Unsere Erfahrungen mit Africa 4x4 Rentals und Toyota Hilux Doka 4x4 mit Aha Canopy „Lux Team“
Toyota Hilux Doka 4x4 D-4D SRX
Der Toyota hatte bereits 83Tkm auf der Uhr. Kein Blechteil der Karosse war frei von Dellen, auf dem Dach auch Rost.
Ausgestattet war der Toyo mit einem Aha-Canopy „Lux-Team“, massiven Frontbügel, Dachträger mit 2. Reserverad und neuwertigen AT-Reifen der Dimension 245/75R16.
Das Fahrwerk war sehr gut.
Unter 2000Umdr/min ist der Motor sehr lahm!
Die Heckstoßstange war bereits deformiert.
Das Getriebe ließ sich insbesondere beim 3. Gang sowie Rückwärtsgang sehr schlecht schalten.
Aha Canopy „Lux Team“
Das Aha-Canopy „Lux-Team“ ist von der Grundidee sehr innovativ und interessant. Dies bewog mich als erfahrener Camper und Ingenieur wohl in der Vorbereitung der Reise mich für dieses zu entscheiden.
Der Aufbau des leeren Aha-Canopy geht tatsächlich ähnlich schnell, wie vom Vermieter und im Internet vorgeführt. In der täglichen Praxis des Reisenden sieht dies schon anders aus.
Die Verbindungsstelle zwischen den Dachhälften ist mangelhaft ausgeführt. Die Kante der einen Dachhälfte lässt sich nur nach mehreren Mißversuchen in die Nut der anderen Dachhälfte stecken. Die Verriegelung beider Dachhälften wird mangelhaft über nur eine schrägziehende (!) Zugverbindung realisiert. Das ist einfach Pfusch. Beim Aufklappen der restlichen Dachteile springen die beiden Dachhälften daher auch gern wieder auseinander. Wie dies bei starkem Wind und Sturm halten soll, ist mir ein Rätsel…
Die jeweils 2 Giebelteile je Seite werden mittels Reißverschluss miteinander verbunden. Der Reißverschluss am Giebel in Fahrtrichtung hatte nur noch einen Griff am Schieber (Jemand hatte diesen aber bereits vor unserer Anmietung durch einen Kabelbinder ersetzt). Der Reißverschluss am Giebel des Hecks hatte kein Kastenteil bzw. Stopper am Ende (wir haben uns auf der ersten Farm Panzerklebeband geborgt und die Enden des Reißverschlusses abgeklebt).
Die Giebelseiten sind gegenüber dem Aufbau nicht sehr passgenau. Staub,- wind-, regen- oder insektendicht sind die Verbindungsstellen nicht.

Die Giebelseitenteile und die Tür am Heck lassen sich original nicht abspannen. Man muß sich bei Cymot Strapsspannbänder nachkaufen.
Der Stauraum im Aha-Canopy ist sehr begrenzt.
Wir waren 2 Erwachsene mit unserem 15 jährigen Sohn, der schon größer ist als wir Eltern. Damit hatten wir 3 große ca. 100l-Volumen-fassende Reisetaschen, 3 Tagesrucksäcke und einen 2. Satz (eigene) Schlafsäcke dabei. Zusätzlich kommen noch Getränke, Nahrung, Reinigungsmittel, Küchenrollen, Toilettenpapier und sonstiges Zeugs hinzu. Um für dies Alles Platz im Fahrzeug und Aha-Canopy zu finden, muß man schon lang räumen und stauen. Die hinteren Türen lassen sich bei aufgeklapptem Aha-Canopy nicht mehr vollständig öffnen. Daher muß alles vor Aufbau des Aha-Canopy von der hinteren Sitzbank auf die Vordersitze.


Die 40l-Engel-Kompressor-Kühlbox läßt sich im ausgezogenen Zustand nicht arretieren und der Deckel lässt sich in geöffneter Stellung auch nicht feststellen. Dies führt dazu, daß die Kühlbox beim hantieren darin, immer wieder im Schacht verschwinden will und einem der Deckel auf Kopf oder Arm knallt. Der Deckel der Kühlbox schloß schlecht.
Die Wasseranlage war ganz gut. Jedoch gab es eine Undichtigkeit. Die Pumpe hielt die Anlage immer unter Druck. In der Nacht stört dies stark.
Der H2O-Tank wird mittels Trichter aufgefüllt. Dies geht jedoch kaum im aufgebauten Zustand.
Sehr loben können wir die ausziehbare Küche, die ist durchdacht.
Gut sind auch die Seitenklappen. Ob man nun das Waschbecken in der einen braucht, muß jeder selbst entscheiden.
Gut sind die Windleitbleche am Heck, diese halten den Staub ab. Ebenso die Belüftungsklappe an der Seite. Wir sind mal ca. 25km ohne geöffneter Klappe gefahren, sofort war Staub hinten ins Aha-Canopy eingedrungen.
Der Aufbau ist für Fahrten im Sand viel zu schwer (deshalb hat wahrscheinlich der Vermieter breitere Reifen montiert).
Africa 4x4 Rentals
Die Übergabe erfolgte relativ schnell. Die Ausrüstung wurde gezeigt, auch wie man die Dachhälften verbindet und das Dach aufstellt.
Die Einweisung in die Bedienung des Allrad-Antriebs erfolgte innerhalb von max. 2 Minuten in einer mir fremden Sprache. Wenn Offroad nicht unser Hobby wäre und wir nicht seit 21 Jahren ausschließlich Allradfahrzeuge in der Familie fahren würden, hätte das für das Verteilergetriebe und die Sperre im hinteren Differential schlecht ausgehen können.
Ein Teil der selbstsichernden Schraubverbindungen am Frontbügel und Dachträger waren lose (ca. 2…10mm!!!). Dies habe ich schnell auf den ersten Kilometern hinter Windhuk festgestellt. Auf der ersten Farm habe ich mir Werkzeug geborgt und diese nachgezogen.
Am Dachträger waren Schrauben in der Festigkeitsklasse 4.8 verbaut. Diese sind für die auftretenden statischen und dynamischen Kräfte an einem mit einem Reserverad beladenden Dachträger auf Pisten und im Gelände mehr als ungeeignet. Dies ist hier nicht nur fahrlässig, sondern schon Vorsatz.
Es waren bereits Schrauben abgerissen.
Im Fahrzeug und Aufbau war vor Übergabe an uns sicherlich Staub gesaugt wurden. Einen feuchten Wischlappen hat man jedoch nicht eingesetzt. Es war also überall schmierig und wir haben erstmal 2h geputzt.
Während der Reise haben sich diverse Schrauben und Muttern am Aha-Canopy gelockert oder sind verschwunden. Ich habe Werkzeug, Schrauben und Muttern bei Cymot nachgekauft.
Die Lampe am Heck des Aha-Canopy funktionierte nicht. In der letzten Woche der Reise fiel die Sicherung der Beleuchtung des Aha-Canopys kpl. aus. Eine Ersatzsicherung war nicht an Bord und konnte von uns auch nicht aufgetrieben werden (zylindrische Glassicherung).
Wir hatten unterwegs einen schleichenden Plattfuß. Beim Radwechsel mussten wir feststellen, dass sich das Reserverad unter dem Heck nicht absenken lässt (ich habe jahrelang einen japanischen 4x4-Pickup gefahren und weiß wie so was gehen sollte). Einer der beiden Wagenheber war defekt.
Wir haben nach Vorgabe des Vermieters diesen sofort informiert, dieser wollte sich kümmern und uns zurückrufen. Beides hat er nicht getan. Wir haben noch mal angerufen und zur Info bekommen, dass wir uns selbst kümmern sollten. Wir haben im nächsten Ort den Reifen für ca. 95NAD instand setzen lassen.
Die Rückübergabe ging auch wieder schnell. Der Angestellte war sehr betroffen von den Mängeln am KFZ. Geld für die Reifeninstandsetzung (Reduzierte Kautionsoptionen, Schadenersatzverzichtsklausel bei Kollision, Option 4, Reifen inbegriffen), die Muttern, Schrauben und Werkzeug gab es auch nicht zurück. Steht so im Kleingedruckten sagte die Chefin und es wäre ja unser Problem.
Ein billiger Klappfeldspaten war an Bord, ließ sich nach dem ersten Einsatz aber nicht mehr zusammenklappen. Die „Erste Hilfe“-Ausrüstung war uralt, verschmutzt und im Umfang ein Witz; bei Cymot gibt’s für ca. 250…300NAD neue, ähnlich EU-Richtlinie. Es war kein Bergegurt und keine Schäkel Bord, nur ein billiges Abschleppseil. Arbeitshandschuhe fehlten.
Fazit
Der Aufbau ist von der Grundidee sehr innovativ, aber nicht ausgereift oder praxistauglich.
Der Vermieter sieht wohl alles sehr lax, gerade was Sicherheit und Service angeht. Anders ist es wahrscheinlich bei seiner Kasse.
Beide sind aus unserer Sicht nicht empfehlenswert.
Wir haben deshalb öfter Zimmer genommen als geplant und hatten dadurch erhbliche hohe Mehrkosten.
Toyota Hilux Doka 4x4 D-4D SRX
Der Toyota hatte bereits 83Tkm auf der Uhr. Kein Blechteil der Karosse war frei von Dellen, auf dem Dach auch Rost.
Ausgestattet war der Toyo mit einem Aha-Canopy „Lux-Team“, massiven Frontbügel, Dachträger mit 2. Reserverad und neuwertigen AT-Reifen der Dimension 245/75R16.
Das Fahrwerk war sehr gut.
Unter 2000Umdr/min ist der Motor sehr lahm!
Die Heckstoßstange war bereits deformiert.
Das Getriebe ließ sich insbesondere beim 3. Gang sowie Rückwärtsgang sehr schlecht schalten.
Das Aha-Canopy „Lux-Team“ ist von der Grundidee sehr innovativ und interessant. Dies bewog mich als erfahrener Camper und Ingenieur wohl in der Vorbereitung der Reise mich für dieses zu entscheiden.
Die Verbindungsstelle zwischen den Dachhälften ist mangelhaft ausgeführt. Die Kante der einen Dachhälfte lässt sich nur nach mehreren Mißversuchen in die Nut der anderen Dachhälfte stecken. Die Verriegelung beider Dachhälften wird mangelhaft über nur eine schrägziehende (!) Zugverbindung realisiert. Das ist einfach Pfusch. Beim Aufklappen der restlichen Dachteile springen die beiden Dachhälften daher auch gern wieder auseinander. Wie dies bei starkem Wind und Sturm halten soll, ist mir ein Rätsel…
Die Giebelseiten sind gegenüber dem Aufbau nicht sehr passgenau. Staub,- wind-, regen- oder insektendicht sind die Verbindungsstellen nicht.
Der Stauraum im Aha-Canopy ist sehr begrenzt.
Wir waren 2 Erwachsene mit unserem 15 jährigen Sohn, der schon größer ist als wir Eltern. Damit hatten wir 3 große ca. 100l-Volumen-fassende Reisetaschen, 3 Tagesrucksäcke und einen 2. Satz (eigene) Schlafsäcke dabei. Zusätzlich kommen noch Getränke, Nahrung, Reinigungsmittel, Küchenrollen, Toilettenpapier und sonstiges Zeugs hinzu. Um für dies Alles Platz im Fahrzeug und Aha-Canopy zu finden, muß man schon lang räumen und stauen. Die hinteren Türen lassen sich bei aufgeklapptem Aha-Canopy nicht mehr vollständig öffnen. Daher muß alles vor Aufbau des Aha-Canopy von der hinteren Sitzbank auf die Vordersitze.
Der H2O-Tank wird mittels Trichter aufgefüllt. Dies geht jedoch kaum im aufgebauten Zustand.
Gut sind auch die Seitenklappen. Ob man nun das Waschbecken in der einen braucht, muß jeder selbst entscheiden.
Gut sind die Windleitbleche am Heck, diese halten den Staub ab. Ebenso die Belüftungsklappe an der Seite. Wir sind mal ca. 25km ohne geöffneter Klappe gefahren, sofort war Staub hinten ins Aha-Canopy eingedrungen.
Die Übergabe erfolgte relativ schnell. Die Ausrüstung wurde gezeigt, auch wie man die Dachhälften verbindet und das Dach aufstellt.
Die Einweisung in die Bedienung des Allrad-Antriebs erfolgte innerhalb von max. 2 Minuten in einer mir fremden Sprache. Wenn Offroad nicht unser Hobby wäre und wir nicht seit 21 Jahren ausschließlich Allradfahrzeuge in der Familie fahren würden, hätte das für das Verteilergetriebe und die Sperre im hinteren Differential schlecht ausgehen können.
Ein Teil der selbstsichernden Schraubverbindungen am Frontbügel und Dachträger waren lose (ca. 2…10mm!!!). Dies habe ich schnell auf den ersten Kilometern hinter Windhuk festgestellt. Auf der ersten Farm habe ich mir Werkzeug geborgt und diese nachgezogen.
Es waren bereits Schrauben abgerissen.
Während der Reise haben sich diverse Schrauben und Muttern am Aha-Canopy gelockert oder sind verschwunden. Ich habe Werkzeug, Schrauben und Muttern bei Cymot nachgekauft.
Die Lampe am Heck des Aha-Canopy funktionierte nicht. In der letzten Woche der Reise fiel die Sicherung der Beleuchtung des Aha-Canopys kpl. aus. Eine Ersatzsicherung war nicht an Bord und konnte von uns auch nicht aufgetrieben werden (zylindrische Glassicherung).
Wir hatten unterwegs einen schleichenden Plattfuß. Beim Radwechsel mussten wir feststellen, dass sich das Reserverad unter dem Heck nicht absenken lässt (ich habe jahrelang einen japanischen 4x4-Pickup gefahren und weiß wie so was gehen sollte). Einer der beiden Wagenheber war defekt.
Wir haben nach Vorgabe des Vermieters diesen sofort informiert, dieser wollte sich kümmern und uns zurückrufen. Beides hat er nicht getan. Wir haben noch mal angerufen und zur Info bekommen, dass wir uns selbst kümmern sollten. Wir haben im nächsten Ort den Reifen für ca. 95NAD instand setzen lassen.
Die Rückübergabe ging auch wieder schnell. Der Angestellte war sehr betroffen von den Mängeln am KFZ. Geld für die Reifeninstandsetzung (Reduzierte Kautionsoptionen, Schadenersatzverzichtsklausel bei Kollision, Option 4, Reifen inbegriffen), die Muttern, Schrauben und Werkzeug gab es auch nicht zurück. Steht so im Kleingedruckten sagte die Chefin und es wäre ja unser Problem.
Ein billiger Klappfeldspaten war an Bord, ließ sich nach dem ersten Einsatz aber nicht mehr zusammenklappen. Die „Erste Hilfe“-Ausrüstung war uralt, verschmutzt und im Umfang ein Witz; bei Cymot gibt’s für ca. 250…300NAD neue, ähnlich EU-Richtlinie. Es war kein Bergegurt und keine Schäkel Bord, nur ein billiges Abschleppseil. Arbeitshandschuhe fehlten.
Fazit
Der Aufbau ist von der Grundidee sehr innovativ, aber nicht ausgereift oder praxistauglich.
Der Vermieter sieht wohl alles sehr lax, gerade was Sicherheit und Service angeht. Anders ist es wahrscheinlich bei seiner Kasse.
Beide sind aus unserer Sicht nicht empfehlenswert.
Wir haben deshalb öfter Zimmer genommen als geplant und hatten dadurch erhbliche hohe Mehrkosten.
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...der schon öfter 4x4 in Afrika war...
http://www.4x4club-leipzig.de/
http://www.baja-deutschland.de/
