AUA...........😃 🤩 🤩 ...ja leck mich... Ich kenne die Brücke nur allzugut, war da im Oktober 11, hatte aber irgendwie die Hosen voll da runter zu hüpfen, zumal ich einen anderen Bungeeunfall im Hinterkopf hatte, aber da ist der Kerl nicht so glimpflich davon gekommen.
Ich fass es nicht. Auch wir waren im Oktober 2011 "vor Ort" und haben in dem Restaurant auf Sambiaseite ein paar Mosi-Bierchen geschlappert. Schöner Blick zur Brücke und ich muss gestehen, nicht 100 Pferde würden mich da runterspringen lassen.
Aber einen Tandemsprung mit Bloke könnte ich mir schon vorstellen. 🙂 😎 🤩
Zum Glück ist der jungen Frau nichts passiert, trotzdem sollte man diese Leute dort verklagen. Das geht ja nun mal gar nicht, dass da ein Seil reißt.
Wir waren auch an der Brücke und ich hätte nicht für 10000 Euro (die man mir zahlt) den Bungee-Sprung dort gemacht. Wer sich die Schlampigkeit im Umgang mit sicherheitsrelevanten Dingen dort ansieht, der sollte sich des deutlich höheren Risikos bewusst sein. Es gibt keine deutschen Sicherheitsstandards, keinen TÜV, keine sachkundige Materialprüfung, kein Qualitätsmanagement usw. ... nur das Interesse Dollars zu machen. Habe mit Leuten, die freiwillig solche unnützen Risiken eingehen, kein Mitleid. Hart, aber wahr!
was ich auch sehr schockiert ist der Fakt, das da offensichtlich kein Boot zur Stelle war, um die Springerin gleich aufzunehmen. Die arme Frau musste auch noch eine Weile (mit zusammengebunden Füssen) im Fluss treiben.
Ob an diesem Tag noch jemand gesprungen ist?
Gruß Carl
Madam und Boss Unterwegs (2014/15)
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rhh64 schrieb: Habe mit Leuten, die freiwillig solche unnützen Risiken eingehen, kein Mitleid. Hart, aber wahr!
Mitleid bekommste geschenkt , und wer will das schon 😄
bayern schorsch schrieb:
Aber einen Tandemsprung mit Bloke könnte ich mir schon vorstellen. 🙂 😎 🤩
LG der bayern schorsch
Keine Sorge Schorsch, mit dir würd ich eh ned springen, du hast ja schon VOR dem Absprung die Hosen voll 😉
aber abgefahren ist GANZE schon
LG Bloke
Rodrigo1'125 Beiträge · seit 200609. Jan. 2012 · #9
Ja, das Mädchen hat Glück gehabt. Ich selber habe mal gesehen, wie sich dort jemand auf den Sprung von dieser Brücke vorbereitet und hab weggeguckt. Ich wollt's nicht sehen. Nicht nur, weil's mich gruselt, sondern weil mir jedes Verständnis dafür fehlt. Das ist kein Maßstab, ich weiß, jeder, wie er will, und dann ist's auch gut so, aber mir sind dieser Kick, dieses Ausloten von (sinnlosen) Grenzerfahrungen, diese im Erfolgsfalle eintretende Selbstbestätigung unglaublich fremd. Bin halt ein genießerischer Biedermeierbürger .... Rodrigo
Also, wie bescheuert ist die denn. Da lässt man sich an einer maroden Brücke mit einem total zerfransten Seil festzurren und springt dann in die Tiefe… unter einem ein reißender Fluß und das alles noch in Mugabes ZIM.
Auf alle Fälle gibts jetzt wohl endlich ein neues Seil
EDIT: Ich möchte mich entschuldigen dafür, dass ich gleich zu Beginn des Beitrags selber pauschalisiert habe. Die z.T. sehr irrationalen (oder so) Beiträge haben mich etwas aufgeregt, darum wohl auch diese nicht ganz faire Extrapolation des Durchschnittsalters/der Durchschnittsmentalität - sorry 😉
Also irgendwie meine ich anhand der bisherigen Beiträge erahnen zu können, was für eine Durchschnittsmentalität und -alter hier vorherrscht (ähnlich wie beim Botswana zu Fuss - Thread). Nicht böse gemeint, aber ich muss jetzt einfach meinen Kommentar hinzufügen.
Marode Brücke, total zerfranstes Seil... ernsthaft?! Selten grosser Blödsinn, ich meine denkst du ernsthaft die Brücke gibt wegen einem Sprung nach? Und das Seil sieht bei jedem Bungeestandort so aus, ob TÜV-geprüft in Deutschland oder in Afrika. Es war ja schliesslich nicht das Hauptseil, sondern der Übergang vom Hauptseil zu den Befestigungseilen an der Plattform, welcher gerissen ist. Über die Sicherheitskontrollen am Material kann ich nichts aussagen, aber die Sicherheitskontrollen vor dem Sprung sind professionell. Die laufen standardisiert ab, da wird nicht einfach etwas hinimprovisiert. Und das mit dem Boot ist so eine Sache. Klar müsste man da schnell vor Ort sein können. Aber so ein Seilriss dürfte nicht vorkommen (und kommt ja statistisch gesehen auch so gut wie nie vor (ja ich bin mir des Sarkasmus' in dieser Aussage sehr wohl bewusst)) und wenn doch, wäre der Sturz mit grosser Wahrscheinlichkeit tödlich. Und da dort unten wie auch in Europa halt das Geld regiert, ist eine dauernde Präsenz am Fluss deshalb wohl wegrationalisiert worden. Ob das nun gut ist, aber es wäre hier kaum anders.
Und pauschal jeden als lebensmüde hinzustellen, der da runterspringt ist engstirnig und zeugt von Tunnelblick - was ich nicht mache, sollte niemand tun. Ich verstehe es absolut, wenn man da (oder sonstwo) nicht springen will, aber warum pauschalisiert alle anderstdenkenden als blöde hinstellen?
Glaubt mir, ich hatte selber einen riesen Schock, als ich dieses Video gesehen habe, schliesslich ist diesen Sommer ein Familienmitglied da gesprungen.
Gruss Simon
KOkonno1'457 Beiträge · seit 200609. Jan. 2012 · #12
Ich denke mal mit verklagen ist da nicht viel zu machen. Denn bei solchen Aktionen muss man Texte genauso unterschreiben, wie vor Rundflügen, Fallschirmspringen oder Walking Safaris.
Ob die Geldmacherei wirklich sooo viel schlimmer ist, als zum Beispiel bei Rundflügen übers Sossusvlei wage ich zu bezweifeln. Immerhin haben Unternehmer auch ein Interesse am reibungslosen Ablauf. Denn die nun um die ganze Welt kursierenden Videos sind sicherlich keine Werbung für Zambesi Rafting. Das ich übrigens durchaus als seriöses Unternehmen bezeichnen würde ...
Warum und vor allem WIE sollte denn hinter den Fällen ständig ein Boot kreisen, dass Leute aufnimmt, die bei einem Sprung ins Wasser fallen könnten. Diese Logik erschließt sich mir nicht!
Ah Simon, da haben sich unsere Beiträge überschnitten.
Na ja, 150.000 mal hat es ja geklappt und 150.000 Leute waren danach glücklicher. 1 mal hat es bisher nicht geklappt. Und die Dame war noch glücklicher. Viel mehr Sicherheit geht da ja nicht. Ich habe Robert Mugabe auch nicht an der Brücke gesehen, um am Bungeeseilen von Weißen Farmern rumzumachen. Freuen wir uns über den guten Ausgang und denken lieber an die 45 Toten Selbstfahrertouristen in Namibia in 2011, denn die wußten nicht, was sie tun, oder hatten einfach nicht genügend Glück.
Ich war im November 2008 auf dieser Brücke. Man wurde ja permanent angequascht, ob man nicht springen wollte. Viele Backpacker machen es… wahrscheinlich günstig (kann mich an den Preis allerdings nicht erinnern) und die Abenteuerlust. Ich wäre nicht für viel Geld gesprungen. Das ganze Land ist doch einen ganz maroden Zustand und die Sicherheitsstandards sind mit Europa oder Neuseeland nicht zu vergleichen. Es kann überall immer etwas passieren, aber ich sehe immer wieder das besonders junge Backpacker sehr naiv sind und die Gefahren herausfordern. Dieses Mädchen hatte richtig Glück.
FSO schrieb: ... ob TÜV-geprüft in Deutschland oder in Afrika.
...warum pauschalisiert alle anderstdenkenden als blöde hinstellen?
Gruss Simon
Hallo Simon, da möchte ich Dir mal beispringen 😛 . Einige gefallen sich gerne darin, sofort wild loszutreten. Ohne Kenntnis der Materie, ohne Kenntnis der Verhältnisse vor Ort, und natürlich noch weniger der Situation am Unglückstag (wobei letzteres auch nicht verlangt werden kann). Während in anderen "Unglücksthreads" reihenweise Beileids- oder Genesungswünsche losgelassen werden, gefallen sich einige hier - weil es ja so anders ist? - eben in Tiraden gegen Veranstalter und Teilnehmer. Weltweit dürften täglich hunderte einen Bungeesprung machen, nud es passiert relativ selten etwas. Einzelne Fälle, vor allem in Europa mit seinen tollen Standards - enden mit Verletzungen oder tödlich aufgrund von Materialfehlern oder menschlichen Fehlern oder aus Pech. Ohne die Statistiken genau zu kennen, darf man schätzen, dass das Risiko nicht höher ist als beim Bergsteigen oder einer Skiabfahrt. Oder beim Autofahren in Namibia, wie CM schrieb.
steinbeisser schrieb:Einige gefallen sich gerne darin, sofort wild loszutreten.
Wer ist einige? Wild lostreten sieht anders aus ...
Beste Grüße
rhh64
KOkonno1'457 Beiträge · seit 200609. Jan. 2012 · #17
fahrinurlaub schrieb:Also, wie bescheuert ist die denn. Da lässt man sich an einer maroden Brücke mit einem total zerfransten Seil festzurren und springt dann in die Tiefe… unter einem ein reißender Fluß und das alles noch in Mugabes ZIM.
Auf alle Fälle gibts jetzt wohl endlich ein neues Seil
Zambesi Rafting ist ein Unternehmen in Sambia und hat ein internationales Büro in London. Nur zur Information.
Bernd1'182 Beiträge · seit 200610. Jan. 2012 · #18
Genau, Rafting ist auch sehr popular dort und die website des Auswärtigen Amtes warnt seit Jahren vor diesen Aktivitäten. Ich kann nur wiederholen… auch mit Büro in London (was garantiert das schon): Die Sicherheitsstandards in Afrika (ausgenommen Südafrika) entsprechen in keinster Weise denen in Europa, NZ oder Nordamerika. Wer viel durch Afrika reist weiß das!
Als wir dort waren ist kaum jemand gesprungen. Um so aufdringlicher wurde man angesprochen.
fahrinurlaub schrieb:Genau, Rafting ist auch sehr popular dort und die website des Auswärtigen Amtes warnt seit Jahren vor diesen Aktivitäten. Ich kann nur wiederholen… auch mit Büro in London (was garantiert das schon): Die Sicherheitsstandards in Afrika (ausgenommen Südafrika) entsprechen in keinster Weise denen in Europa, NZ oder Nordamerika. Wer viel durch Afrika reist weiß das!
Als wir dort waren ist kaum jemand gesprungen. Um so aufdringlicher wurde man angesprochen.
Sicher nicht repräsentativ, nur mal für einen Eindruck (aus Wiki):
13. Mai 2000: Ein 22-Jähriger kam beim Absprung aus einer Luftseilbahn beim Stechelberg (Schweiz) ums Leben, weil bei den Vorbereitungen die Seile möglicherweise verwechselt wurden und der Springer daraufhin mit dem zu langen Seil ungebremst auf dem Boden aufschlug.
2000: Eine 22-jährige Frau zog sich beim Sprung vom Turm im Wiener Prater einen Armbruch und Prellungen zu, als sich nach zehn Metern die Sicherheitshalterung löste und sie auf ein Luftkissen fiel.
September 2002: Die Mitarbeiter eines Bungee-Sprungkranes an der Regattastrecke in Oberschleißheim benutzten das falsche Seil, ein 22-Jähriger verletzte sich schwer, als er mit dem Gesicht voran auf dem Wasser aufkam.
21. Juli 2003: Ein 31-Jähriger verunglückte tödlich, als beim Sprung vom Dortmunder Fernsehturm aus 150 m Höhe das Seil riss. Die Ursache bleibt ungeklärt, da das Verfahren eingestellt wurde; die Staatsanwaltschaft ging von einem überalterten Seil aus, das Amtsgericht Dortmund schloss sich dieser These im Mai 2005 jedoch nicht an und lehnte die Eröffnung einer Hauptverhandlung wegen der unklaren Sachlage zunächst ab. Die Staatsanwaltschaft ließ daraufhin ein zweites Gutachten zur Unfallursache erstellen. Insbesondere dieses Gutachten veranlasste das Amtsgericht im September 2007 dazu, eine Hauptverhandlung anzustreben. Außerdem ergab ein meteorologisches Gutachten, dass das Seil möglicherweise nicht hätte eingesetzt werden dürfen, da es hierfür am Unfalltag zu heiß war. Der Prozess wegen fahrlässiger Tötung gegen den Sprunganlagenbetreiber Jochen Schweizer sollte schließlich im Februar 2011 beginnen, das Verfahren wurde aber unter Zustimmung der Prozeßbeteiligten eingestellt. Schweizer zahlte 40.000 Euro an die Hinterbliebenen, spendete auf Wunsch der Eltern des Toten 15.000 Euro an ein Kinderhospiz und übernahm die bereits angefallenen Verfahrenskosten von 35.000 Euro.
1. August 2005: Ein 20-jähriger Mann verunglückte bei einem Sprung an einem Bungeeseil im Wiener Prater schwer. Der Mann ließ sich zusammen mit einem Freund am Seil von einer 55 Meter hohen Plattform fallen. Beim Wiederhochschnellen wickelte sich das Seil um seinen Hals. Er erlitt schwere Verletzungen am Halswirbel und war bewusstlos. Sein Partner blieb unverletzt.
2. Mai 2009: Ein junger Mann und seine Freundin stürzten aus zwei Meter Höhe nach einem Tandem-Bungeesprung an der Oberschleißheimer Regattastrecke auf den Asphalt und wurden schwer verletzt, da das Seil zu früh vom Kran gelöst wurde.