Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
Schädel aus Kolonialzeit
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
Was passiert denn nun mit den vielen anderen Schädeln, die noch in D sind?
Grüße
Schmetterling
Grüße
Schmetterling
Den Moment genießen heißt das Leben genießen.
Schmetterlinge
Werden eingetütet und per DHL geschickt.
3sat Bericht:
klingt, als ob es noch dauern könnte, bis Namibia die Schädel zurück erhält...
Die Schädel lagern bis heute in den Kellern deutscher Universitäten – in Freiburg und Berlin. Die Charité in Berlin gibt nun, nach langen Verhandlungen, 20 der geraubten Schädel zurück. "Die Charité möchte um Entschuldigung bitten bei den Völkern in Namibia, bei der Regierung in Namibia und möchte zugleich eben die Schädel, die jetzt von unserer Seite identifiziert werden konnten, zurückgeben", so der Sprecher der Charité Thomas Schnalke. Weitere 20 Schädel sollen bis September 2012 folgen. Hier müssen die Wissenschaftler noch untersuchen, ob sie wirklich aus Namibia kommen.Quelle: 3sat
klingt, als ob es noch dauern könnte, bis Namibia die Schädel zurück erhält...
Den Moment genießen heißt das Leben genießen.
Schmetterlinge
Guten Abend Oryxs,
über deinen Beitrag solltest du noch einmal in Ruhe nachdenken.
Das meint piscator
über deinen Beitrag solltest du noch einmal in Ruhe nachdenken.
Das meint piscator
Heute morgen in der "TAZ":
30.09.2011
Historiker über deutschen Krieg in Namibia
"Immer noch eine offene Wunde"
Historiker Joachim Zeller über Deutschlands Kolonialvergangenheit, gezielte Reparationen an Herero und Nama und warum die Kanzlerin nach Namibia reisen sollte.Interview Elena Beis
taz: Hereros vergleichen den deutschen Krieg in Namibia mit dem Holocaust.
Joachim Zeller: Der Krieg in Namibia war ein genozidaler Vernichtungskrieg und hat durchaus Parallelen zum Holocaust. In den namibischen Lagern wurden beispielsweise wie auch in den Konzentrationslagern des Dritten Reiches nicht nur kriegsführende Männer, sondern auch Frauen, Kinder, und Alte unterschiedslos inhaftiert und zu Zwangsarbeit verpflichtet.
Über 100 Jahre sind vergangen. Warum soll man das jetzt wieder aufrollen?
Weil es ein ungelöster Konflikt ist. Auch Deutschland war, mit und ohne eigene Kolonien, immer am europäischen Kolonialprojekt beteiligt. Wir haben koloniale Strukturen wie ehedem, vor allem auf der Ebene der Wirtschaft. Afrika dient uns Industrieländern wie damals vor allem als Rohstofflieferant. Bisheute liegen Gebeine namibischer Kriegsgefangener in unseren Magazinen und geraubte Kulturgüter in unseren Museen. Bis heute sitzen deutschsprachige Weiße auf Herero-Land, das in der Kolonialzeit enteignet wurde. Und bis heute kämpfen Bevölkerungsgruppen um deren Rückgabe. Die Kolonialvergangenheit ist für die Betroffenen sehr präsent. Und wir müssen die andere Perspektive sehen.
Deutschland hat seine koloniale Vergangenheit verdrängt. Warum?
Nach 1945 hat der Holocaust unsere Auseinandersetzung mit der Vergangenheit dominiert und der Rest ist in den Hintergrund gerückt. Wer aber schon einmal in Namibia war, weiß wie schmerzlich lebendig die Erinnerung an den Krieg zwischen 1904 und 1908 noch immer ist. Die Hereros und Namas wurden damals enteignet, und haben alles verloren. Das ist immer noch eine offene Wunde.
JOACHIM ZELLER
, geboren in 1958 in Swakopmund/Namibia. Historiker und Herausgeber des Bandes "Völkermord in Südwestafrika".
Wird die Bundesregierung diesen Völkern, so wie sie es fordern, Reparationen zahlen?
Unter der Überschrift "Reparation" wird kein Euro fließen. Berlin will keinen Präzedenzfall schaffen, indem es für Kolonialverbrechen Reparationen zahlt, die auch noch als solche tituliert sind - denn dann würden noch ganz andere Fässer aufgemacht werden müssen. Niemand von den ehemaligen Kolonialmächten hat daran Interesse. Zudem führt die Bunderegierung nur Gespräche auf Regierungsebene, also von Berlin zu Windhoek. Die namibische Regierung sagt aber, wir kriegen von Deutschland Entwicklungshilfe und das reicht uns.
Die namibische Regierung ist gegen Reparationen an ihr eigenes Volk?
Die namibische Regierung wird von Ovambos geführt. Ovambos haben unter der deutschen Kolonialherrschaft weder Land verloren, noch viele Opfer zu beklagen gehabt. Sie sind zufrieden, denn der namibische Staat erhält exorbitant hohe Entwicklungshilfeleistungen - pro Kopf die höchsten, die Deutschland gibt. Die Ovambo-Regierung möchte außerdem nicht, dass es gesonderte Zahlungen an die Herero und Nama-Völker gibt, mit dem Argument, dass das den Tribalismus in Namibia anheizen könnte.
Warum erkennen die Nama und Herero die Entwicklungshilfe nicht als Reparation an?
Die namibische Regierung kommt den Hereros nicht entgegen. Im Kernland der Herero sitzen heute noch weiße deutschsprachige Farmer. Es hat nur vereinzelte Aufkäufe von weißen Farmen gegeben, die dann in schwarze Hände übergeben wurden, aber keine wirklichen Fortschritte in der Landreform. Die Regierungbehauptet, sie hätte kein Geld dafür.
Was wäre von der Bundesregierung ein angemessenes Verhalten diesem Völkermord und den betroffenen Menschen gegenüber?
Artikel zum Thema
Kommentar Rückgabe von Herero-Gebeinen
Keine Anerkennung
Deutsche Kolonialgeschichte
Der verleugnete Völkermord
Rückgabe von Herero-Schädeln
"Die Wahrheit muss ans Licht"
Eklat bei Rückgabe der Herero-Gebeine
Bis auf die Knochen blamiert
Der Bundepräsident oder die Bundeskanzlerin - und keine zweitrangige Ministerin - müssten nach Namibia fahren und sich dort dazu bekennen, was geschehen ist. Wenn es um den Holocaust geht, bekennt man sich offen zu dem, was man verbrochen hat, in Bezug auf die Kolonialvergangenheit wird geschwiegen. Dort müsste man eine speziell auf die Herero und Nama fokussierte Reparation leisten. Das müssen keine Milliarden sein, sondern man kann beispielsweise dort ein Ausbildungszentrum bauen. Und das müsste in Form eines Dialogs stattfinden, damit die namibische Seite das Gefühl hat, dass sie ernstgenommen wird. So eine Geste könnte Wunden heilen. Die Menschen warten dort darauf.
30.09.2011
Historiker über deutschen Krieg in Namibia
"Immer noch eine offene Wunde"
Historiker Joachim Zeller über Deutschlands Kolonialvergangenheit, gezielte Reparationen an Herero und Nama und warum die Kanzlerin nach Namibia reisen sollte.Interview Elena Beis
taz: Hereros vergleichen den deutschen Krieg in Namibia mit dem Holocaust.
Joachim Zeller: Der Krieg in Namibia war ein genozidaler Vernichtungskrieg und hat durchaus Parallelen zum Holocaust. In den namibischen Lagern wurden beispielsweise wie auch in den Konzentrationslagern des Dritten Reiches nicht nur kriegsführende Männer, sondern auch Frauen, Kinder, und Alte unterschiedslos inhaftiert und zu Zwangsarbeit verpflichtet.
Über 100 Jahre sind vergangen. Warum soll man das jetzt wieder aufrollen?
Weil es ein ungelöster Konflikt ist. Auch Deutschland war, mit und ohne eigene Kolonien, immer am europäischen Kolonialprojekt beteiligt. Wir haben koloniale Strukturen wie ehedem, vor allem auf der Ebene der Wirtschaft. Afrika dient uns Industrieländern wie damals vor allem als Rohstofflieferant. Bisheute liegen Gebeine namibischer Kriegsgefangener in unseren Magazinen und geraubte Kulturgüter in unseren Museen. Bis heute sitzen deutschsprachige Weiße auf Herero-Land, das in der Kolonialzeit enteignet wurde. Und bis heute kämpfen Bevölkerungsgruppen um deren Rückgabe. Die Kolonialvergangenheit ist für die Betroffenen sehr präsent. Und wir müssen die andere Perspektive sehen.
Deutschland hat seine koloniale Vergangenheit verdrängt. Warum?
Nach 1945 hat der Holocaust unsere Auseinandersetzung mit der Vergangenheit dominiert und der Rest ist in den Hintergrund gerückt. Wer aber schon einmal in Namibia war, weiß wie schmerzlich lebendig die Erinnerung an den Krieg zwischen 1904 und 1908 noch immer ist. Die Hereros und Namas wurden damals enteignet, und haben alles verloren. Das ist immer noch eine offene Wunde.
JOACHIM ZELLER
, geboren in 1958 in Swakopmund/Namibia. Historiker und Herausgeber des Bandes "Völkermord in Südwestafrika".
Wird die Bundesregierung diesen Völkern, so wie sie es fordern, Reparationen zahlen?
Unter der Überschrift "Reparation" wird kein Euro fließen. Berlin will keinen Präzedenzfall schaffen, indem es für Kolonialverbrechen Reparationen zahlt, die auch noch als solche tituliert sind - denn dann würden noch ganz andere Fässer aufgemacht werden müssen. Niemand von den ehemaligen Kolonialmächten hat daran Interesse. Zudem führt die Bunderegierung nur Gespräche auf Regierungsebene, also von Berlin zu Windhoek. Die namibische Regierung sagt aber, wir kriegen von Deutschland Entwicklungshilfe und das reicht uns.
Die namibische Regierung ist gegen Reparationen an ihr eigenes Volk?
Die namibische Regierung wird von Ovambos geführt. Ovambos haben unter der deutschen Kolonialherrschaft weder Land verloren, noch viele Opfer zu beklagen gehabt. Sie sind zufrieden, denn der namibische Staat erhält exorbitant hohe Entwicklungshilfeleistungen - pro Kopf die höchsten, die Deutschland gibt. Die Ovambo-Regierung möchte außerdem nicht, dass es gesonderte Zahlungen an die Herero und Nama-Völker gibt, mit dem Argument, dass das den Tribalismus in Namibia anheizen könnte.
Warum erkennen die Nama und Herero die Entwicklungshilfe nicht als Reparation an?
Die namibische Regierung kommt den Hereros nicht entgegen. Im Kernland der Herero sitzen heute noch weiße deutschsprachige Farmer. Es hat nur vereinzelte Aufkäufe von weißen Farmen gegeben, die dann in schwarze Hände übergeben wurden, aber keine wirklichen Fortschritte in der Landreform. Die Regierungbehauptet, sie hätte kein Geld dafür.
Was wäre von der Bundesregierung ein angemessenes Verhalten diesem Völkermord und den betroffenen Menschen gegenüber?
Artikel zum Thema
Kommentar Rückgabe von Herero-Gebeinen
Keine Anerkennung
Deutsche Kolonialgeschichte
Der verleugnete Völkermord
Rückgabe von Herero-Schädeln
"Die Wahrheit muss ans Licht"
Eklat bei Rückgabe der Herero-Gebeine
Bis auf die Knochen blamiert
Der Bundepräsident oder die Bundeskanzlerin - und keine zweitrangige Ministerin - müssten nach Namibia fahren und sich dort dazu bekennen, was geschehen ist. Wenn es um den Holocaust geht, bekennt man sich offen zu dem, was man verbrochen hat, in Bezug auf die Kolonialvergangenheit wird geschwiegen. Dort müsste man eine speziell auf die Herero und Nama fokussierte Reparation leisten. Das müssen keine Milliarden sein, sondern man kann beispielsweise dort ein Ausbildungszentrum bauen. Und das müsste in Form eines Dialogs stattfinden, damit die namibische Seite das Gefühl hat, dass sie ernstgenommen wird. So eine Geste könnte Wunden heilen. Die Menschen warten dort darauf.
Also ich weiss nicht,
warum wird den Deutschen immer die Schuld gegeben !!??
Habt ihr schon mal bedacht, dass die Nama den Deutschen (Luederitz) verkauft haben !!!
Und die Hereros ebenfalls um ihre Konsumsucht zu stillen. Und auch haben sie die deutschen um Hilfe gebeten um gegen die Namas zu kaempfen. Schutzvertraege wurden gemacht die von den Hereros gebrochen wurden, sprich also haben diese den Krieg angefangen. Und um haaresbreite haetten die Deutschen diesen fast verloren.
Ich koennte jetzt noch so einiges aufzaehlen.
Macht euch doch mal erst ganz genau mit der Geschichte bekannt.
Z.B., das Weisse und Hereros zur gleichen Zeit ins zentrale Namibia kamen ...............
Gruesse
warum wird den Deutschen immer die Schuld gegeben !!??
Habt ihr schon mal bedacht, dass die Nama den Deutschen (Luederitz) verkauft haben !!!
Und die Hereros ebenfalls um ihre Konsumsucht zu stillen. Und auch haben sie die deutschen um Hilfe gebeten um gegen die Namas zu kaempfen. Schutzvertraege wurden gemacht die von den Hereros gebrochen wurden, sprich also haben diese den Krieg angefangen. Und um haaresbreite haetten die Deutschen diesen fast verloren.
Ich koennte jetzt noch so einiges aufzaehlen.
Macht euch doch mal erst ganz genau mit der Geschichte bekannt.
Z.B., das Weisse und Hereros zur gleichen Zeit ins zentrale Namibia kamen ...............
Gruesse
Gondwana schrieb:Also ich weiss nicht,...so ungefähr wie die heutigen Stammesführer die Rechte an den Bodenschätzen "verscherbeln", daraus ihre Millionen im Ausland bunkern, das Volk absolut nichts davon hat und vor Angolas Küste ein US Flugzeugträger stationiert wurde....... Geschichte wiederholt sich und wir machen heute alle mit....
warum wird den Deutschen immer die Schuld gegeben !!??
Habt ihr schon mal bedacht, dass die Nama den Deutschen (Luederitz) verkauft haben !!!
Und die Hereros ebenfalls um ihre Konsumsucht zu stillen. Und auch haben sie die deutschen um Hilfe gebeten um gegen die Namas zu kaempfen. Schutzvertraege wurden gemacht die von den Hereros gebrochen wurden, sprich also haben diese den Krieg angefangen. Und um haaresbreite haetten die Deutschen diesen fast verloren.
Ich koennte jetzt noch so einiges aufzaehlen.
Macht euch doch mal erst ganz genau mit der Geschichte bekannt.
Z.B., das Weisse und Hereros zur gleichen Zeit ins zentrale Namibia kamen ...............
Gruesse
Gruß
Hallo Fomis,
und am Samstag bei FAZ-online und auf Seite 9 der Printausgabe. Während die meisten Medien im Kulturteil darüber berichten erscheint dies im Politikteil. Und erfreulich ist auch, dass das Gedenken und die Geste im Mittelpunkt steht und nicht die ideologische Geschichtsinterpretation. Es gibt noch Lichtblicke in den deutschsprachigen Medien.
Viele Grüße
jaw
und am Samstag bei FAZ-online und auf Seite 9 der Printausgabe. Während die meisten Medien im Kulturteil darüber berichten erscheint dies im Politikteil. Und erfreulich ist auch, dass das Gedenken und die Geste im Mittelpunkt steht und nicht die ideologische Geschichtsinterpretation. Es gibt noch Lichtblicke in den deutschsprachigen Medien.
Viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
Sambezi schrieb:
Viele Grüße
jaw
Geschichte wiederholt sich und wir machen heute alle mit....ja und das praktisch weltweit! Nur uns Deutschen hat man aber über viele Jahrzehnte einen Schuldreflex beigebracht. Die Kolonialgeschichte vieler Völker kennt sehr unschöne Ereignisse. Und der Umgang mit der ursprünglichen Bevölkerung war bei allen Völkerwanderungen kein Freudenfest, wenn die Neuankömmlinge überlegen waren. Deutschland hat hier aber sicher keinen Grund auf seine Kolonialgeschichte mit dieser reflexartigen Selbstdemütigung zu reagieren.
Viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
JAW schrieb:
aber sicher mit ehrlichen, offenen Worten
und Achtung gegenüber namibischen Vertetern.
denkt
Schmetterling
Deutschland hat hier aber sicher keinen Grund auf seine Kolonialgeschichte mit dieser reflexartigen Selbstdemütigung zu reagieren.reflexartig sicher nicht, auch nicht mit Selbstdemütigung
aber sicher mit ehrlichen, offenen Worten
und Achtung gegenüber namibischen Vertetern.
denkt
Schmetterling
Den Moment genießen heißt das Leben genießen.
Schmetterlinge
Fotos der Übergabe in der Charité am 30. September 2011
(Keine Garantie für die Richtigkeit aller Namen - Ich hoffe aber, sie stimmen.)
Viele Grüße
Ina
| Unterzeichnung des Übergabedokumentes | Prof. Dr. Karl Max Einhäupl (Vorstandsvorsitzender der Charité) und Esther Moombolah-/Gôagoses (Heritage Council of Namibia) |
| Begrüßungsrede Prof. Dr. Karl Max Einhäupl |
| Hon. Kazenambo Kazenambo (Minister of Youth, National Service, Sports and Culture) | Chief Kuaima Riruako, Parteivorsitzender der National Unity Democratic Organisation (NUDO), Paramount Chief der Ovaherero |
| Supreme Chief Alfons Maharero, Königshaus der Ovaherero aus Okahandja | Chief Dawid Frederick, Oberhaupt der Nama |
| vor der Charité |
Viele Grüße
Ina
Unsere Website - Reisen ins südliche Afrika:
www.inado.de => SCHWERPUNKT KGALAGADI
Danke Ina für die tollen Bilder.
Ich wundere mich etwas, dass Chief Riruako keine Uniform trug. Aber scheinbar verzichteten auch andere Chiefs darauf.
Viele Grüße
jaw
Ich wundere mich etwas, dass Chief Riruako keine Uniform trug. Aber scheinbar verzichteten auch andere Chiefs darauf.
Viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
Hallo,
ich lese hier ja schon eine Weile mit - ein spannendes Thema von Anfang bis Ende.
Auch von mir vielen Dank an Ina für die Bilder!
Sonne
ich lese hier ja schon eine Weile mit - ein spannendes Thema von Anfang bis Ende.
Auch von mir vielen Dank an Ina für die Bilder!
Sonne
Draai jou gesig na die son en die skaduwees agter jou val.
Hier noch der aktuelle Artikel der AZ (03.10.11):
Durch Buhrufe vertrieben
Schädelübergabe mit Eklat - Staatsministerin verlässt Zeremonie ohne Abschied
Was ein versöhnlicher Höhepunkt zwischen Deutschen, Ovaherero und Nama sein sollte, endete am Freitagnachmittag in Berlin bei der Übergabe von 20 Totenschädeln an der Universitätsklinik Charité in einem Eklat, das dem deutsch-namibischen Verhältnis nicht voran geholfen hat.
mehr lesen
schöne Feiertagsgrüße
Afrika Sonne
Durch Buhrufe vertrieben
Schädelübergabe mit Eklat - Staatsministerin verlässt Zeremonie ohne Abschied
Was ein versöhnlicher Höhepunkt zwischen Deutschen, Ovaherero und Nama sein sollte, endete am Freitagnachmittag in Berlin bei der Übergabe von 20 Totenschädeln an der Universitätsklinik Charité in einem Eklat, das dem deutsch-namibischen Verhältnis nicht voran geholfen hat.
mehr lesen
schöne Feiertagsgrüße
Afrika Sonne
Draai jou gesig na die son en die skaduwees agter jou val.
Hier gibt es übrigens noch ein paar interessante Artikel zu dem Thema:
http://www.southerntimesafrica.com/article.php?title=x&id=6229
http://www.southerntimesafrica.com/article.php?title=x&id=6245
Beste Grüße
Guido
http://www.southerntimesafrica.com/article.php?title=x&id=6229
http://www.southerntimesafrica.com/article.php?title=x&id=6245
Beste Grüße
Guido
hier noch einmal der Filmbeitrag zum Thema.
Wird auch am 25.10. um 17:10 Uhr und am 26.10. um 02:45 Uhr wiederholt.
HG
Marina
Wird auch am 25.10. um 17:10 Uhr und am 26.10. um 02:45 Uhr wiederholt.
HG
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit
www.butterblume-in-afrika.de
bin erst jetz wieder dazugekommen ins forum reinzugucken....
war wohl eine wirklich nachdenkliche situation...Ich weiß nicht ob es richtig ist, sich auf die ein oder die andere seite zu stellen... die buhrufe waren natürlich nicht respektvoll, dass aber viele zuschauer während der rede von riruako gegangen sind war auch nicht besser...
die ansichten von dtl und nam sind einfach auf kultureller ebene zu unterschiedlich, so denke ich.
mein mann ist mit diesen chiefs von nam nach dtl geflogen... er hat gespräche zu ihnen gesucht und auch er selbst wurde mit alten kulturellen dingen überrascht, die jetz gar nichts mit den schädeln sondern mit ihm persönlich zu tun hatten.
was ich damit sagen will ist, dass diese chiefs streng nach deren kultur und tradition gehen.
man sollte gemeinsam an einem strang ziehen...aber das scheint mir momentan unmöglich, da ja selbst die namibische regierung und die hereros sich nicht eins sind, bzw die ovaherero, mbanderu, himbas sich untereinander nicht eins sind.... wie soll es in einer stadt funktionieren, wenn die eigene familie nicht zusammenhält?!
Das Problem was ich daraus sehe wird in Namibia selbst sein: Ich weiß von vielen Hereros, dass große Diskussionen stattfinden, die nicht gerade nett über deutsche sind. es gibt nur wenige hereros die versuchen dagegen zu sprechen und das ganze zu neutralisieren. Diese wenigen versuchen den anderen hereros klar zu machen, dass nicht jeder deutsche gleich ist. in jedem Stamm/Land gibt es solche und solche. man kann nicht alle über einen kamm scheren.
Ich wünsche mir sehr, dass die Mehrheit der Hereros nicht beginnt, die deutschen schlecht zu behandeln... und umgekehrt genauso.
Viele Deutsche wussten immer noch nicht wo namibia ist geschweige denn die geschichte der dt. kolonie.... und es ist wichtig, die geschichte dort genau zu kennen.
Jeder einzelne, egal ob schwarz ob weiß ob grün oder lila, sollte seinen eigenen kleinen Teil dazu beitragen, dass solche wichtigen Ereignisse wie die Schädelübergabe nicht mehr so stattfinden, wie es vor ein paar tagen passiert ist. Anstatt Buhrufen und Rausschmiss sollte gemeinsam gefeiert werden...
war wohl eine wirklich nachdenkliche situation...Ich weiß nicht ob es richtig ist, sich auf die ein oder die andere seite zu stellen... die buhrufe waren natürlich nicht respektvoll, dass aber viele zuschauer während der rede von riruako gegangen sind war auch nicht besser...
die ansichten von dtl und nam sind einfach auf kultureller ebene zu unterschiedlich, so denke ich.
mein mann ist mit diesen chiefs von nam nach dtl geflogen... er hat gespräche zu ihnen gesucht und auch er selbst wurde mit alten kulturellen dingen überrascht, die jetz gar nichts mit den schädeln sondern mit ihm persönlich zu tun hatten.
was ich damit sagen will ist, dass diese chiefs streng nach deren kultur und tradition gehen.
man sollte gemeinsam an einem strang ziehen...aber das scheint mir momentan unmöglich, da ja selbst die namibische regierung und die hereros sich nicht eins sind, bzw die ovaherero, mbanderu, himbas sich untereinander nicht eins sind.... wie soll es in einer stadt funktionieren, wenn die eigene familie nicht zusammenhält?!
Das Problem was ich daraus sehe wird in Namibia selbst sein: Ich weiß von vielen Hereros, dass große Diskussionen stattfinden, die nicht gerade nett über deutsche sind. es gibt nur wenige hereros die versuchen dagegen zu sprechen und das ganze zu neutralisieren. Diese wenigen versuchen den anderen hereros klar zu machen, dass nicht jeder deutsche gleich ist. in jedem Stamm/Land gibt es solche und solche. man kann nicht alle über einen kamm scheren.
Ich wünsche mir sehr, dass die Mehrheit der Hereros nicht beginnt, die deutschen schlecht zu behandeln... und umgekehrt genauso.
Viele Deutsche wussten immer noch nicht wo namibia ist geschweige denn die geschichte der dt. kolonie.... und es ist wichtig, die geschichte dort genau zu kennen.
Jeder einzelne, egal ob schwarz ob weiß ob grün oder lila, sollte seinen eigenen kleinen Teil dazu beitragen, dass solche wichtigen Ereignisse wie die Schädelübergabe nicht mehr so stattfinden, wie es vor ein paar tagen passiert ist. Anstatt Buhrufen und Rausschmiss sollte gemeinsam gefeiert werden...
Hallo herero-pos3
Du schreibst:Viele Deutsche wussten immer noch nicht wo namibia ist geschweige denn die geschichte der dt. kolonie.... und es ist wichtig, die geschichte dort genau zu kennen.
Da bin ich ganz bei Dir!
Aus vielen Beiträgen hier ist deutlich ersichtlich, dass die Schreiber sich nicht ausreichend mit dem Thema befasst haben. Sie befinden sich damit in guter Gesellschaft. Selbst Steffen Richter (FAZ) wäre gut beraten, wenn er umfassend recherchiert hätte.
Die Geschichte von Namibia beginnt mit den beiden deutschen Brüdern Abraham und Christian Albrecht zu Beginn des 19. Jahrhunderts (1805), vorher wurde nichts über diese Land aufgeschrieben. Man muß schon "alles" über die Geschiche des Landes lesen (selbst die Berichte von H. Drechsler) um zu verstehen um was es hier eigentlich geht. Nur dann kann man diesen Akt richtig bewerten.
Es geht nicht nur um Traditionen.
Bin soeben aus NAM zurück und habe wieder viele Gespräche zu diesem Thma geführt.
Mit beiden Seiten!
Grüße
Julia
Du schreibst:Viele Deutsche wussten immer noch nicht wo namibia ist geschweige denn die geschichte der dt. kolonie.... und es ist wichtig, die geschichte dort genau zu kennen.
Da bin ich ganz bei Dir!
Aus vielen Beiträgen hier ist deutlich ersichtlich, dass die Schreiber sich nicht ausreichend mit dem Thema befasst haben. Sie befinden sich damit in guter Gesellschaft. Selbst Steffen Richter (FAZ) wäre gut beraten, wenn er umfassend recherchiert hätte.
Die Geschichte von Namibia beginnt mit den beiden deutschen Brüdern Abraham und Christian Albrecht zu Beginn des 19. Jahrhunderts (1805), vorher wurde nichts über diese Land aufgeschrieben. Man muß schon "alles" über die Geschiche des Landes lesen (selbst die Berichte von H. Drechsler) um zu verstehen um was es hier eigentlich geht. Nur dann kann man diesen Akt richtig bewerten.
Es geht nicht nur um Traditionen.
Bin soeben aus NAM zurück und habe wieder viele Gespräche zu diesem Thma geführt.
Mit beiden Seiten!
Grüße
Julia