Datenschutz bei ASCO?

21 Antworten · 5'909 Aufrufe · gestartet 20. Apr. 2012 von Chinga
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Themenstarter5 Beiträge · seit 200720. Apr. 2012 · #1
Hallo an alle!

Seit 5 Jahren verfolgen wir interessiert dieses Forum und haben aus vielerlei hier veröffentlichten Erfahrungen doch so einigen Nutzen für unsere eigenen Afrika-Reisen ziehen können. Nun möchten wir auch einmal etwas beitragen ...

Gerade kommen wir von einem 3-Monats-Trip mit einem von ASCO gemieteten 'Discoverer X' zurück.
Zunächst also möchte ich hier mal ein paar Lanzen für diese Firma brechen:
- Wir können uns über deren hier im Forum mehrfach bemängelte Freundlichkeit bestimmt nicht beklagen, trotz verbaler Aufarbeitung einiger (technischer) Probleme.
- Ein Pannenhilfe-Organisator bei ASCO ist wirklich flexibel, mitdenkend, ideen- und erfolgreich, einfach gut.
- Die Fahrzeugüber- und -rückgabe verliefen schnell, kulant und problemlos ab.
- Wir haben im Laufe der Jahre schon so einige Campervermieter kennengelernt. ASCO erbringt u.E. eine vergleichsweise durchaus ordentliche Leistung. Übrigens bekamen wir für vergleichbare Fahrzeuge für denselben Zeitraum von anderen auch Angebote um einige tausend(!) €uronen teurer. Ob die aber besser gewesen wären ???

Eine Sache aber hat uns bei ASCO nicht gefallen:
Bei Übernahme lag im Auto ein Zettel: "Dieses Fahrzeug ist mit einer Blackbox ausgestattet, die bei einem Unfall die gefahrene Geschwindigkeit registriert!" - Na, kein Problem.

Unterwegs hatten wir einen technischen Ausfall - bestimmt nicht durch uns verursacht!

Bei der Rückgabe bat man uns zu einem Gespräch. Auf dem Tisch lag ein Stapel Computerausdrucke. Hiermit könne man die Nutzung 'nicht geeigneter' Straßen und somit die Verursachung des Schadens durch uns beweisen. - Hola, wie das ?!?
Tja, und was uns da präsentiert wurde verschlug uns doch etwas die Sprache!:
- Unsere gesamte Fahrstrecke und sämtliche Übernachtungsorte feinsäuberlich GPS-getrackt durch ganz NAM, BOT und ZA.
- Eine minutiöse Aufzeichnung all unserer Fahr- und Stehzeiten
- Kontinuierliche Wiedergabe der gefahrenen Geschwindigkeiten und Motordrehzahlen

Soviel zur 'nur die Geschwindigkeit im Falle eines Unfalls' aufzeichnenden Blackbox !!!
Wir hatten weiß Gott nichts zu verbergen, aber diese absolute Kontrolle und Datensammlung über uns ohne unser Wissen hat uns doch geschockt !!!
Übrigens wurde uns auf Nachfrage gesagt, daß diese Box in allen ASCO-Fahrzeugen eingebaut sei, natürlich nur zur Kontrolle und Verfolgung des Vermietereigentums.
Dies nur als Info an zukünftige Nutzer.

Allen viel Spaß und schöne Reisen.

Gruß,
Chinga
Gast20. Apr. 2012 · #2
Hallo Chinga,

die GPS-Blackbox ist mittlerweile bei so einigen Vermietern Standard. Die zeichnet wie jeder normale GPS-Datenlogger fortlaufend auf.
Chinga schrieb:Hiermit könne man die Nutzung 'nicht geeigneter' Straßen und somit die Verursachung des Schadens durch uns beweisen
Mich würde interessieren, welche Strecke(n) genau als ungeeignet bemängelt wurden und wie es ausging. Habt ihr bezahlt oder hat ASCO den Schaden getragen.

Beste Grüße

Guido
4'451 Beiträge · seit 200821. Apr. 2012 · #3
Hallo Chinga,
herzlich willkommen hier im Forum.:) Schildere doch mal Bitte , was bei Euch genau da passiert ist und was genau von ASCO beanstandet wurde. Ich denke dennoch, das so eine Blackbox/Track eine gute Sache ist. Ihr habt bestimmt die Autos dort gesehen, wo drann stand , 2 Tote 1 Rollstuhlfahrer nach dem die, ich glaube es war 145 KM auf Gravel gefahren waren.;) Außerdem , wenn ein Unfall geschied, wo kein anderes Fahrzeug beteiligt ist, dann kann man zumindest nachweisen , ob der Fahrer einen Fehler gemacht hat.

Liebe Grüße
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
zuletzt bearbeitet 21. Apr. 2012
1'723 Beiträge · seit 200921. Apr. 2012 · #4
hallo chinga,

tja so ist das wohl .. die mietfahrzeuge stellen einen grossen wert da und wenn es dann ein problem gibt, dann finden die vermieter in jedem fall eine moeglichkeit es auf den mieter abzuschieben..

die black-boxes sind vollaugestattete GPS, da wird einfach alles aufgezeichnet.. naja, solange man nicht die konversation im auto mithoert, ist mir das eigentlich egal..


Hat ja nun auch sein positives : sollte man in der Central Kalahari stecken bleiben, finden die einen wenigstens, is ja manchmal nicht sooo einfach zu erklaeren (ohne GPS ) wo man sich genau befindet..


viele gruesse
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
33,1k Beiträge · seit 200621. Apr. 2012 · #5
Hallo Chinga,
Wir hatten weiß Gott nichts zu verbergen, aber diese absolute Kontrolle und Datensammlung über uns ohne unser Wissen hat uns doch geschockt !!!
so ist das mit der Blackbox. Viel erstaunlicher ist, dass ASCO Euch sogar darauf aufmerksam gemacht hat... denn das macht kaum ein Vermieter (und die meisten nutzen welche). Wenn Du ASCO fragst, dann geben Sie dir die Daten auch digital und ihr könnt so z.B. Eure Strecke etc. auf Google Earth nachverfolgen. Es kann also auch Vorteile für Euch haben 🙂

Sonnige Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
983 Beiträge · seit 201121. Apr. 2012 · #6
In Afrika, wo viele keine 3 Euro am Tag verdienen, ist ein Auto ein unvorstellbar großer Wertgegenstand. Jeder Vermieter will, dass er keine Schäden und damit auch Kosten tragen muss, die der Mieter verschuldet hat.
Da ich - und wohl auch die meisten anderen - Mietwagen so fahren als wäre es das eigene Fahrzeug, habe ich da nichts zu verbergen. Wenn ich unterschreibe, dass ich bestimmte Straßen nicht benutzen darf, dann halte ich mich auch dran, oder trage das Risiko.
Die Kontrolle ist auch mehr als berechtigt, wenn man sieht wie manche (auch hier im Forum) offen bekennen, dass sie Mietwagen treten/quälen/übers Gelände prügeln, was sie mit einem eigenen Fahrzeug nicht machen würden.
Man hat dich doch auf die Black Box aufmerksam gemacht. Also!
Der deutsche Datenschutz-Standard gilt nicht in Namibia. Kann deine Kritik somit nicht nachvollziehen.

P. S. Auch innerhalb Europas gibt es unterschiedliche Datenschutz-Standards. So wird an manchen Straßen/Brücken in den Niederlanden am Beginn jedes Kennzeichen erfasst und dann ein paar Kilometer weiter erneut. Dann rechnet der Computer die Durchschnittsgeschwindigkeit auf der Strecke aus. Sollte die Geschwindigkeit die zulässige überschreiten, kriegt man Post mit einer Rechnung. In Deutschland nicht zulässiges Verfahren.
Beste Grüße rhh64
zuletzt bearbeitet 21. Apr. 2012
667 Beiträge · seit 200621. Apr. 2012 · #7
Mich würde mal interessieren, ob die Daten IM Fahrzeug gespeichert werden und hinterher bei der Rückgabe ausgelesen werden. Oder werden sie kontinuierlich gesendet? Nur so könnte man ja ein gestrandetes Fahrzeug lokalisieren.

Im übrigen kann ich nur rhh64 bestätigen: Die Umgangsweise mit Mietfahrzeugen ist manchmal grausam: schleifende Kupplungen, zu hohe Geschwindigkeiten, ungeprüfte Wasserdurchfahrten, dann muss schon beim Anfänger auch gleich van Zyls herhalten. Man kann nur den Kopf schütteln. Und dann wird bei der Rückgabe gejammert "ich war's nicht!"

Gruss
Helmar
Gast21. Apr. 2012 · #8
Helmar schrieb:Mich würde mal interessieren, ob die Daten IM Fahrzeug gespeichert werden und hinterher bei der Rückgabe ausgelesen werden. Oder werden sie kontinuierlich gesendet? Nur so könnte man ja ein gestrandetes Fahrzeug lokalisieren.
Technisch sind beide Varianten am Markt erhältlich, also Auslesen nach Rückgabe oder automatischer Upload sofern Mobilfunknetz oder in der Extremvariante Sat-Verbindung verfügbar. Ich vermute das in Namibia primär die erste Variante genutzt wird. Die andere produziert zusätzliche Betriebskosten, die sich aber möglicherweise durch günstigere Versicherungstarife rentieren.

Wenn man mit Mietwagen etwas abseits der normalen Strecken fahren will, sollte man das unbedingt schon vor der Buchung mit dem Vermieter abklären. Sagen, dass man nur zu den Epupa Falls fährt und dann "heimlich" den Van-Zyls-Pass fahren zu wollen, ist heutzutage eine ganz blöde Idee. Hauptzweck der Boxen ist aber normalerweise nicht, verbotene Strecken nachzuweisen, sondern Schäden aufzuklären und dabei insbesondere zu schnelles Fahren nachzuweisen.

Africa4x4Rentals weist auch darauf hin, dass eine GPS-Box eingebaut ist und bietet an, nach der Reise den Track auszuhändigen.

Beste Grüße

Guido
1'723 Beiträge · seit 200921. Apr. 2012 · #9
bei asco wird sehr klar darauf hingewiesen, dass die autos mit boxen ausgestattet sind;. das muss man beim abholen des autos sogar unterschreiben..

wenn man also huebsch brav ist, sollte big-brother da kein hindernis sein, oder .. ??
wuerde halt nicht bei asco buchen wenn ich waffen schmuggeln wollte oder so .. lol !!

nee mal im ernst, wo ist das problem wenn die wissen wo man war ?? was mich mehr nervt ist dieses "alle mittel und wege suchen um eine eventuelle schuldabweisung " zu machen (von asco seite aus) .. aber gut, so ist das wohl
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
4'451 Beiträge · seit 200823. Apr. 2012 · #10
Hallo,

so wie es Guido schreibt:

Africa4x4Rentals weist auch darauf hin, dass eine GPS-Box eingebaut ist und bietet an, nach der Reise den Track auszuhändigen....

dazu möchte ich gerne noch hinzufügen, das ja auch noch eineTrackvision dazu zu haben ist. 🙂 Wir haben zwar nicht bei Afrika4x4Rrentals , das Ganze ausprobiert. Von unsere diesjährige Reise in den KTP haben wir nun dadurch ein interaktives Photoalbum mit dem wir die Reise praktisch nochmal durchleben koenen, weil sie ja auch den Track auf Googleearth anzeigt. Ist eine super Sache.:)
Wer dazu näheres wissen möchte kann mich ja per pm fragen.:)

Liebe Grüße
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
zuletzt bearbeitet 23. Apr. 2012
2'779 Beiträge · seit 200723. Apr. 2012 · #11
In den USA wird zur Zeit eine Gesetzesvorlage für Inkrafttreten im 2015 diskutiert
MAP-21 (Moving Ahead for Progress in the 21st century Act)
Einer der Artikel verlangt dass BLACK BOXES schon ab Fabrik in allen Autos eingebaut werden sollen. Grund: Man will Unfälle besser aufklären können anhand von aufgezeichneten Informationen wie Geschwindigkeit, Bremsen, Sicherheitsgurte und genauer Zeitpunkt wann airbags aktiviert wurden. hier der vollständige Text:
www.govtrack.us/congress/bills/112/s1813/text
gruss
leona
Gruss Leona
Themenstarter5 Beiträge · seit 200723. Apr. 2012 · #12
Na, mit so viel Interesse an diesem Thema hätte ich ja gar nicht gerechnet, ist aber interessant!

Also, um's nochmal deutlich zu sagen: Ich habe grundsätzlich nix gegen Blackboxes, wüßte nur aber gerne wahrheitsgemäß bzw. vollständig vorher, was da aufgezeichnet wird.


Hergang:
- Bei der Übernahme stank das Auto, m.E. nach Kupplung. "Werden wohl die neuen Bremsen sein; das gibt sich!"
- Am 2. Tag zurück zu ASCO, da ...
1. zum Gangwechsel der Motor jaulend bis 3.600 RPM hochgejubelt werden mußte.
2. 'Berge' um Windhoek herum nur im 2., manchmal sogar nur im 1. Gang zu meistern waren.
3. das Auto nicht über 80 km/h laufen wollte
4. das Auto extrem langsam nur beschleunigte.
5. das Stinken nicht nachließ.
Die Bremsen wurden überprüft und waren in Ordnung. Zum Stinken keine Idee. Zu 1. bis 4. nach einer Probefahrt: "Das ist bei diesem großen 4,2 Ltr.-Motor so. Da muß man sich erst dran gewöhnen!" Ein Ersatzauto war sowieso nicht verfügbar. - Na gut, dann also ...

Tatsächlich wurden 1., 3., 4. und 5. mit der Zeit besser.
2. aber blieb so: Berghoch oft nur im 2. Gang, sogar blieb uns das Auto 2x auf öffentlicher, geteerter Straße stehen und war nur im "4x4-L" zu überreden, überhaupt weiterzukriechen.

Dann ging das Differential kaputt (ohne Öl = NISSAN-Garantie). 7 Tage in der Werkstatt, d.h. Hotel, Restaurants und Mietauto - ASCO versprach den Kostenaufwandsausgleich.

Und schließlich doch die Kupplung! Am 3. Tag danach bekamen wir ein Ersatzauto.

Am letzten Tag dann 'Abrechnung'. Ja schon, aber anders als gedacht:
- NISSAN-Attest: "Fahrerfehler! - nix Garantie!"
- ASCOs GPS-Ausdrucke auf dem Tisch. Ausgelesen und durchsucht hatte man anscheinend unsere gesamte Fahrstrecke, detailliert dann insbesondere die letzten 1.000 km ab etwa Popa Falls entlang des Kunene bis Epupa (die letzten 90 km am Fluß waren nicht befahrbar).
Ab Ruacana bis Dorslandtrekker Memorial waren die Ausweichstrecken (Hochwasser) zwar z.T. anspruchsvoll, aber als "unsuitable" für einen NISSAN PATROL würde ich die nicht bezeichnen.
Das Hauptargument: "Nach mehreren tausend Kilometern können die Anfangsprobleme nichts mehr mit der verkohlten Kupplungsscheibe zu tun haben!" Beweise mal das Gegenteil !?
Und dann das Resultat: "Die Reparaturkosten sind genauso hoch wie Eure Ansprüche gegen ASCO, also sind wir quitt; es gibt keine Aufwandsentschädigung".
Und das 1 Stunde vor Abfahrt zum Flughafen. Was machste da? Guckste nur dumm! Nix kannste da mehr tun. Rumschreien, sich prügeln oder zum Kadi rennen - alles unnütz und aussichtslos.
In gewisser Weise können wir ja ASCO sogar verstehen. Wär's bei anderen besser gelaufen? Deshalb sind wir denen auch nicht so richtig böse.

Wir trösten uns damit, daß der Abschluß einer Zusatzversicherung für die 3 Monate teurer als dieser jetzige 'Verlust' gewesen wäre und wir - vielleicht - etwas für die Zukunft dazugelernt haben.

Grüsse an alle,
Chinga
zuletzt bearbeitet 23. Apr. 2012
5'479 Beiträge · seit 200924. Apr. 2012 · #13
Mich würde mal sehr interessieren, was Euch denn als "Fahrfehler" angekreidet wurde. Ist ja im Zweifelsfall ein sehr dehnbarer Begriff.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
Themenstarter5 Beiträge · seit 200724. Apr. 2012 · #14
Hallo Topobär,

genau das habe ich auch gefragt. Antwort: "Fahrerfehler heißt hier, den linken Fuß permanent auf dem Kupplungspedal zu haben.
... was ich aber definitiv nie habe! In 42 Jahren Fahrpraxis - davon 20 Jahre beruflich mit 4x4 in den Bergen und im Gelände unterwegs - und oft mehr als 50.000 km/Jahr habe ich es nicht geschafft, auch nur eine einzige Kupplung 'hie' zu machen.
Aber laut NISSAN Windhoek gibt es keine andere Erklärung*. Ist ja auch lukrativer, solch 'Attest' auszustellen und die Arbeiten bezahlt zu kriegen als sich mit Garantiesachen herumzuplagen.

* Doch! Der Meister meiner Werkstatt hier hat mir bestätigt, daß - wenn beim Einbau des Antriebsstranges auch nur das Geringste "schief" läuft - es durchaus passieren kann, daß die Kupplungsscheibe nicht (immer) 100% angepreßt wird und permanent oder auch nur bei besonderen Druckbelastungen mitschleift. Je nachdem kann dies ganz schnell oder auch erst nach zig-tausend Kilometern zum Exitus führen.
Da in unserem Fall das Hinterachsdifferential ebenfalls seinen Geist aufgegeben hatte und dies als Garantiesache anerkannt wurde, könnte die Vermutung naheliegen, daß es sich bei beiden Problemen ursächlich um ein und denselben Produktions- bzw. Installationsfehler gehandelt haben könnte. (Alles natürlich in Möglichkeitsformen)

Diese These könnte auch durch die Tatsache untermauert werden, daß in Opuwo einer der Jungs, die das Getriebe abbauten, mich rief und mir erklärte, daß von mehreren Schrauben einige nicht fest waren oder fehlten. Ich gab dies telefonisch an ASCO weiter. Als ich den Jung' später bat, mir dies schriftlich zu geben war er jedoch total zugeknöpft. Bei der Abrechnung bei ASCO kam auch dies auf den Tisch, aber ohne Bestätigung in Händen ...

Irgend etwas heute noch nachzuweisen dürfte inzwischen unmöglich sein. Hab auch keine Lust mehr ...

Gruß
Chinga
zuletzt bearbeitet 24. Apr. 2012
5'479 Beiträge · seit 200925. Apr. 2012 · #15
Da wird sogar jede Bewegung des Kupplungspedals mit aufgezeichnet?! Krasse Überwachung.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
Gast25. Apr. 2012 · #16
Hallo,

es ist immer ungerecht und ärgerlich, wenn man für einen Schaden in Haftung genommen wird, den man nicht verursacht hat. Chinga hat nun wohl darunter zu leiden, dass die Diagnose "Kupplung kaputt = Touri schuld" in 99 von 100 Fällen richtig ist. Das geht sehr schnell und kommt wohl recht häufig vor. Viele Vermieter schreiben deshalb auch in die Mietbedingungen, dass Kupplungsschäden in keinem Fall versichert sind.

Beste Grüße

Guido
4'451 Beiträge · seit 200825. Apr. 2012 · #17
Guido schreibt:
"es ist immer ungerecht und ärgerlich, wenn man für einen Schaden in Haftung genommen wird, den man nicht verursacht hat."


so wie es Guido schreibt:

Africa4x4Rentals weist auch darauf hin, dass eine GPS-Box eingebaut ist und bietet an, nach der Reise den Track auszuhändigen....

dazu möchte ich gerne noch hinzufügen dass wir diese Box auch ausprobiert haben (allerdings nicht bei Africa4x4Rentals sondern vom Hersteller selbst ), und wir sind begeistert! 🤩 Von unsere diesjährige Reise in den KTP haben wir nun dadurch ein interaktives Photoalbum mit dem wir die Reise praktisch nochmal durchleben koennen, weil der Track auf Googleearth angezeigt wird, zusammen mit den Bildern, und zwar genau da wo wir die Bilder gemacht haben.:) Das Teil heisst TrackVision und ist eine super Sache, besser als jede Diashow! 🤩

Wer dazu näheres wissen möchte kann mich ja per pm fragen.

Liebe Grüße
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
zuletzt bearbeitet 28. Apr. 2012
727 Beiträge · seit 200825. Apr. 2012 · #18
Chinga schrieb:Na, mit so viel Interesse an diesem Thema hätte ich ja gar nicht gerechnet, ist aber interessant!
Hallo Chinga,

das große Interesse daran liegt daran, dass sich hier doch viele über das "Damoklesschwert" Mietwagen Gedanken machen, das im schlimmsten Fall dazu führen kann, das so ein Urlaub mehrere 10.000 Euro kosten kann. Natürlich möchte man dann alles mögliche tun, um dieses Risiko zu minimieren.

Was ich, wie anscheinend auch einige andere, nicht verstehe ist der Zusammenhang zwischen GPS-Aufzeichnung und dem Kupplungsproblem. Oder gibt es da keinen, und Du wolltest nur darauf hinweisen, dass auch per GPS aufgezeichnet wird.
Chinga schrieb:Wir trösten uns damit, daß der Abschluß einer Zusatzversicherung für die 3 Monate teurer als dieser jetzige 'Verlust' gewesen wäre und wir - vielleicht - etwas für die Zukunft dazugelernt haben.
Was für eine Versicherung wäre das denn gewesen, die einen Kupplungsschaden mit abdeckt?

Gruß

Dino
zuletzt bearbeitet 25. Apr. 2012
Gast25. Apr. 2012 · #19
Hallo,
dino schrieb:Was ich, wie anscheinend auch einige andere, nicht verstehe ist der Zusammenhang zwischen GPS-Aufzeichnung und dem Kupplungsproblem. Oder gibt es da keinen, und Du wolltest nur darauf hinweisen, dass auch per GPS aufgezeichnet wird.
Ich kann nicht für Chinga sprechen. Aber falls man sieht, dass der Schaden zu einem Zeitpunkt auftrat, in dem man laut GPS-Log in schwerem Gelände unterwegs war, dann liegt eben die Vermutung nahe, dass der Schaden durch falschen Einsatz der Kupplung auftrat. Die Vermutung kann im Einzelfall natürlich trotzdem falsch sein, aber dank Beweislastumkehr hat man dann schlechte Karten.

Beste Grüße

Guido
Themenstarter5 Beiträge · seit 200725. Apr. 2012 · #20
Guten Morgen Dino,

richtig, eigentlich wollte ich hier nur auf das mir bis dahin nicht bekannte - und ich dachte, das ginge anderen evtl. noch ebenso - GPS-Tracking aufmerksam machen, das nicht nur 'die bei einem Unfall gefahrerene Geschwindigkeit' aufzeichnet, sondern meinen gesamten Urlaubs-Lebenslauf.

Das mit der Kupplung war nun mal der Auslöser, wodurch ich überhaupt von diesem Umfang der Aufzeichnungen erfuhr, da man mir damit ja die Nutzung von 'unsuitable roads' - auch ein schön dehnbarer Begriff! - und damit die Verursachung des Schadens unterstellen wollte.

Warum dieses Thema nun hier so interessiert hast Du ja schon angeführt.
Da einige zur Ursache detaillierter fragten ist's stärker zum Thema Kupplungsschaden hingelaufen. Hätte sicherlich unter einer anderen Überschrift erscheinen können.

Zur Selbstbeteiligungsausschlußversicherung: Kannst recht haben, daß so etwas tatsächlich nicht mit abgedeckt gewesen wäre. Egal jetzt.

Gruß
Chinga