Erfahrungen Africa4x4Rentals ToyotaHilux AhaCanopy

39 Antworten · 17,0k Aufrufe · gestartet 18. Aug. 2012 von Rocky1964
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Themenstarter709 Beiträge · seit 201118. Aug. 2012 · #1
Unsere Erfahrungen mit Africa 4x4 Rentals und Toyota Hilux Doka 4x4 mit Aha Canopy „Lux Team“

Toyota Hilux Doka 4x4 D-4D SRX

Der Toyota hatte bereits 83Tkm auf der Uhr. Kein Blechteil der Karosse war frei von Dellen, auf dem Dach auch Rost.
Ausgestattet war der Toyo mit einem Aha-Canopy „Lux-Team“, massiven Frontbügel, Dachträger mit 2. Reserverad und neuwertigen AT-Reifen der Dimension 245/75R16.
Das Fahrwerk war sehr gut.
Unter 2000Umdr/min ist der Motor sehr lahm!
Die Heckstoßstange war bereits deformiert.
Das Getriebe ließ sich insbesondere beim 3. Gang sowie Rückwärtsgang sehr schlecht schalten.
Aha Canopy „Lux Team“

Das Aha-Canopy „Lux-Team“ ist von der Grundidee sehr innovativ und interessant. Dies bewog mich als erfahrener Camper und Ingenieur wohl in der Vorbereitung der Reise mich für dieses zu entscheiden.
Der Aufbau des leeren Aha-Canopy geht tatsächlich ähnlich schnell, wie vom Vermieter und im Internet vorgeführt. In der täglichen Praxis des Reisenden sieht dies schon anders aus.

Die Verbindungsstelle zwischen den Dachhälften ist mangelhaft ausgeführt. Die Kante der einen Dachhälfte lässt sich nur nach mehreren Mißversuchen in die Nut der anderen Dachhälfte stecken. Die Verriegelung beider Dachhälften wird mangelhaft über nur eine schrägziehende (!) Zugverbindung realisiert. Das ist einfach Pfusch. Beim Aufklappen der restlichen Dachteile springen die beiden Dachhälften daher auch gern wieder auseinander. Wie dies bei starkem Wind und Sturm halten soll, ist mir ein Rätsel…
Die jeweils 2 Giebelteile je Seite werden mittels Reißverschluss miteinander verbunden. Der Reißverschluss am Giebel in Fahrtrichtung hatte nur noch einen Griff am Schieber (Jemand hatte diesen aber bereits vor unserer Anmietung durch einen Kabelbinder ersetzt). Der Reißverschluss am Giebel des Hecks hatte kein Kastenteil bzw. Stopper am Ende (wir haben uns auf der ersten Farm Panzerklebeband geborgt und die Enden des Reißverschlusses abgeklebt).
Die Giebelseiten sind gegenüber dem Aufbau nicht sehr passgenau. Staub,- wind-, regen- oder insektendicht sind die Verbindungsstellen nicht.
Die Giebelseitenteile und die Tür am Heck lassen sich original nicht abspannen. Man muß sich bei Cymot Strapsspannbänder nachkaufen.

Der Stauraum im Aha-Canopy ist sehr begrenzt.
Wir waren 2 Erwachsene mit unserem 15 jährigen Sohn, der schon größer ist als wir Eltern. Damit hatten wir 3 große ca. 100l-Volumen-fassende Reisetaschen, 3 Tagesrucksäcke und einen 2. Satz (eigene) Schlafsäcke dabei. Zusätzlich kommen noch Getränke, Nahrung, Reinigungsmittel, Küchenrollen, Toilettenpapier und sonstiges Zeugs hinzu. Um für dies Alles Platz im Fahrzeug und Aha-Canopy zu finden, muß man schon lang räumen und stauen. Die hinteren Türen lassen sich bei aufgeklapptem Aha-Canopy nicht mehr vollständig öffnen. Daher muß alles vor Aufbau des Aha-Canopy von der hinteren Sitzbank auf die Vordersitze.
Die 40l-Engel-Kompressor-Kühlbox läßt sich im ausgezogenen Zustand nicht arretieren und der Deckel lässt sich in geöffneter Stellung auch nicht feststellen. Dies führt dazu, daß die Kühlbox beim hantieren darin, immer wieder im Schacht verschwinden will und einem der Deckel auf Kopf oder Arm knallt. Der Deckel der Kühlbox schloß schlecht.
Die Wasseranlage war ganz gut. Jedoch gab es eine Undichtigkeit. Die Pumpe hielt die Anlage immer unter Druck. In der Nacht stört dies stark.
Der H2O-Tank wird mittels Trichter aufgefüllt. Dies geht jedoch kaum im aufgebauten Zustand.
Sehr loben können wir die ausziehbare Küche, die ist durchdacht.

Gut sind auch die Seitenklappen. Ob man nun das Waschbecken in der einen braucht, muß jeder selbst entscheiden.

Gut sind die Windleitbleche am Heck, diese halten den Staub ab. Ebenso die Belüftungsklappe an der Seite. Wir sind mal ca. 25km ohne geöffneter Klappe gefahren, sofort war Staub hinten ins Aha-Canopy eingedrungen.
Der Aufbau ist für Fahrten im Sand viel zu schwer (deshalb hat wahrscheinlich der Vermieter breitere Reifen montiert).
Africa 4x4 Rentals

Die Übergabe erfolgte relativ schnell. Die Ausrüstung wurde gezeigt, auch wie man die Dachhälften verbindet und das Dach aufstellt.

Die Einweisung in die Bedienung des Allrad-Antriebs erfolgte innerhalb von max. 2 Minuten in einer mir fremden Sprache. Wenn Offroad nicht unser Hobby wäre und wir nicht seit 21 Jahren ausschließlich Allradfahrzeuge in der Familie fahren würden, hätte das für das Verteilergetriebe und die Sperre im hinteren Differential schlecht ausgehen können.

Ein Teil der selbstsichernden Schraubverbindungen am Frontbügel und Dachträger waren lose (ca. 2…10mm!!!). Dies habe ich schnell auf den ersten Kilometern hinter Windhuk festgestellt. Auf der ersten Farm habe ich mir Werkzeug geborgt und diese nachgezogen.
Am Dachträger waren Schrauben in der Festigkeitsklasse 4.8 verbaut. Diese sind für die auftretenden statischen und dynamischen Kräfte an einem mit einem Reserverad beladenden Dachträger auf Pisten und im Gelände mehr als ungeeignet. Dies ist hier nicht nur fahrlässig, sondern schon Vorsatz.
Es waren bereits Schrauben abgerissen.
Im Fahrzeug und Aufbau war vor Übergabe an uns sicherlich Staub gesaugt wurden. Einen feuchten Wischlappen hat man jedoch nicht eingesetzt. Es war also überall schmierig und wir haben erstmal 2h geputzt.

Während der Reise haben sich diverse Schrauben und Muttern am Aha-Canopy gelockert oder sind verschwunden. Ich habe Werkzeug, Schrauben und Muttern bei Cymot nachgekauft.

Die Lampe am Heck des Aha-Canopy funktionierte nicht. In der letzten Woche der Reise fiel die Sicherung der Beleuchtung des Aha-Canopys kpl. aus. Eine Ersatzsicherung war nicht an Bord und konnte von uns auch nicht aufgetrieben werden (zylindrische Glassicherung).

Wir hatten unterwegs einen schleichenden Plattfuß. Beim Radwechsel mussten wir feststellen, dass sich das Reserverad unter dem Heck nicht absenken lässt (ich habe jahrelang einen japanischen 4x4-Pickup gefahren und weiß wie so was gehen sollte). Einer der beiden Wagenheber war defekt.
Wir haben nach Vorgabe des Vermieters diesen sofort informiert, dieser wollte sich kümmern und uns zurückrufen. Beides hat er nicht getan. Wir haben noch mal angerufen und zur Info bekommen, dass wir uns selbst kümmern sollten. Wir haben im nächsten Ort den Reifen für ca. 95NAD instand setzen lassen.

Die Rückübergabe ging auch wieder schnell. Der Angestellte war sehr betroffen von den Mängeln am KFZ. Geld für die Reifeninstandsetzung (Reduzierte Kautionsoptionen, Schadenersatzverzichtsklausel bei Kollision, Option 4, Reifen inbegriffen), die Muttern, Schrauben und Werkzeug gab es auch nicht zurück. Steht so im Kleingedruckten sagte die Chefin und es wäre ja unser Problem.

Ein billiger Klappfeldspaten war an Bord, ließ sich nach dem ersten Einsatz aber nicht mehr zusammenklappen. Die „Erste Hilfe“-Ausrüstung war uralt, verschmutzt und im Umfang ein Witz; bei Cymot gibt’s für ca. 250…300NAD neue, ähnlich EU-Richtlinie. Es war kein Bergegurt und keine Schäkel Bord, nur ein billiges Abschleppseil. Arbeitshandschuhe fehlten.


Fazit

Der Aufbau ist von der Grundidee sehr innovativ, aber nicht ausgereift oder praxistauglich.

Der Vermieter sieht wohl alles sehr lax, gerade was Sicherheit und Service angeht. Anders ist es wahrscheinlich bei seiner Kasse.

Beide
sind aus unserer Sicht nicht empfehlenswert.

Wir haben deshalb öfter Zimmer genommen als geplant und hatten dadurch erhbliche hohe Mehrkosten.
-------------------------- ...der schon öfter 4x4 in Afrika war... http://www.4x4club-leipzig.de/ http://www.baja-deutschland.de/
zuletzt bearbeitet 18. Aug. 2012
Gast18. Aug. 2012 · #2
Hallo Rocky,
Rocky1964 schrieb:Der Aufbau ist von der Grundidee sehr innovativ, aber nicht ausgereift oder praxistauglich.

Der Vermieter sieht wohl alles sehr lax, gerade was Sicherheit und Service angeht. Anders ist es wahrscheinlich bei seiner Kasse.

Beide sind aus unserer Sicht nicht empfehlenswert.
Jede Meinung ist hilfreich und hier gern gesehen. Deshalb Danke. Mir persönlich erscheint Deine Analyse sehr pedantisch. Du warst das erste Mal in Namibia und hast da das erste Mal da ein Auto gemietet, richtig? Insgesamt habe ich den Eindruck, dass Du eine etwas unrealistische Erwartungshaltung hattest. Die können nicht jedem Mieter ein werksneues Auto mit werksneuer Canopy und Ausstattung hinstellen. Also können tun die das natürlich schon, nur willst Du das nicht bezahlen. Das das Auto schon ein paar Beulen und Kratzer und sonstige Verschleißspuren hat, lässt sich wohl nicht vermeiden, wenn das Auto eben nicht mehr werksneu ist. Dass der 2.5D-Motor eher lahm ist, dass die Canopy nicht ganz dicht ist, dass nicht ganz so viel Stauraum vorhanden ist, usw., wusstest Du vorher. Wenn ich mich richtig erinnere, hattest Du Dich an einigen Threads zu Africa4x4Rentals beteiligt, in denen das alles beschrieben ist. Trotzdem hast Du das gemietet. Dann finde ich es etwas eigenartig, darüber nachher zu lamentieren. Du legst an das Auto möglicherweise auch die Qualitätsansprüche für (die eigenen) Expeditionsfahrzeuge an? Sowas hast Du aber nicht gemietet, sondern ein Touri-Fahrzeug, das mehr oder weniger für die Standardroute in Namibia konzipiert ist.

Wir sind auch immer zu dritt - also mit Kind - unterwegs. Ich weiß nicht, was man als Ingenieur in Namibia alles dabei haben muss, aber es ist mir etwas rätselhaft, wie man das Auto derart mit Gepäck voll laden kann, wie auf den Fotos zu sehen. Wir waren sowohl dieses Jahr als auch letztes Jahr für viele Tage in der Pampa (Kaokoveld) und hatten neben dem Gepäck also auch entsprechend große Vorräte dabei.
Rocky1964 schrieb:
Der Aufbau ist für Fahrten im Sand viel zu schwer (deshalb hat wahrscheinlich der Vermieter breitere Reifen montiert).
Ach komm schon. Du stellst hier bei jeder Gelegenheit Deine große Offroad-Erfahrung heraus. 😛 Und wenn Du Dich mal fest fährst, ist das Auto schuld? 🤩 Sicher ist das Auto schwer und auch der kleine Motor tut sich bei dem Gewicht selbst mit Untersetzung in richtigem Tiefsand etwas schwer. Aber ich bin nicht der Offroad-Held und würde nie freiwillig den van-Zyls auf die Route setzen. Viele hundert Kilometer auf Sand bin ich mit 2.5D-Hilux plus AHA-Canopy aber schon gefahren (Huab, Ugab, Aba Huab, Hoanib, Hoarusib, Khumib, usw.) und fand das nicht sehr problematisch.

Zustimmen möchte ich Dir in 3 Punkten: Die (neue) Dachträgerkonstruktion für das Ersatzrad ist Mist. Die ist bei uns nach mehreren Tagen Offroad gebrochen. Die Konstruktion gab es im letzten Jahr noch nicht, aber ich habe zumindest eine Vermutung, warum der bisherige massive Heckträger nicht mehr verwendet wird. Das einem in der Küche gern der Kühlschrankdeckel auf den Kopf knallt, ist auch wirklich doof. Ich vergesse das immer und habe dann vom Verschlusshaken gern eine Platzwunde am Kopf. Und für richtiges Offroad-Fahren ist die AHA-Canopy nicht die beste Wahl.

Du hast übrigens eines der ältesten Fahrzeuge bekommen, die Africa4x4Rentals hat. Wir waren mit genau dem Auto letztes Jahr im Juni unterwegs. Von der AHA-Canopy in der DoubleCab-Ausführung für Hilux gibt es mittlerweile mindestens 3 Versionen. Die alte im letzten Jahr auf dem Fahrzeug montierte Version hattet Ihr nicht mehr. Ob es die Neueste war, weiß ich nicht. Wir hatten dieses eine AHA-Canopy mit Duschzelt an der Seite. Das ist bei Euch nicht zu sehen.

Disclaimer: Ich bin nicht mit Africa4x4Rentals verwandt, bekomme keine Provisionen oder Rabatte sondern zahle Listenpreise. Aber ich habe auch schon bei anderen gemietet wie Savanna und KEA. Kleinere Mängel und Problemchen gab es immer. Bis auf einmal auch immer einen Werkstattbesuch. Angesichts der teils üblen Wellblechpisten ist das für mich aber auch nicht so überraschend, das sich mal etwas löst, eine Schraube oder Niete bricht usw. Wenn wir nächstes Jahr wieder von Windhoek aus starten, werden wir wieder bei Africa4x4Rentals mieten, weil das für uns in Sachen Preis/Leistung das beste (nicht das perfekte) Paket ist.

Savanna bringt in Kürze noch ein neues Fahrzeug mit der nachfolgenden sehr interessanten Canopy, aber ich vermute, dass das deutlich teurer als die Fahrzeuge mit AHA-Canopy bei Africa4x4Rentals wird.
http://www.alu-cab.co.za/?p=319

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 18. Aug. 2012
1'523 Beiträge · seit 201118. Aug. 2012 · #3
Guten Abend Rocky,

aus Erfahrung lassen wir, wenn immmer möglich, das unter dem Heck befindliche
Reserverad testweise bei der Übernahme lösen und siehe da, schon zweimal war
die Crew nicht in der Lage, die Haltekette runter zu lassen......!!!!!!!!!

mit freundlichen Grüssen,

BMW
Themenstarter709 Beiträge · seit 201118. Aug. 2012 · #4
Hallo,

@Guido

wir haben lediglich unsere Erfahrungen, Meinungen und unsere Schlußfolgerungen mitgeteilt. Es ist schön wenn andere bessere Erfahrungen usw. gemacht haben.

Ob das KFZ Dellen oder Kratzer hatte, ist mir für die Reise egal und ich habe mich ja im Bericht nicht darüber beschwert, sondern davon berichtet.

Auch daß der Motor unter 2000Umdr/min lahm ist, ist lediglich eine Feststellung und ich habe mich nicht darüber beschwert. Wenn man dies weis, kann man damit umgehen. Auch im Sand...

Wie kommst Du darauf, daß wir wußten, daß der Stauraum so begrenzt ist? Das wußten wir zuvor nicht.

Das KFZ war selbst ok.

Jeder von uns hatte eine Reisetasche von ca. 100l Volumen mit 21 Satz Unterwäsche, T-Shirts, Socken, 2 Pullovern, 1 Satz Fließnachtwäsche, 2 Jacken, Hut, Mütze und Kleinkram dabei. In den Tagesrucksäcken waren Fotoapparat, Fernglas, Medikamente, Kulturtaschen, Batterien, Ladekabel, Taschenlampen, Reiseliteratur u.ä.

Klar kann es sein, daß ich vom Offroad keine Ahnung habe, na und?

Das Konzept des Aha-Canopys "Lux-Team" hat viele Detailschwächen. Davon hab ich lediglich berichtet. Jeder muß für sich selbst entscheiden, ob dies für ihn ok ist, oder nicht.

All dies hat Nichts damit zu tun, daß in sicherheitsrelevanten Bereichen vom Vermieter gepfuscht wurde. Selbstsichernde Muttern lösen sich nicht 2...10mm auf dem Schraubengewinde! Die hatte wohl noch niemand festgezogen. Und Schrauben in 4.8 am Dachträger, schon länger abgerissene Schrauben usw. sind sicherlich nicht für die Insassen gefährlich, aber evtl. tötlich für Fußgänger bei einer starken Bremsung, auch in Afrika!!! Und dies ist indiskutabel!

Rocky
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zuletzt bearbeitet 18. Aug. 2012
Gast19. Aug. 2012 · #5
Hallo Rocky,

Die Canopy hat sicherlich noch Verbesserungspotential - insbesondere was die Dichtigkeit anbetrifft. Eine Reihe an Punkten wurden gegenüber der ersten Version aber schon verbessert. Ich hatte vor 3 Monaten hier mal etwas dazu geschrieben:
http://www.namibia-forum.ch/forum/8-camping/169899-habt-ihr-erfahrung-mit-4x4-campern-mit-aha-canopy.html?limit=6&start=18#235746

Das Thema Stauraum bei der AHA-Canopy wurde hier auch schon ausführlich behandelt, aber es kann natürlich sein, dass Du den Thread nicht gelesen hast.

Bezüglich des Dachträgers für das Ersatzrad befürchte ich, dass das eigentlich eine Verbesserung gegenüber dem vorher benutzten schwenkbaren Heckträger sein sollte. Der Heckträger wurde mit einem an einer Kette hängendem etwa 10 cm langem Bolzen gegen unbeabsichtigtes Ausschwenken gesichert. Der Bolzen wiederum konnte mit einem Vorhängeschloss gesichert werden. Es war nervig, immer erst das Schloss abzubauen, wenn man an Kühlschrank oder Canopy wollte. Außerdem hat das Schloss die ganze Zeit Dreck gefressen und es war zu befürchten, dass es irgendwann mechanisch versagt. Also haben wir das Schloß weggelassen. Andere vermutlich auch. Wie wir irgendwann erschreckt festgestellt haben, kann sich der lange Bolzen auf schlechten Strecken nach oben herausarbeiten und der Träger samt Ersatzrad schwenkt dann während der Fahrt aus, was hochgradig gefährlich ist. Deshalb hat man sich vermutlich die Dachträgerkonstruktion ausgedacht, an der nicht nur die Schrauben sondern auch die schwarzen Haltewinkel unbrauchbar sind. Ich bin aber sicher, dass die das ändern werden.
8260unbenannt.jpg
Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 19. Aug. 2012
3'080 Beiträge · seit 200919. Aug. 2012 · #6
Hallo Rocky,

danke für deinen ausführlichen Erfahrungsbericht über das Auto, ich fand es gut das mal Detailfotos gemacht wurden, dann kann sich jeder selbst ein Bild machen. Ich weiss nicht wie oft du schon in Afrika gewesen bist, ich habe bei einer meiner ersten Reise ähnliche Erfahrungen gemacht wie du, seitdem habe ich sowohl Arbeitshandschuhe, Sicherungen aller Art und viel anderen Krempel dabei der eigentlich in jedem Auto sein sollte, ebenso mein eigenes 1.Hilfe-Set. Die meisten der Sachen sind aber mittlerweile auch in Südafrika eingelagert und werden nicht jedes Mal 9000km durch die Gegend geflogen.

Mit dem Vermieter hattest du Pech, ich hab auch schon Wagenheber nachgekauft, Gasflaschen füllen lassen, Kompressoren getauscht usw., mittlerweile kann ich auf bestimmten Routen auf einen Erfahrungsschatz bauen bei dem ich genau sagen kann wo ich welche fehlenden Teile bekomme, mein Vermieter hat aber in allen Fällen ohne Diskussion die Kosten übernommen (meine Vermutung ist das es für ihn eine gute Methode ist seine Autos ohne viel Aufwand auszurüsten).

Zum Thema Autoübernahme gibts hier im Forum eine schöne Checkliste, die habe ich auch fast immer dabei und arbeite sie ab, das Reserverad unter dem Auto kurbele ich selbst einmal runter, ich hab schon im Moremi gestanden und kam nicht an mein Reserverad weil die Mechanik nicht ging, das passiert mir nicht nochmal...

Mal abgesehen von den Schwierigkeiten mit dem Vermieter würde ich das Aha-Dings nicht mieten weil mich das Problem mit dem Stauraum nerven würde, was nützt es das man zwar die Hütte schnell aufgebaut hat vorher aber 15 Minuten umgeräumt hat. Von daher also nochmal vielen Dank für deine Schilderungen, für mich waren sie sehr hilfreich.

lg sasowewi
Themenstarter709 Beiträge · seit 201119. Aug. 2012 · #7
Hallo sasowewi,

Leatherman´s, Draht, Arbeitshandschuhe usw. haben wir aus D mitgebracht.

Bei Cymot und Superspar haben wir noch gekauft:
Schnur, Zurrgurte, Müllbeutel, Faltkanister, Kabelbinder, Falteimer, Klebstoff, Ersatzbatterien, Duschsack, Handfeger, Gewürzstreuer,
Petroleum und Lampe, Toilettenpapier, Küchenpapier, Reinigungsmittel, Mülltüten, Kerzen, Grillanzünder, Eimer, Wäscheleine, Klammern, Sanikasten, Nahrungsmittel u.ä.
Das war teils so geplant.

Mein Erfahrungsbericht soll ja lediglich darstellen, was war. Damit sich nachfolgende Reisende ein Bild machen können, worauf sie achten sollten, was passieren kann, worauf sie sich einstellen sollten.

Und von einem deutschsprachigem Vermieter hätte ich etwas mehr erwartet. Selbstverständlich können Schrauben sich lockern oder abreißen. Aber ein Fahrzeug mit losen Schrauben und Muttern, abgerissenen Schrauben, mit Schrauben ungeeigneter Güte (4.8) usw raus zu schicken, halte ich bei Preisen von ca. 120€/d+Versicherung und Extras usw für arrogant. Auch die Haltung des Vermieters bei der Abgabe ist interessant: der Mitarbeiter ist betroffen, sieht sich alle Mängel an und entschuldigt sich. Die Chefin ist eiskalt, einen Totalschaden des Reifens übernimmt die Versicherung, eine Instandsetzung für 9,50€ nicht und das ist ja alles nicht ihr Problem sondern unseres.

Unterwegs zu improvisieren, Lösungen zu finden, ein KFZ am laufen zu halten usw ist für uns kein Problem. Wir sind viel unterwegs.

Und ich habe keinen anderen Mietwagen in diesem Zustand bei anderen Touris in NAM gesehen.

Gruß

Rocky
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zuletzt bearbeitet 19. Aug. 2012
Gast19. Aug. 2012 · #8
Hallo,
SASOWEWI schrieb:Mal abgesehen von den Schwierigkeiten mit dem Vermieter würde ich das Aha-Dings nicht mieten weil mich das Problem mit dem Stauraum nerven würde, was nützt es das man zwar die Hütte schnell aufgebaut hat vorher aber 15 Minuten umgeräumt hat.
Das 45-Sekunden-Aufbau-Video des Herstellers ist reines Marketing-Blabla. In etwa 45 Sekunden bekommt man ein Schattendach mit 2 Sitzbänken aber ohne die etwas fummeligen Seitenwände. Insgesamt dauert der Aufbau ähnlich lange wie ein Dachzelt - aber auch nicht länger. Man hat dafür 3 Schlafplätze, Stehhöhe und insgesamt im "Schlafraum" sehr viel mehr Platz als in einem Dachzelt. Für sehr große Menschen könnten allerdings die Schlafplätze zumindest in der Doublecab-Variante etwas kurz sein. Das wurde bisher vielleicht auch noch nicht genug herausgestellt. Ich habe nicht nachgemessen, aber das Einzelbett dürfte nur 1,85-1,90m lang sein). Alles was mit Küche/Essen machen zu tun hat, geht auch schneller als bei anderen Fahrzeugen mit Canopy, Schubladen und Dachzelt(en).
Rocky1964 schrieb:Und von einem deutschsprachigem Vermieter hätte ich etwas mehr erwartet.
Seit wann sind die deutschsprachig? Im Gegensatz zu z.B. Savanna sind Inhaber (Wiid de Wet) und leitende Mitarbeiter meines Wissens nicht deutschstämmig. Stand Mai hatten die mit Maggi nur eine deutschsprachige Mitarbeiterin, die Anfragen/Buchungen für die deutschen Kunden auf deutsch abgewickelt hat. Auch mit den Autos von deutschstämmigen Vermietern wie Savanna mussten wir in die Werkstatt. Bei KEA ist uns nach 700 km ausschließlich auf geschmeidigem Asphalt fast die Frontschürze abgefallen.

Theoretisch hast Du ja recht. 120 EUR pro Tag sind verglichen mit Mietwagenpreisen in anderen Regionen recht teuer und man erwartet als Deutscher dafür ein Auto ohne funktionelle Mängel. Aber es ist eben Afrika. Die Autos verschleißen durch die Pisten und das was die Touris mit den Autos anstellen sehr stark. Die Benutzbarkeit der Ersatzräder, Reißverschlüsse, Steinschlagschäden an Scheinwerfern/Windschutzscheibe und ein paar weitere neuralgische Punkte sollte man bei der Übergabe genau prüfen. Berücksichtigen muss man bei Vergleichen auch, dass Africa4x4Rentals zumindest in der Hauptsaison immer noch 20-30% günstiger ist, als KEA, Savanna oder ASCO.

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 19. Aug. 2012
545 Beiträge · seit 200619. Aug. 2012 · #9
Hallo Rocky,

ich finde deine Beschreibung sehr hilfreich und auch sehr sachlich!

Tolle Bilder, wenn ich so ein Auto Mieten wollte hätte ich jetzt eine sehr gute Vorstellung des fahrzeuges.

Auch finde ich deine Kritik bezüglich der Schrauben und anderer Sicherheitsrelevanter Teile absolut berechtigt. Ich finde es unverantwortlich in welch schlechten Zustand so mancher Autovermieter seine Kunden auf die Reise gehen lässt.

Man zahlt dort sehr viel Geld für ein Fahrzeug und sollte dort genauso wie in Europa ein verkehrsichers Fahrzeug erwarten dürfen und dieser ganze Müll "ist halt Afrika bzw. die Straßen sind halt so schlecht", kann ich nicht mehr hören.

Seit ihr eigentlich auch am Samstag den 11.August zurückgeflogen?, wenn ja glaube ich, euch am Flughafen gesehen zu haben.

Einträchtliche Grüße
3'080 Beiträge · seit 200919. Aug. 2012 · #10
@ Guido:


SASOWEWI schrieb:
Und von einem deutschsprachigem Vermieter hätte ich etwas mehr erwartet.

Das Zitat stammt von Rocky und nicht von mir, es wäre nett wenn du das kurz änderst.

Vielen Dank.

sasowewi
Themenstarter709 Beiträge · seit 201119. Aug. 2012 · #11
Hallo,

@Guido
Deutschsprachig ist ja nicht gleich deutschstämmig. Und die offensichtliche Chefin sprach perfektes und dialektfreies Deutsch.

@Eintracht
Ja wir sind am 11.08.12 abends von Windhuk nach Frankfurt zurück geflogen.


Ansonsten kamen wir mit Größen von 170...178cm gut auf den Liegeflächen des Aha-Canopy´s hin.

Beim nächsten mal würde ich das KFZ auch nicht am Ankunfttag übernehmen, sondern erst 1 Tag darauf. Man ist dann ausgeruht und nicht geschlaucht vom Flug.

Gruß

Rocky
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zuletzt bearbeitet 19. Aug. 2012
48 Beiträge · seit 200928. Sept. 2012 · #12
Hallo,

mir ist noch nicht ganz klar, wo man Lebensmittel und Trink-Wasservorräte unterbringen kann.

Vielleicht habe ich etwas übersehen. Kann man bei aufgestelltem Dach kochen oder kann die Verkleidung Feuer fangen?

Danke und Gruß
Sven
Themenstarter709 Beiträge · seit 201128. Sept. 2012 · #13
Hallo Sven,
Selli schrieb:...
mir ist noch nicht ganz klar, wo man Lebensmittel und Trink-Wasservorräte unterbringen kann...
Ein Bisschen kann man im Küchenblock verstauen, aber nicht viel.
Im hinterem Fußraum sind Getränke und Lebensmittel in den Beuteln am Boden.
Ansonsten sind in der Ikea-Tasche noch 3 Zusatzschlafsäcke, in dem grauen Sack unsere dicken Jacken, meine beige Reisetasche und darauf 3 Tagesrucksäcke.
Links in der blaue Ikea-Tasche sind Lebensmittel und oben rechts sind in dem hellen Beutel auch noch mal Getränke.
Unten im Fußraum sind Tisch und Stühle, die rot-weiß-karierten Matratzen sind ein Teil vom Bett, darauf eine Reisetasche, links hinter der blauen Ikea-Tasche eine weitere Reisetasche und oben rechts hinten die Tasche vom Vermieter (Decken, Kissen, Bettwäsche).
Selli schrieb:...
Vielleicht habe ich etwas übersehen. Kann man bei aufgestelltem Dach kochen oder kann die Verkleidung Feuer fangen?...
Man kann gefahrlos im aufgebautem Zustand kochen. Der Küchenblock läßt sich weit genug herausziehen.
Unter der Klappe links (unten) neben der Tür befindet sich der ausziehbare Küchenblock.

Gruß

Rocky
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zuletzt bearbeitet 28. Sept. 2012
48 Beiträge · seit 200928. Sept. 2012 · #14
Hallo Rocky,

das scheinen ja wirklich beengte Verhältnisse zu sein. Wir kaufen normalerweise am Anfang der Reise unsere gesamten Wasservorräte (3l/Kopf/Tag) d.h. Ca 120 l (für 3 Wochen) und auch alle haltbaren Lebensmittel, die wir dann in Kisten verstauen.
😕 Ich glaube dann wird es richtig eng.
Weißt Du ob man Kisten bekommen kann?
Noch eine Frage: Wo habt ihr Feuerholz untergebracht

LG Ursel
zuletzt bearbeitet 28. Sept. 2012
Gast28. Sept. 2012 · #15
Hallo Ursel,

wir waren auch schon 2 mal mit AHA Canopy unterwegs und dabei auch zu dritt. Unser Auto - insbesondere die Rückbank - sah nicht so vollgepackt aus, wie bei Rocky zu sehen.

Nichtsdestotrotz: Mit 120 Litern Wasser wird das nicht ganz einfach. Da Du nicht jeden Quadratzentimeter optimal ausnutzen kannst, brauchst Du dafür allein ja wahrscheinlich schon 150-200 Liter Stauraum. Ich weiß nicht, wo ihr hinwollt, aber selbst im Marienflusstal gibt es mittlerweile einen Shop, in dem man Getränke kaufen kann.

Die Schlafsäcke quetschen wir immer in die "Tasche" zwischen Canopy und Kabine. Die beiden kleinen Bettpolster für das ausziehbare Doppelbett passen da auch hin. Die grüne Tasche, die der Vermieter für das Bettzeug bereitstellt, würde ich eventuell da lassen. Die ist relativ sperrig und man verschenkt damit meistens Stauraum.

Beste Grüße

Guido
Themenstarter709 Beiträge · seit 201129. Sept. 2012 · #16
Selli schrieb:Hallo Rocky,
das scheinen ja wirklich beengte Verhältnisse zu sein. Wir kaufen normalerweise am Anfang der Reise unsere gesamten Wasservorräte (3l/Kopf/Tag) d.h. Ca 120 l (für 3 Wochen) und auch alle haltbaren Lebensmittel, die wir dann in Kisten verstauen.
😕 Ich glaube dann wird es richtig eng.
Weißt Du ob man Kisten bekommen kann?
Noch eine Frage: Wo habt ihr Feuerholz untergebracht
LG Ursel
Hallo Ursel,
es gibt ja noch einen fest im unterem Bereich des Aufbaus eingebauten Wassertank. Zumindest fürs Waschwasser hat dies gereicht.
Feuerholz haben wir immer auf dem Campingplatz gekauft. Holz könnte man kurze Strecken vieleicht oben auf den Aufbau verzurren.
Guido. schrieb:... Unser Auto - insbesondere die Rückbank - sah nicht so vollgepackt aus, wie bei Rocky zu sehen...
Also wir hatten je Person eine Reisetasche und einen Tagesrucksack dabei. Das halte ich nicht für viel.
Vor Start der Rundreise haben wir in Windhuk noch gekauft:
25m Schnur, Zurrgurte, Müllbeutel, Faltkanister, Kabelbinder, Getränke, Klebstoff, Ersatzbatterien, Duschsack, Salz, Pfeffer, Zucker, Bier und sonstige Getränke, Rum u.ä. für kalte Abende, Kaffee, Tee
Handfeger, Gewürzstreuer, Toilettenpapier, Küchenpapier, Reinigungsmittel, Mülltüten, Kerzen, Grillanzünder, Eimer, Klammern, Seife. Später noch eine Petroleumlampe + Brennstoff sowie Gummistrapsbänder.
Und nervig ist halt auch, daß man die hinteren Türen des KFZ bei aufgeklapptem Aufbau kaum mehr öffnen kann.
Guido. schrieb:... Die Schlafsäcke quetschen wir immer in die "Tasche" zwischen Canopy und Kabine. Die beiden kleinen Bettpolster für das ausziehbare Doppelbett passen da auch hin. Die grüne Tasche, die der Vermieter für das Bettzeug bereitstellt, würde ich eventuell da lassen. Die ist relativ sperrig und man verschenkt damit meistens Stauraum...
Wo und was ist die ""Tasche" zwischen Canopy und Kabine"???
Und in der grünen Tasche des Vermieters sind die Bettlaken, Zusatzdecken und Kopfkissen relativ staubsicher verpackt.
Und staubfrei geht es in dem Aufbau während der Fahrt nicht zu, auch nicht bei geöffneter Seitenklappe.

Gruß

Rocky
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zuletzt bearbeitet 29. Sept. 2012
237 Beiträge · seit 201029. Sept. 2012 · #17
Hallo , mein Freund hatte im Januar ebenfalls einen Canopy gemietet, aber mit Singlecap Cabine. Durch die längere Ladefläche der Singlecaps wird der Stauraum im vorderen Teil des Canopys wesentlich länger. Ist halt etwas schwieriger zugänglich, aber dafür gegen Einblicke und Diebstahl etwas besser geschützt.
Gruß Cruiserland
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Ovambo)
1'927 Beiträge · seit 200829. Sept. 2012 · #18
Hallo Rocky,

Danke für Deinen Erfahrungsbericht.

Voraussichtlich werde ich im Jan/Feb 2013 den HiLux mit der Aha-Canopy mieten. Mit den von Dir ausführlich beschriebenen Schwächen kann ich leben. Da wir nur zu Zweit in der Sommerzeit reisen, sehe ich auch kein Problem für die Gepäckunterbringung.

Was meinst Du sollte man als Werkzeug und Material speziell für den Aufbau mitnehmen. Ich dachte mal auf jeden Fall an ein paar Quadratmeter Moskitogaze und Panzertape.

Gruß
Peter
11 Beiträge · seit 201229. Sept. 2012 · #19
Also ich habe gerade 3 Wochen alleine im Hilux Single Cab mit Aha Canopy hinter mir. Ging alles super und ich habe auch keinerlei Montageprobleme gehabt oder Werkzeuge gebraucht.

Wenn man zu zweit reist hat man kein Problem mit der Gepäckunterbringung (falls doch, hatte man definitiv vorher erheblich größere Probleme beim Check in bei der Fluggesellschaft 🤩 ). Wenn man ein Single Cab hat, gibts zwischen der Kabine und der Canopy einen großen Stauraum, welcher auch von der Canopy aus erreichbar ist (allerdings etwas unbequem. Von aussen gehts einfacher). In diesem Stauraum waren bei mir die beiden Ersatzräder, 2 Campingstühle, ein Campingtisch, die bereits erwähnte Tasche mit dem Schlafzeug und eine Universalkiste für alles mögliche (ich habe da meine nicht kühlungsbedürftigen Einkäufe untergebracht). Seine gesamten Wasservorräte bereits zu Beginn zu kaufen halte ich wirklich für überflüssig. Dafür gibts in Namibia inzwischen wirklich genug Einkaufsmöglichkeiten und der eingebaute 75 Liter Tank ist ja auch noch da und die Camp Sites sind inzwischen auch schon oft mit fliessend Wasser ausgestattet. Ich habe meinen Wassertank bestenfalls halb leer gekriegt.
zuletzt bearbeitet 29. Sept. 2012
48 Beiträge · seit 200929. Sept. 2012 · #20
Hallo Balou,
wir werden nach Botswana fahren und dort ist die Versorgung mit Trinkwasser oder Lebensmittel in einigen Gegenden (z. Bsp. CKGR) schlicht nicht vorhanden.
Es gibt dort weder Wasser auf den Campingplätzen noch Shops in denen man sich mit dem nötigsten versorgen kann.
Wenn man Pech hat trifft man unterwegs auch niemanden, der mal aushelfen könnte.
Wir sind vor 4 Jahren eine Strecke gefahren, die 2 Wochen vor uns zuletzt befahren wurde (lt. Eintrag im Registrationoffice bei Einfahrt in den Park).
Dann hat noch unser Fahrzeug Feuer gefangen und plötzlich war die Situation nur noch sehr schwer beherrschbar.
Das Sat-Phone hat funktioniert und war in Griffweite - wir konnten das Feuer löschen und sind mit dem Schrecken davongekommen.
Um uns rum waren dann auch überall kleinere Buschfeuer - obwohl uns ausdrücklich bei Einfahrt in den Park auf Nachfrage versichert worden war, dass keine Gefahr für Buschfeuer bestünde.
Da ist man dann ganz froh wenn man etwas mehr Wasser und noch ein paar Lebensmittel zur Verfügung hat.
LG Ursel