitzschnabeligen Tokos kannten keinerlei Scheu und kamen sehr nah heran. Als mir beim Apfel schneiden aus Versehen ein Stück Kernhaus herunterviel, balgten sich sofort 6 Vögel darum. Ich gebe zu, mir war nicht wirklich wohl dabei, diese spitzen Schnäbel so nahe bei uns zu haben, auch wenn mir von unseren südafrikanischen Tischnachbarn mehrfach versichert würde, dass die ganz harmlos wären und gar nichts tun würden….😗

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Die beiden Buschböcke hingegen, die es sich beim Picknickplatz offensichtlich häuslich eingerichtet haben, ignorierten uns Menschen dagegen völlig.

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Nach dem Abspülen und Zusammenpacken machten wir uns auf den Rückweg. Inzwischen hatte sich der Himmel verdunkelt und einige dicke Regenwolken hingen über uns. Kurze Zeit später fing es tatsächlich an zu tröpfeln. Wir zählten exakt zehn Topfen auf der Windschutzscheibe. Danach war der Spuck vorbei und wenige Minuten später strahlte auch wieder die Sonne. Vielleicht hatte sich die Wolke im Monat vertan und ihren Irrtum eingesehen….

Von der S127 bogen wir auf die H8 ab. Leider war auch die Asphaltstrecke nicht übermäßig viel tierreicher als die Nebenstrecke. Wir konnten aber immerhin eine Kuduherde, mehrere Elefanten und eine Zebrafamilie sehen, bevor wir den Gamedrive wieder mit Vogelbeobachtungen abschlossen: Auf einem Baum mit mehreren Nestern saß ein Marabu und kurz vor dem Camp konnten wir noch einen Geier, von dem ich aber nicht sicher bin, um welches Exemplar es sich handelt, da er uns leider nur seine Rückenansicht präsentiert hat, beobachten. Meine Vermutung ist, dass es sich um einen Wollkopfgeier gehandelt hat.

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Teil 1607. Sept. 2012
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Nach einer entspannten Mittagspause machten wir wieder unseren Ausflug zum Campshop und genossen die Aussicht auf dem Deck. Als hätte das Hippo auf Mara gewartet, tauchte es aus dem Wasser auf und präsentierte uns sein gewaltiges Maul.

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Da der Vormittagsgamedrive nicht besonders ergiebig gewesen war und wir durch die Straßensperrung nur wenige Möglichkeiten für andere Strecken hatten, entschlossen wir uns, den Nachmittag mit Lesen, Vorlesen und Spielen im Camp zu verbringen.

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Als wir uns an diesem Abend einen Tisch im Restaurant suchten, verzichteten wir auf die schöne Aussicht auf den Fluss (angesichts der sehr rasch hereinbrechenden Dunkelheit hat man ja sowieso nicht viel davon), sondern suchten uns einen Tisch in der Nähe einer der wenigen Lichtquellen auf der Terrasse. So war es zwar beim Essen nicht wirklich hell, aber man sah immerhin so ungefähr, was man auf dem Teller hatte. Heute verzichteten wir auf das Buffet und bestellten nach Karte.

Danach saßen wir noch eine Weile bei einem Savanna auf der Terrasse und besprachen die Routenplanung für unseren Weg nach Satara.

Fazit Olifants: Wirklich überzeugt hat uns Olifants trotz der sehr schönen Aussicht auf den Fluss nicht. Vielleicht lag das auch an den Straßensperrungen und den damit verbundenen Einschränkungen. Falls wir das Camp nochmals besuchen werden, werden wir auf alle Fälle trotz des deutlich höheren Preises einen größeren Bungalow nehmen und natürlich versuchen, einen mit Flusssicht zu bekommen. Dieser war einfach viel zu eng.
Teil 1711. Sept. 2012
07.08.2012: Auf dem Weg nach Satara oder Manchmal werden Hoffnungen tatsächlich wahr…

Da ich am Abend zuvor schon weitestgehend gepackt hatte, konnten wir Olifants am nächsten Morgen zügig gegen kurz vor sieben verlassen.
Wir wollten heute über den Gudzani und einem Frühstückszwischenstop auf dem N’wanetsi Picknickplatz nach Satara fahren. Ohne die Sperrung wären bei Balule über die Brücke gefahren und dann direkt auf die Old Main Road gekommen.

So durften wir erst mal wieder größeren Umweg über die schon bekannte Kombination S92/S91 fahren, um dann schließlich über die H8 und die Ngotso Weir Road die S90 zu erreichen.
Bereits auf der Ngotso Weir Road begegnete uns eine kleine Gruppe von Zebras, die vor uns die Straße überquerten. Mara fiel dazu sofort das Lied „Zebrastreifen“ von Rolf Zuchowski ein, das wir uns dann auch noch in voller Länge auf dem Tablet PC anhörten, während die Zebras schön gemütlich uns beobachtend die Straße überquerten. Zebrastreifen auf die andere Art eben…

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Nach dem Abbiegen auf die Old Main Road standen ziemlich nahe am Straßenrand mehrere Giraffen, die uns höchst interessiert beäugten. Auch wenn wir in diesem Urlaub sicherlich schon mindestens 30 von diesen Tieren gesehen hatten, fand sie Mara auch dieses Mal völlig faszinierend. Wir stellten also den Motor ab und beobachteten uns eine Weile gegenseitig…

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Wenige Zeit später kreuzte ein Elefant unseren Weg und eine Zebraherde mit einem einzelnen Gnu unseren Weg. Für Mara, die gerne unsere Tierbeobachtungen in die ihr bekannten Kategorien übertrug, waren das Schulkind-Zebras die von ihrer Gnu-Lehrerin auf einem Ausflug begleitet wurden…

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Am Gudzani East Wasserloch konnten wir einen Ohrengeiger beobachten.

Hätten wir uns hier doch weniger Zeit gelassen.😠 Als wir kurze Zeit später Richtung Gudzani Dam fuhren, standen auf der kurzen Zufahrt mehrere Autos dort am Rand. Alles spähte in den Busch. Wir vermuteten hoffnungsfroh Löwen und fragten im Auto neben uns, nach was und wo wir suchen mussten. Es war tatsächlich ein Löwenpärchen. Allerdings hatten die beiden wohl durch das vor wenigen Minuten beendete posieren so viel Energie verbraucht, dass sie jetzt nur noch unter einigen Büschen lagen und sich nicht mehr rührten. Hätten wir nicht auf der Videokamera unseres Nebenmannes sehen können, dass hinter dem Buch ca. 10 m einwärts tatsächlich eben noch Löwenpaar war, wir hätten es nicht geglaubt.😕

Wir warteten noch ungefähr 15 min, ob sich die Beiden nochmals zeigen würden, dann begann Mara unruhig zu werden und nach einem Frühstück zu verlangen. Also gaben wir auf, schade. Micha äußerte schon üble Befürchtungen, dass es mit Löwen und Leoparden in diesem Urlaub gar nichts werden würde. Ich hingegen war noch hoffnungsfroh, auch wenn das eben schon ein bisschen enttäuschend war. Ohne Kind hätten wir sicherlich länger gewartet, aber zu viel Geduld durften wir von ihr natürlich auch nicht erwarten, vor allem, wenn sie Hunger hatte.
Der Damm selbst bescherte uns wie immer schöne Bilder und natürlich eine weitere Anzahl von Hippos auf unserer „Bald kennen wir alle Hippos des KNP“-Liste…


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Nachdem auch auf dem Rückweg vom Damm nicht mal die Schwanzspitze eines Löwen aus dem Gebüsch ragte, gaben wir endgültig auf und fuhren richtig Picknickplatz. Als kleinem Trost begegneten wir noch einer Warzenschweinfamilie.
Teil 1811. Sept. 2012
Der N’wanetsi Picknickplatz ist mein persönlicher Lieblingsplatz im Kruger. Er ist nämlich vollkommen vogelfrei, zumindest, was die bettelnden Vögel angeht. Wir vermuten, dass es daran liegt, dass das Personal die Grillschalen sofort nach dem Grillen reinigt und die Grills nicht wie auf den anderen Picknickplätzen noch eine Weile mit den Essensresten herumstehen, an deren sich die Vögel gütlich tun können.

Wir waren insgesamt zweimal hier. Beim ersten Mal haben wir doch ziemlich irritiert geschaut, als uns der Grill quasi unter der Grillzange weg entfernt wurde, aber nachdem das System zu funktionieren scheint, ist das natürlich kein Thema. Nett fanden wir auch, dass uns hier vom Personal angeboten wurde, unser Picknickgeschirr zu spülen. Dieses Angebot haben wir natürlich gerne angenommen und mit entsprechendem Trinkgeld honoriert.

Nach einem ausführlichen Frühstück mit Eiern, Würstchen, Toast und Obst sind wir dann noch den kurzen Weg auf den Aussichtspunkt gestiegen und haben zur Wasserstelle hinuntergeschaut. Dort turnten aber nur einige Paviane.

Bevor wir uns endgültig auf den Weg Richtung Satara machten, legten wir noch einen kurzen Zwischenstop am Sweni Hide ein, eine meiner Lieblingsstellen in dieser Gegend. Hier konnten wir neben den üblichen Verdächtigen Hippos und Krokodilen einem Graureiher beim Fischen zuschauen.

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Danach ging es über die H6 endgültig Richtung Satara. Kurz vor der Abbiegung auf die H1-3 konnten wir an einer Wasserstelle mehrere Geier bei Flugversuchen beobachten. Es ist erstaunlich, wie schwerfällig es aussieht, bis diese Tiere endlich in der Luft sind und wie elegant sie dann doch kreisen.

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Kurz vor zwei erreichten wir Satara und bekamen an der Rezeption unseren Schlüssel für den Bungalow B32 ausgehändigt. Als wir dort ankamen, mussten wir erstaunt feststellen, dass hier noch nichts gerichtet war. Der Tisch auf der Terrasse fehlte, die Betten waren ungemacht und standen verschoben im Raum, eine Toilettenpapierrolle verteilte sich im Wind auf der Terrasse. Servicepersonal war nicht zu sehen. Also Bilder gemacht und zurück zu Rezeption. Die haben gleich den Service verständigt und uns versichert, dass in 20min alles gerichtet wäre. Anscheinend wäre der Wäschereilaster nicht gekommen und alles wäre im Zeitverzug.
Also haben wir uns erst mal ein Eis gegönnt und uns ein bisschen in die Sonne gesetzt. Als wir gegen halb drei zum Bungalow zurückkamen, war fast alles gerichtet. Nur der Tisch fehlte noch. Wir haben uns dann noch sehr nett mit der Chefin des Housekeepingteams unterhalten. Als ich in der Küche feststelle, dass kein Stöpsel vorhanden war, wurde der auch prompt gebracht. Ein sehr netter und freundlicher Service.:)

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Teil 1911. Sept. 2012
Nachdem wir alles verstaut hatten und ich wieder etwas Wäsche gewaschen hatte, sind wir am späten Nachmittag nochmals aufgebrochen. Micha uns ich konnten uns nicht einigen, wohin es gehen sollte. Er war dafür, es heute schon auf der „Löwenstraße“ S100 zu versuchen, während ich das für morgen aufheben wollte und die H 7 Richtung Orpen Gate bevorzugte. Erfreulicherweise gab Micha nach, denn nach nur wenigen Kilometern am Nsemani Dam lagen sie dann auch endlich: Löwen. Zwar etwas weiter weg und nur mit Konverter trotz 500mm-Objektiv gut fotografierbar, aber immerhin. Die beiden waren sogar so freundlich, für ein bisschen Show zu sorgen:

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Mara schaute sich die Beiden zwar interessiert an, aber für sie waren sie anscheinend zu weit weg, um ihre wirkliche Größe zu verstehen. Aber das sollte sich einige Tage später noch ändern.B)
Nachdem wir die beiden längere Zeit beobachtet hatten und dabei auch noch den Sonnenuntergang genießen konnten, kamen wir kurz vor sechs ins Camp zurück.

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Da wir ziemlichen Hunger hatten, entscheiden wir uns gegen das Grillen und kochten Nudeln mit Tomatensauce.

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Den Abend ließen wir wie immer mit einem Savanna auf der Terrasse ausklingen, bevor wir uns dann vor der heraufziehenden Kühle ins Haus flüchteten.
Das war doch schon mal ein toller Anfang von unserem Aufenthalt in Satara. Ob es morgen so weitergehen würde?
Teil 2013. Sept. 2012
08.08.2012: Die Tshokwane-Runde

Da uns 2008 die Gegend um Tshokwane ziemlich gut gefallen hatte, beschlossen wir, heute die doch recht große Runde von Satara aus dorthin zu fahren.

Los ging es um kurz vor sieben auf der S 100. Schon nach wenigen hundert Metern hatten wir Glück. Ein Safarifahrzeug stand an Rand und alles guckte angestrengt in den Busch. Wir fragten und wurden auf Löwen auf der gegenüberliegenden Hangseite hingewiesen. Nun ja. Es waren wohl tatsächlich Löwen, aber es war leider nur ab und an ein Kopf oder eine Schwanzspitze hinter dem recht dichten Busch zu entdecken. Wenn wir die fotografiert hätten, wäre es wieder in einem „Wo im Busch hat sicher Löwe denn nun versteckt?“-Suchbild geendet. Also sind wir recht schnell weitergefahren.

Nach nur wenigen Kilometern dann das:

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Wären sie dagelegen, hätten wir sie wohl gar nicht gesehen.
Mara hat in diesem Moment wohl zum ersten Mal mitbekommen, wie groß die Tiere tatsächlich sind. Der Abstand zwischen Emma und ihnen war ungefähr 20 Meter. Sie saß jedenfalls völlig fasziniert im Auto. Schade fand sie lediglich, dass es „nur“ Löwinnen waren. Leo wollte doch einen „richtigen Löwen“ sehen. Wir waren jedenfalls schon mal völlig begeistert von diesem tollen Tagesanfang.:)

Kurz danach posierte dieser goldige kleine Kerl für uns:

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Am Ende der S100 machten wir wieder einen kurzen Abstecher zum Gudzani Damm und beobachteten mehrere Krokodile, die gerade aus dem Wasser kamen. Ich fand es interessant, auch mal ein laufendes Croc zu sehen. Normalerweise kenne ich sie nur liegend oder schwimmend. Natürlich durften auch unsere Hippo-Freunde nicht fehlen (OT: Für alle Eltern mit Kindern, die Hippos mögen: Ein tolles Buch ist: Als das Nilpferd Sehnsucht hatte…).

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Kurz vor dem Picknickplatz sahen wir ein Fahrzeug der Singita Lodge am Rand stehen. Wie üblich alle Blick in den Buch. Auf fragenden Blick: Gepard. Wir: Wo? Na da hinten. Da war aber nur Busch. Der Ranger im Fahrzeug bedeutet uns, direkt parallel neben sein Fahrzeug zu fahren und wies Micha quasi zentimetergenau ein, wie er sich hinstellen soll, damit wir vielleicht auch etwas sehen würden. Er vermutete aber, dass wir wohl ein Stückchen zu niedrig seien. Das war dann auch der Fall. Ich glaube, die Ohren des Tieres gesehen zu haben, mehr aber auch nicht, Micha und Mara sahen gar nichts. Aber immerhin, Gepardenohren. Aber als wirkliche Sichtung mag ich das nicht bezeichnen.

Danach war erst mal ein frühes Frühstück angesagt. Wir steuerten wieder den N‘wantsi Picknickplatz an. Micha kam seiner Aufgabe auch hier wieder hervorragend nach und bereitete uns ein sehr leckeres Frühstück mit Eiern, Toast und gebratenem Speck. Anschließend noch der tolle Abspülservice - was will man mehr!:)

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Frisch gestärkt machten wir als nächstes natürlich wieder einen Stop am Sweni Hide und durften ein wenig Croc-Mobbing beobachten. Auf den Bildern sieht man es leider nicht perfekt, daher die Geschichte dazu:
Zuerst standen bzw. lagen alle Beteiligten nur träge da. Dann mache das rechte Hippo auf einmal einen Schritt nach vorne und fing an, mit seiner Schnauze gegen den Schwanz des Croc zu drücken. Als das nicht unverzüglich reagiert hatte, holte das Hippo mit der Schnauze aus und verpasste dem Croc einen ziemlich ordentlichen Schubser. Das Croc flüchtete daraufhin ein Stück nach vorne. Allerdings offensichtlich nicht genug, da nun das linke Hippo anfing, das Croc mit der Schnauze zu traktieren. Irgendwann wurde es dem armen Croc dann doch zuviel und es flüchtete in Wasser.


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Daneben gab es eine größere Gruppe Gelbschnabelstörche sowie einen Graureiher zu beobachten. Hatte ich schon erwähnt, dass Sweni eine meiner Lieblingshides ist?

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Danach ging es etwas ruhiger zur Sache. Wir fuhren über die S37 und S35 bis zum Orpen Dam. Am Dam selbst konnten wir einige Elefanten in größere Entfernung beobachten, sonst war es dort eher ruhig. Kurz hinter dem Dam begegneten wir noch drei Büffeln, die das Rentenalter wohl schon sehr lange erreicht hatten.

Der Orpen Dam war übrigens ziemlich belagert und auch die Lautstärke war dementsprechend unangenehm hoch. Bei solchen Gelegenheiten habe ich mich dann immer gefragt, warum wir Mara konsequent beigebracht haben, an Hides nur leise zu sprechen und sich ruhig zu verhalten, wenn sich andere Erwachsene dann wie auf einer Gartenparty benehmen?

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Danach ging es dann weiter nach Tshokwane. Ich weiß nicht, ob es an den massiven Überschwemmungen zu Jahresbeginn lag (ein Angestellter hat gezeigt, wie hoch das Wasser stand), aber der Picknickplatz hat zumindest für uns seinen netten Charakter des letzten Besuches deutlich verloren. Auch das Essensangebot hat sich verändert. Letztes Mal hatten wir hier noch leckere Burger. Dieses Mal bestellten wir für Mara lediglich eine Portion Pommes, da wir vom Frühstück eigentlich noch satt waren.

Auch die Sanitäranlagen waren im Vergleich zu den anderen Picknickplätzen, die wir bislang besucht hatten, eher ungepflegt. Tshokwane steht daher nicht mehr unbedingt auf unserer Wiederbesuchsliste. Und natürlich noch ein Wort zu meinem Mitlieblingsthema Vögel und Affen an Picknickplatzen (ihr werdet in ein paar Tagen wissen, warum mich das so beschäftigt…): Vögel waren zwar da, aber nicht allzu nervig. Allerdings gibt es mindestens einen Affen, der gezielt essen stiehlt. Am Nebentisch hat er gewartet, bis das Sandwich fertig belegt war und hat sich dann bedient. Mara war fassungslos….

Die Rückfahrt traten wir über die H 1-3 an. Auf diesen Teil hatten wir uns besonders gefreut, da wir an den Wasserlöchern 2008 trotz ziemlicher Mittagshitze tolle Beobachtungen machen konnten. Nun hofften wir natürlich auf eine Wiederholung.

Der Anfang gestalte sich zunächst ziemlich zäh. Außer einer ziemlich großen Rauchfahne am Horizont war nichts zu sehen. Mara war schon kurz davor, sich in den Mittagsschlaf zu verabschieden, als wir an den Kumana Dam kamen. Zuerst entdecken wir das Papa Tier. Mama und Kind waren noch im Gebüsch versteckt, bis Micha auf einmal meinte: Da kommt doch noch was. Und richtig, da kam noch was…

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Neben dieser netten Kleinfamilie tummelten sich auch noch eine Herde Impalas und zwei Giraffen am Wasserloch. Micha versuchte sich mal wieder darin, eine Giraffe beim Trinken zu fotografieren. (Die Bilder bestärkten ihn darin, dass wir uns für die nächste Reise eine neue Spiegelreflex zuzulegen, die schnellere Serienbilder kann…)

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Auf der Weiterfahrt begegneten wir noch einigen Giraffen, sowie einigen Wasserböcken und Gnus. Zwei der Wasserböcke schienen gerade eine kleine Meinungsverschiedenheit auszutragen.

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Und kurz vor dem Camp lugte dann dieser Geselle noch aus dem Gebüsch:

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Insgesamt ein sehr schöner Ausflug, auf dem wir wirklich viel gesehen haben.
Nachdem der Drive doch relativ lang war, entschieden wir uns, den restlichen Nachmittag im Camp zu verbringen. Zuerst ging es wie üblich in den Shop. Neben dem schon fast obligatorischen Nachmittagseis kauften wir auch gleich fürs Grill-Abendessen ein. Außerdem wünschte sich Mara unbedingt einen großen bunten Stoffelefanten. Der wurde dann auch gleich auf den Namen „Satara“ getauft.

Nach einem leckeren Braii mit Rumpsteak, Kartoffeln und Gemüse brachten wir die ziemlich müde Mara zu Bett und genossen noch die Abendstimmung auf der Terrasse. Leider gab es heute einige Bungalows weiter eine südafrikanische Party mit entsprechender Lautstärke, so dass die richtige Stimmung nicht aufkommen wollte. So zogen wir uns bald mit einem Buch ins Bett zurück.

Fazit Satara: Obwohl das Camp doch ziemlich groß ist, macht es aufgrund der Kreisbauweise einen angenehmen Eindruck. Der Shop ist gut sortiert, zum Restaurant können wir dieses Mal nicht sagen. Ich vermute aber, dass es die Standardkarte aufweist. Die Umgebung von Satara hat uns sehr gut gefallen. Endlich mal weitestgehend freie Flächen ohne dichten Buschwuchs. Und unsere Löwensichtungen waren natürlich toll. Wir kommen auf alle Fälle wieder!

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