Liebe FoM’S,
in einem Kurzbericht möchte ich euch die Erfahrungen und Eindrücke unserer Reise schildern.
Im südafrikanischen Winter waren wir von Mitte Mai bis Mitte Juli 2012 über 9 Wochen unterwegs, von Namibia (Windhoek) über Botswana nach Zimbabwe (Harare) und wieder nach Windhoek zurück.
Die Reiseroute werde ich in 4 Berichte untergliedern (bei Vorhandensein der entsprechenden Berichte werde ich den Verweis hier nachträglich aufführen) und zwar:
• Von Windhoek nach Francistown (BOT)
• Francistown nach Harare (ZIM) – hier im Thread
• Harare nach Victoria Falls – hier im Thread
• Victoria Falls über Caprivi nach Windhoek
Auto:
TOYOTA SAFARI 4X4 3.0TD - 4x4 Pick-Up für 2 Personen - Automatik - Turbo Diesel.
Unser Vermieter war ASCO in Windhoek.
Wir haben das Auto nagelneu übernommen, bestückt mit den beliebten Igelreifen und mit sehr guten Konditionen. Wir waren mit dem Gefährt sehr zufrieden und hatten keine Panne (auch keinen Reifenschaden). Bei der Ablieferung waren diverse Kratzer, ein fehlender Schmutzfänger und eine kleine Beule (die uns nicht bewusst war) zu beanstanden.
Wir fuhren fast genau 9.000 km und hatten einen Verbrauch von 1309 Liter Diesel, was einen Durchschnitt von 14,5 L pro 100km bedeutet.
Hinweis: Obwohl ASCO auf seiner Home-Page den Transfer vom/zum Flughafen ohne Einschränkung anbietet, wird dieser nur zu den ASCO- Geschäftszeiten (07:30 – 16:30 Uhr) durchgeführt.
Allgemein:
Wir hatten auf unserer Reise keinerlei gesundheitliche Probleme. Das Klima war für uns sehr angenehm, auch wenn wir im Nyanga NP nachts -4,6 Grad hatten. Etwa 3 Kälteperioden erlebten wir in unserem Dachzelt, dazwischen war es auch einmal nachts +17 Grad. Auf der ganzen Reise haben wir uns immer sehr sicher gefühlt, besonders in Zimbabwe sind die Leute sehr freundlich und hilfsbereit. Wir hatten niemals ein unbehagliches Gefühl gehabt, das einem in Windhoek abends sehr wohl beschleichen kann. Etwa so 50 Polizeikontrollen mußten wir in Zimbabwe passieren und wurden dabei aber immer korrekt behandelt. Sehr oft wurden wir durchgewunken, ansonsten reichte normalerweise ein Smalltalk, bei dem wir die Schönheit von Zimbabwe und die Freundlichkeit seiner Bewohner lobten. An 7 Mautstellen mußten wir unseren Dollar abgeben, wobei wir bei 2 Stellen ausgebüchst sind (unsere Route bog vorher ab ;)).
Wir haben uns an den Vorschlag der Devisen-Stückelung, der hier im Forum gemacht wurde, gehalten. Hier waren wir aber ein wenig zu vorsichtig. Von den 100 Einzel-Dollars hätten sicherlich auch 30- 40 gereicht. Am Schluß hatten wir das Gästehaus in Victoria Falls nur mit Einsern und Fünfer bezahlt, so viel hatten wir am Ende unsere Reise noch übrig. Wenn man als Wechselgeld nicht Bonbons erhalten möchte, ist Rand eine sehr gute Alternative. Wir empfehlen sehr viele Rands als Hartgeld, auch für Trinkgelder, mitzunehmen.
Ach ja, Regen hatten wir auch – 4 Stunden im Kyle Recreational Park, mit einem wunderbaren Regenbogen über den Lake Mutiriku.
Grenzformalitäten:
Hier eine Schilderung aus dem Tagebuch, wie wir die Einreise erlebten:
Wir fuhren einem Landy hinterher – irgendwie hatte ich (!) das Gefühl er nähme einen anderen Weg, nicht den der normalen Touris. Er fuhr direkt auf die Grenzstelle zu. Man sollte nicht unbedingt andere Autos nachfahren - über verschiedene falschherumgefahrene Wegstrecken auf dem Grenzgebiet erreichten wir dann das richtige Amtsgebäude.
Die Parkplätze waren alle belegt, ganz hinten stellten wir uns auf einen Gehweg. Wir gingen in das Gebäude quasi zum falschen Eingang hinein (sprich Ausgang). Etwa so 20 Schalter (gefühlt) waren vor uns, besetzt war so jeder 5. Ich wußte, wir müssen ein Formular für das Visa ausfüllen – schon mal zuhause vorbereitet 😉. Eine Dame mit Zetteln, die wir fragten, gab uns einen. Wir füllen ihn brav aus – der war aber nur für die Autosache. Dann gingen wir zu einem der 20 Schalter – zu einem freundlichen Beamten. Der erklärte uns nach einiger Zeit, wir benötigen zuerst ein Visum. Wo ist der Schalter? OK wir fanden einige, die so aussahen wie Einreiseschalter. Wir sagen unser Anliegen – wir wollen in Zimbabwe einreisen – Schalter trug den Namen wie VIP und Diplomaten. Der mürrische Beamte dort blätterte unsere Pässe durch und überreichte uns die gewünschten Formulare. Wir füllten diese dann brav aus und gingen wieder zu ihm. Er aber deutete auf einen andern der 50 Schalter bzw. in deren Richtung. Wir gingen wieder zu dem Freundlichen, der sagte uns nix Visa? geh‘ zurück! Wir wieder zum Mürrischen, der uns aber nicht abfertigen wolle. Also gingen wir 2 Schalter vor ihm zu einer Dame. Wir sagten, nix wissen, was wir tun sollen. Die Dame sprach nun sehr bestimmt mit dem Mürrischen und sagte uns, wir sollen zu ihm hingehen .Jetzt empfing er uns gnädig. 🙂 und holte eine Kiste mit Schloss, sah hinein und sagte, dass er nicht genügend Visas hätte (?) und er welche besorgen muß. Man muß wissen, dass ein Visa ein Aufkleber ist und in den Pass gepappt wird. Ich zahlte erst mal 2 x 30 US$, und bekam dann von ihm einen Zettel (Größe eines halben Notizzettel, mit Stempel und Autonummer und einer Unterschrift). Mit diesem Zettel gingen wieder zu unserem Freundlichen, der aber den Zettel nicht wollte – nix Pass, nix Visa – geh‘ zurück. Also wieder zum Mürrischen und warten. Endlich bekam ich meinen Pass. Elsi so nach weiter gefühlter, ach was weiß ich? Zeit, auf jeden Fall nach einer Ewigkeit, (der liebe Gott hätte in der Zeit eine weitere Welt erschaffen können) auch ihren Pass.
Nun wieder zu dem Freundlichen. Nun war alles in Ordnung. Wir wurden an Schalter 7 (es waren anscheinend doch keine 60 Schalter) und mußten 55 US$ begleichen (so Straßen-Nutzungsgebühr, Umweltverschmutzung durch das Auto ect). Dürfen wir nun ausreisen – klar alles in Ordnung – geschafft! – geschafft?
Nun wir in unser Auto, und locker flockig ging es zum Schlagbaum – nee‘ vorher mußten wir noch zum Zoll. Dieser wollte in das Auto hineinsehen (wäre uns aber gar nicht so recht gewesen, denn unser Kühlschrank war voll mit Fleisch!), aber er meinte, ob wir nur Campingzeug hätte - klaro – wir durften zum Schlagbaum losfahren. Wir zeigten einem anderen Grenzbeamten den Zettel (wir wissen noch, den, mit Unterschrift, Autonummer und Stempel). Aber der Grenzer am Schlagbaum sagte uns, dass wir uns vorher irgendwo hinter uns hin bewegen sollten ?? –
Ich setzte das Auto zurück – geht ja so problemlos mit einer solchen Kiste - stellte sie ab und stieg aus. An einem Campingtisch sah ich dann einen Menschen sitzen, bei dem ein Einreisewilliger stand, den ich schon im Gebäude mit den 70 Schaltern sah. Ich zu dem Beamten am Campingtisch hin, mit den ganzen Papieren. Er sah sich alle Papiere an und machte auf dem Fresszettel irgendwelche rote Zeichen und auch eine Unterschrift. Ich nahm den ganzen Packen – Ausreisezettel, Autozollpapiere, Pässe, Führerschein und was Gott noch alles und ab ins Auto. Wir sortierten alles – aber wo war jetzt dieser Scheiß-Zettel? Hat der ihn am Tisch sitzende behalten? Elsi meinte, wir fahren wieder zur Schranke. Natürlich wollte der Beamte an der Schranke genau diesen blöden Zettel! – wir haben ihn nicht !! Nein wir haben keinen Zettel !!! Der mit dem Campingtisch hat ihn !!!! Ich wollte wieder zurücksetzten – Grenzer schrie – hinter uns stand bereits ein anderes ausreisewilliges Fahrzeug – also stehen bleiben. Wir suchen noch einmal alle Papier durch – mittlerweile hinter uns mindestens 5 Autos, die auf uns warteten. Der Beamte meinte, dass wir wieder zum Campingtischbeamten gehen sollten, also stieg Elsi aus – mittlerweile schlängelte sich eine Autoschlange (ich hatte das Gefühl, sie reichte bis nach Botswana zurück) mit hörbarem Gehupe. Da ist der blöde Zettel – zwischen die Sitze gerutscht – nun konnte ich nach Zimbabwe (nach 1 ½ Stunden Tortur) – Else war noch im Niemandsland und versuchte den verlorenen Zettel hinterher zu rennen.
Das Visum wird nur für 30 Tagen ausgestellt. Wir wollten es ursprünglich verlängern und hatten die Adresse der Behörde in Bulawayo bekommen. Hier soll die Verlängerung leichter und mit weniger Aufwand als in Harare zu bekommen sein. Wir fanden das Office auch recht schnell (mithilfe einer bereits in Deutschland ausgedruckten Karte von GoogleMaps). War leider geschlossen – Samstag 🙁
Neben der reinen Visagebühren zahlten wir 55 $ an weiteren Gebühren. An der Grenze bei Victoria Falls wird dies wohl sehr unterschiedlich und anscheinend nicht ganz konform gehandhabt. Dies hat uns der Besitzer von Amadeus Garden erzählt.
Versorgung.
Treibstoff für das Auto. Bis auf die Strecke am Karibasee entlang war es problemlos. Wir hatten es nirgends mit Engpässen zu tun.
Treibstoff für uns. Wir hatten etwa einen Weinverbrauch von 0,44 Liter pro 100 km – übrigens der Spirit in Zimbabwe ist zu empfehlen, auch wenn er nur knapp über 4 $ kostet; ein guter Zuckerrohrschnaps.
Verpflegung: in den großen Supermärkten in Bulaweyo und Harare gibt es alles zu entsprechenden $-Preisen, eine halbe Dose Mais, Bohnen, Tomaten etwa 2-3 $. Brot kann man für ½ $ an der Straße kaufen, wobei hier so viel Luft darin und entsprechend leicht ist, dass bei einer Mahlzeit für 2 Personen schon ein ganzes gegessen werden kann. Wir haben uns ein paar Mal Brot im Potjie gebacken, die Brotbackmischung hatten wir aus Windhoek mitgebracht.
Für die Grundversorgung haben wir uns in Francistown eingedeckt. Mit frischem Gemüse (Tomaten, Zwiebeln, Avocados) versorgten wir uns, wenn angeboten, am Straßenrand – die Qualität ist eigentlich recht gut, besser als in den Supermärkten und man unterstützt die dortige Bevölkerung – eine Tüte für 1 $. So etwa alle 5 Tage versorgten wir uns mit Fleisch beim Metzger oder vom Supermarkt. Kartoffeln in zufriedenstellender Qualität sind sehr teuer.
Straßen:
Wir fuhren normalerweise immer auf recht guten Teerstraßen und nur in seltensten Fällen auf Gravel. Ganz übel ist die Straße am Kariba-See, von Karoi nach Binga. Die Karte von Reise Know How (2009) stimmt hier nicht. Auch eine eingezeichnete Tanke (Siagana) existiert nicht. Dafür gibt es eine Tanke an der Kreuzung A8 in der Nähe von Lupote. Die Straße ist mit maximal 60 km/h zu befahren, wobei man höllisch auf die Löcher, Unterspülungen und Rillen aufpassen muß. Ein Abbremsen auf Schrittgeschwindigkeit ist dann unablässig.
in einem Kurzbericht möchte ich euch die Erfahrungen und Eindrücke unserer Reise schildern.
Im südafrikanischen Winter waren wir von Mitte Mai bis Mitte Juli 2012 über 9 Wochen unterwegs, von Namibia (Windhoek) über Botswana nach Zimbabwe (Harare) und wieder nach Windhoek zurück.
Die Reiseroute werde ich in 4 Berichte untergliedern (bei Vorhandensein der entsprechenden Berichte werde ich den Verweis hier nachträglich aufführen) und zwar:
• Von Windhoek nach Francistown (BOT)
• Francistown nach Harare (ZIM) – hier im Thread
• Harare nach Victoria Falls – hier im Thread
• Victoria Falls über Caprivi nach Windhoek

TOYOTA SAFARI 4X4 3.0TD - 4x4 Pick-Up für 2 Personen - Automatik - Turbo Diesel.
Unser Vermieter war ASCO in Windhoek.
Wir haben das Auto nagelneu übernommen, bestückt mit den beliebten Igelreifen und mit sehr guten Konditionen. Wir waren mit dem Gefährt sehr zufrieden und hatten keine Panne (auch keinen Reifenschaden). Bei der Ablieferung waren diverse Kratzer, ein fehlender Schmutzfänger und eine kleine Beule (die uns nicht bewusst war) zu beanstanden.
Wir fuhren fast genau 9.000 km und hatten einen Verbrauch von 1309 Liter Diesel, was einen Durchschnitt von 14,5 L pro 100km bedeutet.
Hinweis: Obwohl ASCO auf seiner Home-Page den Transfer vom/zum Flughafen ohne Einschränkung anbietet, wird dieser nur zu den ASCO- Geschäftszeiten (07:30 – 16:30 Uhr) durchgeführt.
Allgemein:
Wir hatten auf unserer Reise keinerlei gesundheitliche Probleme. Das Klima war für uns sehr angenehm, auch wenn wir im Nyanga NP nachts -4,6 Grad hatten. Etwa 3 Kälteperioden erlebten wir in unserem Dachzelt, dazwischen war es auch einmal nachts +17 Grad. Auf der ganzen Reise haben wir uns immer sehr sicher gefühlt, besonders in Zimbabwe sind die Leute sehr freundlich und hilfsbereit. Wir hatten niemals ein unbehagliches Gefühl gehabt, das einem in Windhoek abends sehr wohl beschleichen kann. Etwa so 50 Polizeikontrollen mußten wir in Zimbabwe passieren und wurden dabei aber immer korrekt behandelt. Sehr oft wurden wir durchgewunken, ansonsten reichte normalerweise ein Smalltalk, bei dem wir die Schönheit von Zimbabwe und die Freundlichkeit seiner Bewohner lobten. An 7 Mautstellen mußten wir unseren Dollar abgeben, wobei wir bei 2 Stellen ausgebüchst sind (unsere Route bog vorher ab ;)).
Wir haben uns an den Vorschlag der Devisen-Stückelung, der hier im Forum gemacht wurde, gehalten. Hier waren wir aber ein wenig zu vorsichtig. Von den 100 Einzel-Dollars hätten sicherlich auch 30- 40 gereicht. Am Schluß hatten wir das Gästehaus in Victoria Falls nur mit Einsern und Fünfer bezahlt, so viel hatten wir am Ende unsere Reise noch übrig. Wenn man als Wechselgeld nicht Bonbons erhalten möchte, ist Rand eine sehr gute Alternative. Wir empfehlen sehr viele Rands als Hartgeld, auch für Trinkgelder, mitzunehmen.
Ach ja, Regen hatten wir auch – 4 Stunden im Kyle Recreational Park, mit einem wunderbaren Regenbogen über den Lake Mutiriku.
Grenzformalitäten:
Hier eine Schilderung aus dem Tagebuch, wie wir die Einreise erlebten:
Wir fuhren einem Landy hinterher – irgendwie hatte ich (!) das Gefühl er nähme einen anderen Weg, nicht den der normalen Touris. Er fuhr direkt auf die Grenzstelle zu. Man sollte nicht unbedingt andere Autos nachfahren - über verschiedene falschherumgefahrene Wegstrecken auf dem Grenzgebiet erreichten wir dann das richtige Amtsgebäude.
Die Parkplätze waren alle belegt, ganz hinten stellten wir uns auf einen Gehweg. Wir gingen in das Gebäude quasi zum falschen Eingang hinein (sprich Ausgang). Etwa so 20 Schalter (gefühlt) waren vor uns, besetzt war so jeder 5. Ich wußte, wir müssen ein Formular für das Visa ausfüllen – schon mal zuhause vorbereitet 😉. Eine Dame mit Zetteln, die wir fragten, gab uns einen. Wir füllen ihn brav aus – der war aber nur für die Autosache. Dann gingen wir zu einem der 20 Schalter – zu einem freundlichen Beamten. Der erklärte uns nach einiger Zeit, wir benötigen zuerst ein Visum. Wo ist der Schalter? OK wir fanden einige, die so aussahen wie Einreiseschalter. Wir sagen unser Anliegen – wir wollen in Zimbabwe einreisen – Schalter trug den Namen wie VIP und Diplomaten. Der mürrische Beamte dort blätterte unsere Pässe durch und überreichte uns die gewünschten Formulare. Wir füllten diese dann brav aus und gingen wieder zu ihm. Er aber deutete auf einen andern der 50 Schalter bzw. in deren Richtung. Wir gingen wieder zu dem Freundlichen, der sagte uns nix Visa? geh‘ zurück! Wir wieder zum Mürrischen, der uns aber nicht abfertigen wolle. Also gingen wir 2 Schalter vor ihm zu einer Dame. Wir sagten, nix wissen, was wir tun sollen. Die Dame sprach nun sehr bestimmt mit dem Mürrischen und sagte uns, wir sollen zu ihm hingehen .Jetzt empfing er uns gnädig. 🙂 und holte eine Kiste mit Schloss, sah hinein und sagte, dass er nicht genügend Visas hätte (?) und er welche besorgen muß. Man muß wissen, dass ein Visa ein Aufkleber ist und in den Pass gepappt wird. Ich zahlte erst mal 2 x 30 US$, und bekam dann von ihm einen Zettel (Größe eines halben Notizzettel, mit Stempel und Autonummer und einer Unterschrift). Mit diesem Zettel gingen wieder zu unserem Freundlichen, der aber den Zettel nicht wollte – nix Pass, nix Visa – geh‘ zurück. Also wieder zum Mürrischen und warten. Endlich bekam ich meinen Pass. Elsi so nach weiter gefühlter, ach was weiß ich? Zeit, auf jeden Fall nach einer Ewigkeit, (der liebe Gott hätte in der Zeit eine weitere Welt erschaffen können) auch ihren Pass.
Nun wieder zu dem Freundlichen. Nun war alles in Ordnung. Wir wurden an Schalter 7 (es waren anscheinend doch keine 60 Schalter) und mußten 55 US$ begleichen (so Straßen-Nutzungsgebühr, Umweltverschmutzung durch das Auto ect). Dürfen wir nun ausreisen – klar alles in Ordnung – geschafft! – geschafft?
Nun wir in unser Auto, und locker flockig ging es zum Schlagbaum – nee‘ vorher mußten wir noch zum Zoll. Dieser wollte in das Auto hineinsehen (wäre uns aber gar nicht so recht gewesen, denn unser Kühlschrank war voll mit Fleisch!), aber er meinte, ob wir nur Campingzeug hätte - klaro – wir durften zum Schlagbaum losfahren. Wir zeigten einem anderen Grenzbeamten den Zettel (wir wissen noch, den, mit Unterschrift, Autonummer und Stempel). Aber der Grenzer am Schlagbaum sagte uns, dass wir uns vorher irgendwo hinter uns hin bewegen sollten ?? –
Ich setzte das Auto zurück – geht ja so problemlos mit einer solchen Kiste - stellte sie ab und stieg aus. An einem Campingtisch sah ich dann einen Menschen sitzen, bei dem ein Einreisewilliger stand, den ich schon im Gebäude mit den 70 Schaltern sah. Ich zu dem Beamten am Campingtisch hin, mit den ganzen Papieren. Er sah sich alle Papiere an und machte auf dem Fresszettel irgendwelche rote Zeichen und auch eine Unterschrift. Ich nahm den ganzen Packen – Ausreisezettel, Autozollpapiere, Pässe, Führerschein und was Gott noch alles und ab ins Auto. Wir sortierten alles – aber wo war jetzt dieser Scheiß-Zettel? Hat der ihn am Tisch sitzende behalten? Elsi meinte, wir fahren wieder zur Schranke. Natürlich wollte der Beamte an der Schranke genau diesen blöden Zettel! – wir haben ihn nicht !! Nein wir haben keinen Zettel !!! Der mit dem Campingtisch hat ihn !!!! Ich wollte wieder zurücksetzten – Grenzer schrie – hinter uns stand bereits ein anderes ausreisewilliges Fahrzeug – also stehen bleiben. Wir suchen noch einmal alle Papier durch – mittlerweile hinter uns mindestens 5 Autos, die auf uns warteten. Der Beamte meinte, dass wir wieder zum Campingtischbeamten gehen sollten, also stieg Elsi aus – mittlerweile schlängelte sich eine Autoschlange (ich hatte das Gefühl, sie reichte bis nach Botswana zurück) mit hörbarem Gehupe. Da ist der blöde Zettel – zwischen die Sitze gerutscht – nun konnte ich nach Zimbabwe (nach 1 ½ Stunden Tortur) – Else war noch im Niemandsland und versuchte den verlorenen Zettel hinterher zu rennen.
Das Visum wird nur für 30 Tagen ausgestellt. Wir wollten es ursprünglich verlängern und hatten die Adresse der Behörde in Bulawayo bekommen. Hier soll die Verlängerung leichter und mit weniger Aufwand als in Harare zu bekommen sein. Wir fanden das Office auch recht schnell (mithilfe einer bereits in Deutschland ausgedruckten Karte von GoogleMaps). War leider geschlossen – Samstag 🙁
Neben der reinen Visagebühren zahlten wir 55 $ an weiteren Gebühren. An der Grenze bei Victoria Falls wird dies wohl sehr unterschiedlich und anscheinend nicht ganz konform gehandhabt. Dies hat uns der Besitzer von Amadeus Garden erzählt.
Versorgung.
Treibstoff für das Auto. Bis auf die Strecke am Karibasee entlang war es problemlos. Wir hatten es nirgends mit Engpässen zu tun.
Treibstoff für uns. Wir hatten etwa einen Weinverbrauch von 0,44 Liter pro 100 km – übrigens der Spirit in Zimbabwe ist zu empfehlen, auch wenn er nur knapp über 4 $ kostet; ein guter Zuckerrohrschnaps.
Verpflegung: in den großen Supermärkten in Bulaweyo und Harare gibt es alles zu entsprechenden $-Preisen, eine halbe Dose Mais, Bohnen, Tomaten etwa 2-3 $. Brot kann man für ½ $ an der Straße kaufen, wobei hier so viel Luft darin und entsprechend leicht ist, dass bei einer Mahlzeit für 2 Personen schon ein ganzes gegessen werden kann. Wir haben uns ein paar Mal Brot im Potjie gebacken, die Brotbackmischung hatten wir aus Windhoek mitgebracht.
Für die Grundversorgung haben wir uns in Francistown eingedeckt. Mit frischem Gemüse (Tomaten, Zwiebeln, Avocados) versorgten wir uns, wenn angeboten, am Straßenrand – die Qualität ist eigentlich recht gut, besser als in den Supermärkten und man unterstützt die dortige Bevölkerung – eine Tüte für 1 $. So etwa alle 5 Tage versorgten wir uns mit Fleisch beim Metzger oder vom Supermarkt. Kartoffeln in zufriedenstellender Qualität sind sehr teuer.
Straßen:
Wir fuhren normalerweise immer auf recht guten Teerstraßen und nur in seltensten Fällen auf Gravel. Ganz übel ist die Straße am Kariba-See, von Karoi nach Binga. Die Karte von Reise Know How (2009) stimmt hier nicht. Auch eine eingezeichnete Tanke (Siagana) existiert nicht. Dafür gibt es eine Tanke an der Kreuzung A8 in der Nähe von Lupote. Die Straße ist mit maximal 60 km/h zu befahren, wobei man höllisch auf die Löcher, Unterspülungen und Rillen aufpassen muß. Ein Abbremsen auf Schrittgeschwindigkeit ist dann unablässig.





















