Hallo Zusammen
Ich muss da mal Britz kritisieren.
Wir waren im März 2011 das erste mal in Namibia (Hochzeitsreise). Das in der Schweiz gebuchte Fahrzeug bei Britz in Windhoek war ein Single Cab Hilux mit Schlafbox.
Bei der Hinfahrt hat unser Hotel uns darauf aufmerksam gemacht, dass uns Britz das Taxi bezahlen muss, was die dann wiederwillige taten.
Von diesem Moment an ging's dann auch so weiter. Der Chef war unfreundlich und offenbar etwas "arbeitsscheu". Die Registrierung etc. ging flott und freundlich von Statten. Als uns dann das Fahrzeug gezeigt wurde, war's dann mit der Freunde vorbei.
Es begann schon mit dem Stossfänger, der gar nicht mehr angebracht war. "Abgebrochen". Die Bruchstellen sah man auch noch sehr deutlich. Das Fahrzeug hatte x-Tausend km und war zerkratz und allgemein in einem sch... Zustand. Wir haben das bemängelt und dem Chef gesagt, dass wir das Fahrzeug nicht akzeptieren. Wie haben einen seeeehr stolzen Betrag für ein einwandfreies Fahrzeug bezahlt.
Ca. 1 1/2 Stunden, einigen Telefonaten und unfreundlichen Worten später, präsentierte man uns "das einzig noch verfügbare Fahrzeug (der Hof stand voll mit ca. 30 Fahrzeugen)". Ein Double Cab mit 2 Zelten.
Da es schon einiges nach Mittag war, beugten wir uns und sagten zu. Das Fahrzeug war OK, 25'000 km und noch alles dran. Wir mussten "nur" noch eine zusätzliche Schreibgebühr (service-Fee) bezahlen. Für was auch immer...
Nett war, dass uns ein Angestellter zu einem Shopping gefahren hat. So konnten wir uns mit dem nötigsten eindecken, während das Fahrzeug gereinigt wurde.
Bei der Übergabe konnte uns der Mitarbeiter von Britz nicht einmal die einfachsten technischen Fragen beantworten (Geschwindigkeit für Übersetzungswechsel). Da wir es wüsten, liessen wir es dann sein mit den Fragen... Wir waren froh als wir dann endlich losfahren durften.
Beim ersten Aufbau der/des Zelte/s bemerkten wir, dass die Zelte defekt waren. Schnüre waren ausgerissen und Befestigungshaken für das Aussenzelt fehlten. Da die Regenzeit noch immer sehr aktiv war, frohlockten wir nicht gerade. Konnten uns jedoch mit Bestandteilen unserer Kleidung aushelfen (Bändel von Pulli für die Befestigung der Aussenzelte... Danke an die tollen Jahre und die vielen Improvisationserfahrungen in der Pfadi). Einige Nächte verbachten wir des zu starken Regen halbers in Hotels/Lodges.
Der Aufbau war an einer Stelle nicht verschraubt.
Die Ausrüstung war kümmerlich und zusammengewürfelt. Der Tisch dreckig (konnte nicht mehr sauber gemacht werden) und der Wassertank lose (hing nur noch an einem rissigen, von 3! Befestigungsgurten). Der Schubladen-Einbau war aus einem anderen Fahrzeug und deckte nicht die gesamte Fläche ab. Der Wagenheber war lediglich mit einer von 2 Muttern befestigt (O-Ton Britz: "Kein Problem, das geht schon. Haben gerade keine andere Mutter da.") und baumelte wie ein Damoklesschwert über den losen (Halterungen waren defekt und konnten nicht angezogen werden) Gasflaschen. Wir fanden die Mutter dann irgendwo auf der Ladefläche und konnten uns so vor der drohenden Explosion schützen.
Alles in allem war das Preis-/Leistungsverhältnis in keiner Relation.
Das Fahrzeug (ohne die Ausrüstung) war tipptopp. Diese werden von Britz bei Europcar gemietet. Britz schraubt dann noch ihren Auf/Einbau an und bestückt die Fahrzeuge mit allem nötigen.
Wir sind echt nicht Nörgler - aber - das war zu viel des Guten. Wir haben für 3 Wochen einen guten Schweizer Monatslohn bezahlt(und das für das einfachere Modell!). Dann sind die Erwartungen auch hoch. Wäre das Fahrzeug günstiger gewesen, hätten wir und nicht so fest geärgert.
Dass wir dann bei der Abgabe nochmals fast um unseren Transfer gebracht wurden, machte die Sache nicht besser. Erst als die Mitarbeiterin den Vertrag kontrollierte, war dann das Taxi ins Hotel zügig bestellt. Als Wiedergutmachung versprach man uns einen Flughafentransfer. Dass dieser mit über 45 Minuten Verspätung eintraf rundete unser Britz Erlebnis ab und wir verliessen Namibia als jene Passagiere die über das Rollfeld zum wartenden Flugi rennen....
Britz weigert sich bis Heute, seine schlechte Leistung mit einer Entschädigung erträglicher zu machen. Daher dieser Beitrag.
Fazit:
1. Nie mehr Britz!
2. UMGEHEND bei einem Problem den Reiseveranstalter mit seinen örtlichen Mitarbeitern um Hilfe fragen.
3. Fahrzeug evtl. vor Ort anmieten. Dann weiss man was man hat und kann der Preis noch "mitgestalten"
Zum Schluss: Die Reise war unvergesslich schön! Wir würden am liebsten wieder nach Namibia reisen. Da war das Auto egal. 🙂
Gruss, Eisbär