Als Selbstfahrer Masai Mara, Serengeti, Ngorongoro

52 Antworten · 33,8k Aufrufe · gestartet 12. März 2010 von __Adi__
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Themenstarter55 Beiträge · seit 201012. März 2010 · #1
Hallo allerseits

Im Juli unternehmen meine Freundin und ich eine Tour durch die Nationalparks Masai Mara, Serengeti und den Ngorongoro Krater.

Ich habe sehr viel Verschiedenes über dieses Unterfangen gehört. Von "Ihr könnt da unmöglich alleine umherfahren" bis "Kein Problem, ist ein super Erlebnis" war alles dabei.

Sind die Strassen wirklich so schlecht?
Wird man tatsächlich von der Polizei schikaniert?
Ist das zelten im Juli ein Problem?
Wo gibt es eine Liste der Parkgebühren auf welche man sich verlassen kann?

da ich auf jede der Fragen immer eine andere Antwort erhalte, weiss ich langsam nicht merh was ich glauben soll.

Für eure experten Tips wäre ich seh dankbar.

Gruss Adi
167 Beiträge · seit 200912. März 2010 · #2
Hi Adi,

Sind die Strassen wirklich so schlecht? In den von Dir genannten Ecken sind sie kein Problem. Und Juli ist weitgehend trocken.
Wird man tatsächlich von der Polizei schikaniert? Bleibt stets höflich und versucht freundlich ohne das Chai (Schmiergeld) aus der Affäre zu kommen - dann kommt Ihr smooth aus der Situation heraus. Häufig hilft es, wenn man anfängt über die Strasse oder das wunderbare Land zu sprechen bzw. wie weit es noch bis nach A oder B ist.
Ist das zelten im Juli ein Problem? Nein, etwas kühler dürfte es sein ansonsten herrlich.
Wo gibt es eine Liste der Parkgebühren auf welche man sich verlassen kann? Schau hier http://www.tanzaniaparks.com/regulations_and_park_fees.html oder für Kenya http://www.kws.org/tourism/tariffs.html

Genau die Frage ob wir K/TZ Selbstfahrer-Neulingen empfehlen können wird uns sehr häufig gestellt. Und die Antwort finde ich schwierig, weil ich da aufgewachsen bin und Kiswahili spreche. Im ersten Augenblick würde ich sofort sagen, dass es kein Problem sein sollte und es ist viel schöner allein unterwegs zu sein. Das einzige Problem könnte m.E. entstehen, wenn Ihr eine Autopanne irgendwo im Busch habt. Da die Mietwagen i.d.R. deutlich schlechter sind als im südlichen Afrika kommen Pannen häufiger vor. In den von Dir genannten Ecken sind allerdings viele Touristenunternehmen unterwegs und Ihr seid nicht allein.

Deshalb würde ich sagen es ist absolut machbar! Aber letztlich müsst Ihr das selbst entscheiden 😉 😉

Viel Spaß bei der Planung!
Ruaha
Gast13. März 2010 · #3
Hallo,
wir waren 2009 zwei Monate in Tansania
und ich muss sagen ja, man kann Tansania unbedingt
für Selbstfahrer empfehlen.
Was Kenia angeht, wir waren nicht dort,
weil wir ein Carnet benötigt hätten,
wären aber genauso ohne Zweifel ins Land.

Hier unser Reisebericht:

http://meet-the-oceans.de/html/13___14_august.html

Wir wurden kein einziges Mal von der Polizei schikaniert,
zahlten kein einziges Mal Schmiergeld
konnten gut zelten: das alles gilt
im Übrigen für die gesamten
7 Monate und die bereisten Länder!


Viele Grüße
Themenstarter55 Beiträge · seit 201013. März 2010 · #4
Vielen Dank für die hilfreichen Antworten.
Der Reisebericht ist ja super.

Ich bin schon ziemlich Offroad erprobt, daher müsste das Selbstfahrer-Projekt schon funktionieren. Aber Australien ist halt nicht Afrika.

Eine letzte Frage:
Ist es notwendig, die Zeltplätze im Voraus zu buchen, oder finden wir da spontan ein Plätzchen? Wir haben ein Fahhrzeug mit Dachzelt.

Auch wollen wir uns mindestens 1 Nacht in einer der schönen Lodges verwöhnen lassen. Da im Juli wohl Hochbetrieb ist, werden wir diese im Voraus buchen.

Gruss Adi
Gast13. März 2010 · #5
Danke 🤪

Das ist sicherlich kein Problem für dich .....
167 Beiträge · seit 200913. März 2010 · #6
Hi Adi,

Campingplätze kann man in Ost-Afrika nicht reservieren. Zumindestens nicht die public campsites auf denen Ihr campen werdet. Meißtens werdet Ihr nur wenige andere Camper treffen. Die Zeltplätze sind unendlich groß - da es sich in aller Regel ohnehin nur um eine getrimmte Rasenfläche handelt. 🙂 Die special Campsites werden i.d.R. von privaten Safariunternehmen reserviert. Aber die sind meist so abgelegen, dass ihr die wohl nicht ins Auge fasst.
Lodges würde ich vorsichtshalber reservieren. Im Juli kann es bereits recht voll sein.

Viel Spaß,
Ruaha
167 Beiträge · seit 200913. März 2010 · #7
Hi Adi,

von welchem Anbieter habt Ihr das Fahrzeug mit Dachzelt gemietet?

VG
Ruaha
Themenstarter55 Beiträge · seit 201014. März 2010 · #8
Wir haben das Fahrzeug von Sunworld Safaris in Nairobi.
Hoofe die kennst du nur mit positivem Hintergrund 😕
167 Beiträge · seit 200914. März 2010 · #9
Hi Adi,

wir haben persönlich noch nicht bei Sunworld gemietet. Aber wir haben bisher NUR Positives von deren Service gehört! Letztes Jahr waren sie leider schon ausgebucht als wir angefragt haben. Habt Ihr einen großen Land Cruiser mit Dachenzelt? Sind die sehr teuer? Kannst Du mir die Preise per PM senden?

VG
Ruaha
Themenstarter55 Beiträge · seit 201014. März 2010 · #10
Wir hatten auch Glück.
Sie hatten nur noch 3 Fahrzeuge zur Verfügung.

Ja, wir haben den Landcruiser mit Dachzelt und kompletter Campingausrüstung. Das ganze hat schon eher einen stolzen Preis, aber wie ich auf meinen früheren Reisen bemerkt habe, sollte man am Fahrzeug nicht sparen.

herren.adrian@vlf-events.ch
167 Beiträge · seit 200914. März 2010 · #11
Hi Adi,

habe gerade die Preise auf der HP gesehen. Stolz(!) - aber wie Du schreibst sicherlich auch aufgrund der guten Wartung gerechtfertigt. Wir haben bisher um die 70-100€ gezahlt für Landcruiser/ Mitsubishi Pajero und hatten jedes Mal größere und kleinere Pannen, die aber immer glimpflich ausgingen und teilweise zu lustigen Abenteuern führten.

Viel Spaß weiterhin bei der Planung!

VG Ruaha
152 Beiträge · seit 200814. März 2010 · #12
Hallo zusammen!
Mich würde grad ganz spontan interessieren, wieviel denn ein Flug bis nach Nairobi kostet? Und was denn ein "stolzer" Preis für das Auto ist?
Wir waren bis jetzt nur in Namibia, Südafrika und Botswana unterwegs.
Und ich bin schon gespannt auf einen Reisebericht von dir, Adi!
Einen schönen Abend,
Suuusa
147 Beiträge · seit 200914. März 2010 · #13
hallo,

versuch doch mal mit bonniedoon kontakt aufzunehmen. die waren als selbstfahrer in der masai mara und bei den gorillas in uganda.
die haben können dir siche weiterhelfen.

unter uganda findest du auch einen beitrag dazu.

mfg mike
325 Beiträge · seit 200615. März 2010 · #14
@Suuuuusa: Ein Flug nach NBO momentan günstigst für 471 Euro mit Turkish Air (für Sept).
Ein Mietwagen (Suzuki Jimny) ca. 90 Euro von Budget
Unterkünfte in der Mara: 8 Euro (Zelten), 70 Euro (gutes Camp), bis 900 Euro (überteuertes Luxuscamp). Geht auch noch teurer, habe aber die Preise nicht im Kopf, weil uninteressant

Frank
Die Welt ist zu groß, um immer nur auf Straßen zu fahren
152 Beiträge · seit 200815. März 2010 · #15
Hallo stobi_de!
Danke für die Infos, das klingt ja gut finanzierbar ;o) für uns als alte Camper!
Schönen Tag,
Suuusa
Themenstarter55 Beiträge · seit 201015. März 2010 · #16
Mein Vorhabern scheint ein interessanzes Thema zu sein.
😛

Für 10 Tage kostet der Landcruiser 2200 Euro
inkl. Dachzelt und kompletter Campingausrüstung
Wir mieten das Fahrzeug in Nairobi haben aber Kontrollschilder von Tansania, weil in den Parks keine Kenianischen erlauibt sind.
(hat mir Sunworld Safaris so mitgeteilt)

Der Flug kostet von Zürich nach Nairobi mit Swiss 1400.-
ist direkt und die Flugzeit ist 8 h

Es gibt noch günstigere Varianten die sind aber mit Umwegen verbunden und daher beträgt die Reisezeit ca. 18 h

Wenn Interesse da ist, schreibe ich natürlich einen Reisebericht.

Danke für die vielen spannenden Antworten
Themenstarter55 Beiträge · seit 201015. März 2010 · #17
Darum nicht am Auto sparen 😉
zuletzt bearbeitet 15. März 2010
167 Beiträge · seit 200915. März 2010 · #18
Hi Adi,

ich verstehe nicht was Sundworld mit "Kontrollschildern für TZ meint"??? Selbstverständlich darf man mit kenyanischen oder anderen fremdländischen KFZ-Kennzeichen in die Parks fahren. Kostet eben mehr - ich meine zZt. 40$ pro Tag. Habt Ihr dann a la James Bond verschiedene Nummernschilder dabei die mal eben an der Grenze ausgetauscht werden? habe ich noch nie gehört ... was es alles geben soll!

VG
Ruaha
287 Beiträge · seit 200916. März 2010 · #19
Hallo zusammen,

wir sind gerade aus Kenya/Tanzania als Selbstfahrer zurück.

Zu den Campinggebühren in Kenya möchte ich stobi ergänzen: Die Campsites innerhalb des Nationalparks / bzw. Reserves kosten 20 bis 25 US$ pro Person und Nacht. Für ca. 500 - 800 Kshs bekommt man eine Campsite außerhalb der Parks auf privat geführten Campsites (nicht zu verwechseln mit Private Campsites, die man ja vorbuchen muss, was aber gar keinen Sinn macht, da zusätzliche Buchungskosten entstehen und keinerlei sanitäre Anlagen vorhanden sind!)

In den tanzanischen Parks sind selbstverständlich Fahrzeuge mit kenyanischem Kennzeichen erlaubt. Wir mussten unser Logbook vorlegen, Kopien davon an der Grenze hinterlegen und brauchten noch die Yellow Card, die wir aber auch an der Grenze für 4900 Kshs gekauft haben (ist so ne Art Auslandsversicherung). Was mit den "Kontrollschildern von Tanzania" gemeint ist, kann ich mir auch nicht erklären, würde mich aber mal sehr interessieren. Vielleicht kannst du das ja bei Sunworld mal herausfinden.
Da Sunworld euch sicher ein PSV bzw. Commercial Car vermietet werden sicher 40US$ Fahrzeuggebühren pro Tag fällig. Die Parkgebühren sind 50 US$ und die Campinggebühren in Tanzania 30 US$. In Tanzania waren wir am Ngorongoro Crater und in der Serengeti. Dort wurden jeweils die Campsites beim Eintritt in den Park zugewiesen. Wir hatten nicht die freie Wahl, wie wir es von Kenya gewohnt sind.
Für unser Fahrzeug - allerdings als private Car zugelassen - haben wir in der Ngorongoro Area nur 10.000 Tshs bezahlt ( das sind etwa 5,60 €).
Die Gebühren für das Fahrzeug sind auch gewichtabhängig:
- bis 2000kg = 40US$, privat Car 10.000 Tshs
- 2000 - 3000kg = 150 US$, privat Car 25.000 Tshs

Wir hatten großes Glück, dass niemand auf die Idee kam, das Gewicht unseres Fahrzeugs zu überprüfen! 🙂
Wenn man in den Krater hineinfahren will, werden noch mal 200 US$ für das Fahrzeug fällig.

Bei der Ausreise aus Tanzania durften wir dann noch mal 20 US$ Roadgebühr berappen, die angeblich schon bei der Einreise fällig wären. In Namanga haben wir die Auskunft bekommen, dass wir keine Gebühr bezahlen müssen, da privat Car und wir weniger uns als 8 Tage in Tanzania aufhalten. Ausreise nach Kenia war über Sirari/ Isebania. Dort behauptete der Beamte unser Auto wäre gar kein private Car, da im Logbook 7 Sitze eingetragen wären und alles was mehr als 5 Sitze habe, wäre ein Commercial Car.
Es lohnt nicht, sich über solche Praktiken aufzuregen. Das ist halt Afrika. Umgekehrt freuen wir uns lieber, dass wir schließlich keine 150 US$ Gebühren für das Auto im Nationalpark zahlen mussten!

Die Straßen sind teilweise sehr schlecht. Bei der Berechnung der Route solltet ihr eine Durchschnittsgeschindigkeit von 30 - max. 40 km/h berücksichtigen. D.H. von Nairobi in die Massai Mara sind ca. 7 Stunden Fahrtzeit zu rechnen. von Nairobi nach Arusha ebenfalls (incl etwa 1 Std. Grenzformalitäten). Von Arusha bis Ngorongoro Gate haben wir 3 Stunden Fahrtzeit gebraucht und vom Gate bis zur Campsite sind es ja dann auch noch mal einige Kilometer. Falls ihr mit einem Navi fahrt, könnt ihr euch zwar auf die Routen weitgehend verlassen (mit t4A-Karten), allerdings nicht auf die Zeitangaben, die euch der Navi macht. Fahrten im Dunkeln, also nach 19.00 Uhr sollte man möglichst vermeiden!

Von der Polizei wurden wir noch nie schikaniert und wir sind erst einaml - und zwar jetzt in Tanzania - angehalten worden. Aber der Polizist hat nur unser Fahrzeug betrachtet, Nummernschild kontrolliert und gefragt wohin wir wollen, woher wir kommen und dann konnten wir weiterfahren. Durch alle anderen Police-checks wurden wir durchgewunken.

Hoffe, die Infos helfen noch ein wenig!

Herzliche Grüße
Birgitt
www.jambo-kenya-safari.de www.106812.forums.motigo.com/
5'479 Beiträge · seit 200917. März 2010 · #20
Erst mal zum Auto. Wir hatten bei unserer letzten Reise durch Kenia und Tanzania einen Landcruiser von Sunworld und waren schwer begeistert. Auf über 5000km hatten wir nicht dir kleinste Panne. Die Wagen sind nicht neu, aber super gewartet.

Wir hatten keinerlei Strecken, die den Wagen vor ernsthafte Probleme gestellt haben. Hatten uns kein einziges Mal festgefahren. Wichtiger ist es eher, eine gewisse Resistenz gegen das permanente Gerüttel auf den Wellblech- und Schlaglochstrecken zu entwickeln.

Polizeischikane habe ich in Kenia und Tanzania noch nie erlebt. Klar kommt man häufiger an Roadbocks, aber das ging immer korrekt über die Bühne.
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