Empfehlung des Auswärtigen Amts

35 Antworten · 6'737 Aufrufe · gestartet 09. Okt. 2009 von mike8812
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Themenstarter24 Beiträge · seit 200909. Okt. 2009 · #1
Hallo zusammen,

da ich noch nie in Namibia war,für nächstes Jahr aber schon gebucht habe, versuche ich mir alle möglichen Informationen über das Land zu verschaffen. So habe ich auf der Seite des Auswärtigen Amts gelesen: "Wenn Sie mit dem Kfz unterwegs sind, halten Sie nicht an unbewirtschafteten / unbewachten Rastplätzen an, da es dort wiederholt zu Überfällen auf Touristen gekommen ist."
Wie soll ich das verstehen, wo kann ich dann überhaupt anhalten? Ich brauch ja schließlich zwischendurch auch mal eine Pause.

mike
483 Beiträge · seit 200709. Okt. 2009 · #2
Hallo mike

Ich habe in Namibia noch nie einen bewirtschafteten Rastplatz gesehen. Ich habe mich auch noch nie unsicher gefühlt, als ich an einem Rastplatz angehalten habe. Aber es ist sicher gut, alle Türen verschlossen zu halten, v.a. auf der angewandten Seite des Fahrzeugs.

Gruss, Thomas
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86 Beiträge · seit 200909. Okt. 2009 · #3
Ich habe gelesen, dass vor den Rastplätzen rund um Okahandja gewarnt wird, "weil es dort in der Vergangenheit wiederholt zu schweren Raubüberfällen gekommen" sei.

Daran haben wir uns zwar gehalten, aber für kurze "Notstopps" kann man an jedem Rastplatz entlang der Straße stehen bleiben. Sollte der Platz unübersichtlich oder bereits mit nicht gerade vertrauenswürdig aussehenden Leuten besetzt sein, einfach weiterfahren. Der nächste Rastplatz kommt bestimmt. Und ja, wenn man aussteigt, sollten die Türen geschlossen werden - Vorsicht ist besser als Nachsicht.
Gruss, Viktor http://www.TickerFactory.com/
33,1k Beiträge · seit 200609. Okt. 2009 · #4
Hi Mike,

die Info steht schon seit Jahren auf der AA-Seite und ich habe sie nie so ganz verstanden. Wenn Du mal austreten musst, dann kannst Du irgendwo am Rand halten und das tun. Man muss ja nicht gerade da halten wo ein "Dorf" in Sichtweite ist. Mitten im Nichts wird kaum etwas passieren, denn die Wahrscheinlichkeit für Räuber dass gerade dort jemand hält geht gen Null.

Also ganz normal aufmerksam wie überall auf der Welt auch in Namibia durchs Leben gehen und es wird nichts passieren.

Sonnige Grüße
Christian

P.S. Noch 2010 sollen entlang der B- und großen C-Straßen auch bewirtschaftete Rastplätze mit Toiletten und "Restaurants" errichtet werden. Warten wir es mal ab...
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
1'125 Beiträge · seit 200609. Okt. 2009 · #5
Hallo, Thomas,
Dein Ratschlag zur Sicherheit ist zutreffend, natürlich. Ich selber fahre auch NIE auf Parkplätze, auf denen schon jemand steht; was im Gebüsch sich verbirgt, sieht man halt nicht. Aber mir ist dort nie etwas passiert.
Wovor ich warnen möchte - und ich habe das vor nicht allzulanger Zeit auch hier mal geschrieben: Das 'Argument': "Ich habe mich nie unsicher gefühlt!" ist kein Argument. Das subjektive Gefühl der Sicherheitslage hat nichts mit der Realität zu tun. Das kann Unwissenheit sein, absolute Naivität - oder eben auch im besten Falle Gefahrenlosigkeit. Bitte diese Aussage hier NIE wiederholen! Wichtig ist eben, die bekannten Sicherheitsvorkehrungen zu treffen.
Aber Okahandja scheint wirklich schlimm zu sein. Man hat dort (allerdings im Ort) zweimal versucht, mein Auto aufzubrechen. Sonst nie.
Gute Fahrt!
Wolff-Rüdiger
Omnia vincit amor
1'159 Beiträge · seit 200709. Okt. 2009 · #6
Hallo,

die "unbewirtschafteten / unbewachten Rastplätze" bestehen aus einer kleinen Gavel Pad mit oft einem Tisch und einer Bank, einem überquellendem Mülleimer und wenn du Glück hast, hat noch niemand das Wellblech vom Sonnenschutz geklaut 😉 . Um den Mülleimer herum versammeln sich naturgemäß die lästigsten Insekten des näheren und weiteren Umkreises...

Somit sind die Rastplätze sowieso nicht sehr einladend!

Ich würde dir empfehlen einfach irgendwo (z.B. Farmzufahrt) zu halten. Jemand, der sich "auf die Lauer" legen würde um jemanden zu überfallen (was sowieso recht unwahrscheinlich ist) macht aller Wahrscheinlichkeit dort wo zu erwarten ist, dass jemand anhält (Parkplatz, Sehenswürdigkeit u.ä.). Somit kannst du die sowieso geringe Wahrscheinlichkeit einen Überfall zum Opfer zu fallen noch weiter minimieren und die Fliegen (s.o.) hast du auch ausgetrickst 🙂

Viel Spaß in diesem wunderschönen Land!
Oshivambo Enda nawa Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. (Karl Valentin)
Themenstarter24 Beiträge · seit 200909. Okt. 2009 · #7
Hallo,

zunächst einmal danke für eure schnellen Antworten. Dann werden wir eben die übermüllten Rastplätze meiden.
Ich hätte aber noch eine Frage: Wie sieht es an Parkplätzen von Supermärkten aus? Muss man Angst haben, dass man nach dem Einkauf eine böse Überraschung erlebt? Oder wie kann man sich schützen?

Gruß Mike
33,1k Beiträge · seit 200609. Okt. 2009 · #8
Hallo Mike,
Ich hätte aber noch eine Frage: Wie sieht es an Parkplätzen von Supermärkten aus? Muss man Angst haben, dass man nach dem Einkauf eine böse Überraschung erlebt? Oder wie kann man sich schützen?
Die sind zu 99% bewacht und auch sonst müsst ihr euch keine Sorgen machen. Wenn ihr euch unsicher fühlt, dann bleibt eben einer im Auto sitzen.

Ansonsten: Genießt den Urlaub und macht euch nicht zu viele Gedanken, auch in Namibia lauert nicht überall etwas oder jemand böses!

Sonnige Grüße
Christian
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483 Beiträge · seit 200709. Okt. 2009 · #9
Hallo mike

Wenn es nur ein sehr kurzer Einkauf ist, bleibt am besten eine Person im Wagen, ansonsten lässt man den Wagen durch eine Person in Sicherheitsweste und ausschliesslich durch eine solche (!) bewachen und gibt ihm danach 1-2 N$ dafür.

@WolffRuediger: Ich stehe weiterhin zu meiner Aussage und lasse mir diese nicht verbieten. Selbstverständlich ist das Sicherheitsgefühl subjektiv und das heisst nicht, dass objektiv keine Gefahrensituation besteht. Jedoch ist dies hier ein Reiseforum und nicht eine wissenschaftliche Seite, bei der alles aus objektiver Sicht geschrieben werden und mit Beweisen unterlegt muss... 😉

Gruss, Thomas
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2'349 Beiträge · seit 200909. Okt. 2009 · #10
Hallo Mike!

Ich gebe Christian voll und ganz recht!

Bei den meisten Supermärkten ist es kein Problem sicher zu parken und einzukaufen. Auch ist das sparzieren in fast allen Städten tagsüber kein Problem.

Die Autos vor Supermärkten werden mmeist von Security Staff bewacht. Der Parkwächter bekommt in der Regel 1 N$ Trinkgeld, wenn ihr wieder zurück zum Auto kommt.

Normalerweise ist parken/einkaufen unproblematisch was kriminalität angeht.

Vorsicht allerdings in Keetmannshoop! Da habe ich auch schon schlechte Erfahrungen gemacht... siehe hier: http://namibia-forum.ch/forum/11-diverses/116301-vorsicht-in-keetmanshoop.html

Lieber vor oder nach Keetmannshoop einkaufen und den Supermarkt dort meiden.


Gruß, Otji.
zuletzt bearbeitet 09. Okt. 2009
67 Beiträge · seit 200909. Okt. 2009 · #11
Meine Frau und ich waren im September das erste mal in Namibia und wir können die angebliche Gefahr die hinter jedem Baum lauert nicht nachvollziehen.
Wenn man einfach den so oft zitierten "gesunden Menschenverstand" einschaltet sollte nicht mehr passieren als auf jedem x beliebigen Parkplatz in Deutschland.
Die Parkplätze (nicht nur die an Supermärkten) sind so gut wie alle bewacht, auch wenn wir uns nicht immer sicher waren ob das jetzt offiziell war oder eine Eigeninitiative desjenigen der da den Wächter machte. Aber egal es war jemand anwesend der aufpasste.
In den Städten sollte man halt die Türen des PKW geschlossen halten - immer.
Was den Müll an den Rastplätzen angeht können wir nur sagen das die nicht anders aussahen als hier in D.
Manche waren ok, manche eben nicht, aber es stimmt nicht das alle mit Müll überquollen.
Für afrikanische Verhältnisse scheint Namibia nun mal wirklich ein sicheres Reiseland zu sein.
Liebe Grüße Peter
zuletzt bearbeitet 09. Okt. 2009
667 Beiträge · seit 200609. Okt. 2009 · #12
Hallo,

Zitat: „Vorsicht allerdings in Keetmannshoop! Da habe ich auch schon schlechte Erfahrungen gemacht... siehe hier: namibia-forum.ch/forum/11-diverses/11630...in-keetmanshoop.html“

Und viele haben sich dort wohl immer sicher GEFÜHLT.
Denkste!
Das war es, was Wolff-Rüdiger meinte.
Und die Kriminalität ist sprunghaft angestiegen, besonders in der Nähe von Städten und auf Farmen. Das wegzudiskutieren bringt gar nichts. Auch das „Gefühl“ eines gelegentlichen Touristen sagt nichts über die tatsächliche Gefahrenlage im Land aus. Ich habe auch meinen Teil erlebt, wo ich mich eigentlich hätte „sicher fühlen“ können. Aber Jahrzehnte in RSA haben mir beigebracht, dem nicht zu trauen.
Gruß
Helmar
16 Beiträge · seit 200909. Okt. 2009 · #13
Hallo,

zufällig sah ich diese Diskussion. So direkt zu Namibia oder Botsuana kann ich nichts sagen. Wir fahren erst im April 2010 für vier Wochen dort hin, aber so allgemein gesehen hatten wir die gleiche Diskussion, die gleichen Warnungen bis hin zu Bekloppt-Erklärungen für unsere Reise quer durch Süd-Afrika, Lesotho, Swasiland, Transkei bis Kapstadt im letzten November. Jeder wußte etwas, jeder erzählte irgendeine Geschichte die gerade erst passiert war, aber keiner kannte jemanden dem es tatsächzlich passiert war. Selbst in den Drakensberge riet uns eine SA-Polizistin auf keinen Fall durch die Transkei zu fahren.
Nichts davon ist eingetreten, vielleicht weil wir immer so unterwegs waren, wie wir es auch hier in Deutschland tun in Gegenden in denen es besser ist Nachts nicht alleine spazieren zu gehen.
Wir trafen in SA nur herzliche und hilfsbereite Menschen, weil wir herzlich und hilfsbereit auf sie zugegangen sind. Wir hatten nicht ein einzigste Mal ein ungutes Gefühl, deshalb freuen wir uns einfach nur auf unsere Tour im nächsten Jahr und handeln aus dem Bauch heraus in der jeweiligen Situation.

Grüße
Silvi&Klaus
86 Beiträge · seit 200909. Okt. 2009 · #14
Übrigens: Um niemanden in Versuchung zu führen, ließen wir unsere "Tagesrucksäcke" und jeweils eine Fototasche (dessen der gerade am Fahrersitz saß) zwischen Vorder- und Rücksitz auf den Boden. Nun der Trick: verdeckt wurde das ganze von zwei großen (150 L)schwarzen Müllsäcken, in denen wir tagsüber Kissen, Duchent, Handtücher und das sonstige Textilzeug aufbewahrt hatten. Die Müllsäcke legten wir halb auf den Rücksitz und ließen sie offen, also konnte jeder der das Auto begaffen wollte sehen, dass unsere Kissen hellbraune Bezüge hatten...
😉
Gruss, Viktor http://www.TickerFactory.com/
8 Beiträge · seit 200909. Okt. 2009 · #15
Wir kommen gerade nach 1 Monat aus NAM zurück, mein Eindruck: entlang der HAuptstrassen gibt es immer wieder Plätze, mit etwas Schatten und Tisch/Bank; wenn schon besetzt sind wir weiter gefahren; abseits der Hauptstrassen gibt es bei Querungen der ausgetrockneten Flüsse (Riviere) immer wieder wundervoll schattige Plätze, ruhig, wir hatten nie Probleme.
Wir haben stets darauf geachtet, dass keine Siedlung in unmittelbarer Nähe oder auch Vieh (auch wegen der Fliegen) in der Nähe war.

Im Norden wäre es auch sinnvoll in den Rivieren auf Elefanten zu achten - erkennt man aber meist an den abgebrochenen Bäumen und am herumliegenden Elefantendung.
91 Beiträge · seit 200909. Okt. 2009 · #16
Wir sind seit am 05.10 nach vier Wochen aus Namibia und RSA zurück. Zu Keetmanshop / Spar kann ich nichts negatives berichten. Vor dem Spar sind offizielle Security-Leute und mit den Kids hab ich einfach vorher einen klaren Preis ausgehandelt (4 Burschen) 1 Toastbrot und 1 Liter Milch (ich gebe immer nur Food). Also das Auto war perfekt gereinigt und alles OK.

Ich denke wer wachsam ist hat auch mit dem Rastplätzen kein Ärger. Wir sind noch nie beklaut, betrogen oder Überfallen worden, weder in Nam noch in RSA.
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571 Beiträge · seit 200610. Okt. 2009 · #17
Immer wieder diese Sicherheitsdiskussionen, mit immer den gleichen Sorgen ,immer den gleichen Tips und Tricks. Bei den Tricks muß man wirklich manchmal staunen, worauf man kommen kann ... Und das bei der "Urlaubs" -vorbereitung!

Natürlich gibt es - meinetwegen auch zunehmende - Kriminalität. Trotzdem ist das Südliche Afrika bereisbar - gesunden Menschenverstand und Offenheit für die (meinetwegen auch naive) Freundlichkeit vor allem der Landbevölkerung vorausgesetzt.

Die ständigen Fragen / Bedenken bringen mich - unabhängig vom Frederöffner - dazu, mal folgendes in den Raum zu stellen (alles aus Forumsbeiträgen und Erlebnissen sinngemäß erstellt, tw. überspitzt. Und ich sehe einen Zusammenhang!!!:

- ich kann kein Zelt aufbauen, habe auch noch nie darin geschlafen
- kann ich mich am Grillrost verbrennen?
- Wozu brauche ich eigentlich Feuerholz? Und wie mache ich ein Feuer?
- was mache ich,wenn der Elefant im Savuticamp an mein Auto 'bumst'
- wie rufe ich bei einer Reifenpanne den namibischen ADAC an?
- Ist es wirklich so schwierig, zu Kubu Island zu kommen? Nach Notre Dame war es eigentlcih ganz leicht, nur das WoWo konnten wir nicht richtig parken. Im Reiseführer stand, um die Jahreszeit sei das ja gar kein Problem - Mir hat einer erzählt, daß .... , ... Tiefsand, was ist das? ...
- mein Mann ekelt sich vor Schlangen und Spinnen ...
.. läßt sich unendlich fortsetzen...


Es gibt für jeden Geldbeutel und (fast) jedes Interesse genügend Angebote der Tourismusbranche. Warum muß man/frau unbedingt beim ersten oder auch zweiten Afrikaurlaub als Selbstfahrer unterwegs sein.? Die Berichte über die ungewöhnliche Wasserfront im Moremigebiet sprechen Bände! Gleiches bezüglch Kaokoveld. Dabei gilt m.E.immer:jeder hat seine korrekte subjektive Wahrnehmung, sonst war niemand dabei. Dennoch: was heißt das für Selbstfahrerurlaub im südlichen Afrika?

Wir sind selbst keine hartgesottenen oder coolen Afrikafahrer / Weltenbummler und haben auch unsere besonderen Erlebnisse/Lehrgelder. Aber ein Mindestmaß an Outdoor- /Campingerfahrung sowie Wissen um Fahrzeugtechnik, Praxissinn u.ä. sollte doch vorhanden sein. Nichtsdestotrotz trifft man oftmals Leute, da bleiben viele Fragen ....

Natürlich trete ich einigen FoMi auf die Füße, das ist auch ok so und beabsichtigt.

Nicht schwarz oder weiß, es gibt doch vieles dazwischen.

Steinbeisser
Steinbeisser
1'723 Beiträge · seit 200910. Okt. 2009 · #18
jajaja das sicherheitsthema, wie es doch geliebt wird, gebe steinbeisser recht, jeder hat da so seine tricks seine empfehlungen und erfahrungen zu erzaehlen.

fuer mich bleibt eines bis heute voellig unverstaendlich... Wir alle, die sich fuer afrika als urlaubsland entscheiden wissen doch mehr oder weniger worauf sie sich einlassen bzw nicht. Klar ein rastplatz in nam an einer gravelroute sieht optisch etwas anders aus als eine mega tankstelle mit rastplatz in deutschland. Aber mal ehrlich, was die "SICHERHEIT" angeht ist es genau das gleiche. Ich kann nun mal in D, in der CH oder eben auch in Afrika das grosse Pech haben auf einen unehrlichen, gewaltbereiten Menschen zu treffen. Aber nochmals, dieses Pech kann ich auch auf Mallorca haben oder in New York.... Weil boese Menschen gibts ueberall...

Ich finde (rein persoenlich gesehen) diese ganzen Schlaumeier-tricks auch nur sehr bedingt sinnvoll, weil wenn man wirklich auf einen ganz schlimmen trifft helfen die im zweifelsfalle auch nicht.

Den einzigen Tip den ich mir hierzu als gueltig vorstellen kann, ist der zu sagen "benehmt euch genauso wie in Koeln innenstadt oder Berlin"! Stellt ihr in Berlin in der Innenstadt euer Auto mit Handtasche auf dem Vordersitz ab ? Lasst ihr es offenstehen ??? nee, doch wohl kaum oder ? Aber macht ihr euch vor einem Stadtbummel riesige Sorgen um die "Sicherheit" ?? Wohl auch nicht.. Aber : es gibt in Koeln, Berlin, Frankfurt auch jeden Tag autos die geknackt werden, nur da spricht keiner von, weil man ja nicht in AFRIKA ist.

Wenn man sich schon vor dem Urlaub mehr gedanken als vorfreude ueber alle moeglichen und unmoeglichen Gefahrensituationen macht, bleibt nicht mehr viel von dem tollen Gefuehl von Unabhaengikeit und Freiheit ueber ..

Ich gehe in Nam genauso einkaufen wie ueberall, nur das ich dort sogar noch einen Security Menschen habe der fuer einen NAM DOL auch noch auf mein Auto "aufpasst"...

Seid euch doch ueber eines gewiss: auch wenn ihr euch noch so doll vorbereitet mit all den tollen tips und ratschlaegen, wenns euch treffen soll dann trifft es euch..

Klar die Kriminalitaetsrate hat deutlich zugenommen. Aber hat sie das nicht auch in Deutschland ? In deutschland werden auf offener Strasse, mit viel Zuschauern Menschen zu Tode gepruegelt und es greift noch nicht einmal einer ein. (siehe Fall Brunner noch vor ein paar tagen!!) Der Mann hat nur schuelern helfen wollen die von gewaltbereiten Asos erpresst wurden fuer ein paar euros ....

Das alte Argument zu sagen "ja aber in deutschland ist das nicht das gleiche" .. das muss mir mal jemand erklaeren... Mir ist in Deutschland schon 3 mal das Auto aufgebrochen worden, auf Réunion sind wir schon 2 mal auf unserem eigenen Grundstueck bestohlen worden, ich bin schon angegriffen worden, meine Freundin hat einen anhalter mitgenommen und sich ploetzlich einer Pistole gegenueber gesehen etc etc... Aber deshalb hab ich trotzdem keine angst ins bett zu gehen, alleine zuhause zu bleiben, einkaufen zu gehen oder mein auto irgentwo abzustellen..

Es waere schoen wenn wir super weltreisende einmal ein bisschen lockerer werden koennten...
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
Themenstarter24 Beiträge · seit 200910. Okt. 2009 · #19
Ja, das mag ja zutreffen was Ihr da schreibt, aber ich glaube gerade für mich, der zum ersten Mal Namibia bereist ist es doch von großem Nutzen, wenn ich mich auf Land und Leute einstellen, und so manchen Gefahrensituationen aus dem Weggehen kann. Deswegen muss ich mir doch nicht vor lauter Angst die Freude an meinem Urlaub verderben lassen.
Die Tipps von den anderen Forumsmitglieder finde ich deshalb sehr interessant.
Danke!!!

Mike
Gast10. Okt. 2009 · #20
easyfdb schrieb:
Wir sind seit am 05.10 nach vier Wochen aus Namibia und RSA zurück. Zu Keetmanshop / Spar kann ich nichts negatives berichten. Vor dem Spar sind offizielle Security-Leute und mit den Kids hab ich einfach vorher einen klaren Preis ausgehandelt (4 Burschen) 1 Toastbrot und 1 Liter Milch (ich gebe immer nur Food). Also das Auto war perfekt gereinigt und alles OK.
Ja, das glaub ich - die haben ja auch den Gegenwert von 20 Namdollar bekommen, also fünf pro Person, das ist schon ein sehr gutes Geschäft für sie gewesen...Da brauch ich mich nicht wundern über die Preise die sie verlangt haben als wir dort waren 😐

Zur Sicherheitsdiskussion: wenn wir nach Italien oder Südfrankreich in den Urlaub gefahren sind war uns auch klar dass wir als Touristen besonders gefährdet waren, jeder wusste das. In beiden Ländern wurde uns das Auto aufgebrochen bzw wurde es versucht. Gleiche Vorsicht musste man in Tschechien walten lassen - einer Mitfahrerin wurde zB beim Besuch der Goldenen Gasse in Prag völlig unbemerkt der Geldbeutel aus dem Rucksack gestohlen. Es ist nunmal so dass man als Tourist eine Zielscheibe für Diebe darstellt, das ist überall auf der Welt so und damit muss man einfach leben. Wenn man das nicht kann, sollte man zuhause bleiben - aber: meine Mutter wurde am helllichten Tag in ihrer bayrischen Kleinstadt überfallen... 🤨
Shit happens, und absolute Sicherheit gibt es nirgends. Ich stimme mit miss ellie überein, wenn man realistisch ist lässt man sich davon die Vorfreude nicht vermiesen.