Großwild und Gefahren

21 Antworten · 15,1k Aufrufe · gestartet 17. Jan. 2006 von Gast
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ThemenstarterGast17. Jan. 2006 · #1
Hi,
habe gerade den interessanten Thread über Löwen und Zelte gelesen.

Da ich nur eine blasse Ahnung habe und nächste Woche mit dem 4x4 und Dachzelt unterwgs sein werde (weiß noch nicht genau wo - wohl zwischen Etosha - Atlantik und Namib im Westen/Süden), wollte ich mal fragen, wie die (sicher geringe) Häufung von potentiell gefährichen Großwild sich im Lande verteilt und ob es neben Abstand halten und in Panik ausbrechen Verhaltenstipps gibt.

Gruß
jek :?:
ThemenstarterGast17. Jan. 2006 · #2
Also von Etosha nach Swakopmund und in die Namib gibt es kaum Grosswild. Es sei denn in etwas entlegenen Regionen ein Leopard. Ich habe bisher keinen frei herumlaufen sehen. Es gibt sie aber.

Geb mal genaue Info über deine Route

Grüsse Georg
ThemenstarterGast17. Jan. 2006 · #3
Hallo Georg,

die Route habe ich noch nicht festgelegt, da ich erst seit Samstag weiß, dass wir nach Namibia fliegen. (Meine Frau wollte in den Zoo, ich habe aber einen Flug für 390.- gefunden 8) ) Eckpunkte sind Windhoek, Etosha, Swakopmund, dann Namib. Aber evtl. auch Skelettküste. Hängt auch ein bischen vom Wetter ab oder überzeugenden Tipps. Ich fände es jedenfalls schade, keinen Großen gesehen zu haben und da Regenzeit ist, sind die Wasserlöcher ja nicht verlässlich.

Gruß
Jens
ThemenstarterGast17. Jan. 2006 · #4
Hallo Jek

Schöne Tour hast du. Die grossen siehst du mit etwas Glück in Etosha.

Ich jedenfalls hatte bisher immer das Glück.

Schau mal in meienr Linkseite unten, da findest du auch allgemein über Farms , Gästefarms und Lodges wo du auch die grossen sehen kannst. Das ist aber ein grosser Zoo mit Afrika im Hintergund, Etosha im Grunde auch aber dochso gross wie Hessen.

Die Frage ist, was ist die Route von Etosha nach Swakopmund. Geht über Teeerstrasse relativ bequem und unproblematisch.

Namibiakenner bevorzugen bei Outjo abzweigen, vorbei an der Vingerklippe quer bis nach Swakop vorbei an der Spitzkoppe.

Unterwegs gibt es noch andere Attraktionen die aber nicht in einem Tag machbar sind. Man fährt viel und macht kurzen Besuch zb Brandberg. Ist aber alles extra Km und Zeit.

Grüsse Georg
ThemenstarterGast17. Jan. 2006 · #5
danke für links. Ich denke, dass sich Deinbeschriebener Umweg lohnt. Ich muss die Tour aber in 10-12 Tagendurchkriegen - geht das? (Auch wg. Regenzeit und Rivieren.

- Ja, großer Zoo! Vor ein paar Monaten waren wir im kleinsten Deutschlands in Bremerhaven - haben wir also verdient 😉
ThemenstarterGast17. Jan. 2006 · #6
Also die Zeit ist knapp. Ich schreibe mal wie ich es sehe


Tag

1 Windhuk Ü-nachten
2-3-4-5 Etosha 4 Ü-nachtungen lohnt sich
6 Vingerklip oder Twyvelfontein oder lodge
7 Spitzkoppe & Swakop
8 Swakop
9 Sossusvlei
10 Sossusvlei
11 Fahrt Windhuk
12 Rückflug

Wichtig ist mir ein Tag am Anfang und am Ende in Windhuk zum eingewöhnen und Zeitreserve vor dem Abflug

Knapp aber machbar. Mein Vorschlag geniesst die Zeit in Etosha.
Hatte vergessen zu fragen in welchemMonat ihr das macht, ist auch wichtig. Beste Zeit für Tier in Etosha ist im Winter. Jolo sagt immer September. Ich war immer nur März. April, Mai, Juni. Hatte immer grosses Glück und viel gesehen.

Aber nicht nur das Abhaken von Tieren ist das Zeil. In Namibia ist der Weg das Zeil........ Weite, blauer Himmel, fantastische Szenen.

Bin selbst im April da. Jetzt mal sehen was die anderen noch vorschlagen.

Ich wünsche eine schöne Reise
ThemenstarterGast17. Jan. 2006 · #7
Ich habe oben nochmal genau durchgelesen.

Das ist ja schon jetzt im Januar.

Etosha ist da nicht so angebracht. Kannste kürzen. Leg extra Tag ZB an Spitzkoppe ein. Ist zirka 70 KM von Swakop. Von da schaffts es gut bis nach Hentjies Bay und eventuell noch zu den Robben.

Aber vorsicht bei Regen. Die Strassen sind dort (Skelettküste) dann wie Glatteis. Ich würde sie bei Regen ganz meiden.

Grüsse Georg
ThemenstarterGast17. Jan. 2006 · #8
Hallo Georg
Danke für den Vorschlag!
Bin ab nächsten Monat da. Deswegen wollte ich erst gar nicht zum Etosha: wg Regenzeit und keine Tiere am Wasserloch. Insgesamt sind es 15 Tage: Den An- und Abfahrtrand hatte ich schon weggelassen.
ThemenstarterGast18. Jan. 2006 · #9
Hallo jek,
mach Dir keine Gedanken über die Gefahr vom Großwild angenagt zu werden. Meinem Cousin ist es passiert, dass nachts im Caprivi Elefanten durch den Camping Platz gewandert sind, keine 2 Meter vom Auto mit Dachzelt entfernt. Das ist aber die absolute Ausnahme.
Generell können Tiere die Menschen nicht sonderlich leiden und halten daher schon gewissen Abstand. Und wenn Du die Tiere nicht erschreckst (in Angst versetzt) was auch selten möglich ist, dann tun sie Dir gewöhnlich auch nichts.
Also relax und genieß Deine Reise!
Beste Grüße,
Reimer
ThemenstarterGast18. Jan. 2006 · #10
Ich hatte hier im Forum mal gelesen, dass es im Damaraland mehrere Löwenrudel geben soll, also außerhalb der NP. Stimmt das? Wie gefährlich können die einem denn werden, sind ja immerhin Löwen! Wie gefährlich ist dann das freie campen?

Gruß,
Carsten
ThemenstarterGast18. Jan. 2006 · #11
Hallo,

wir hatten in der Etosha auch in der Regenzeit sehr viel Glück mit Tieren, zudem war es richtig grün was sich auf den Fotos ausserordentlich gut macht.
Frag doch einfach rum, was andere in der Etosha gesehen haben und entscheide dich während der Tour ob und wie lange ein Etoshabesuch Sinn macht.
Die grösste Gefahr von Wildtieren geht Dir (ausser der Mücke) wahrscheinlich von Kudus aus, welche Dir vor das Auto springen. Die Tiere lassen Dich eigentlich in Ruhe, wenn Du keinen Druck machst und Ihnen genug Platz lässt. In Botswana hat ein Elefant nachts an unserem Auto geschnuppert und ein bisschen gewackelt und ist dann weitergezogen. Löwen und Hyänen streichen da ab und zu ums Auto, aber im Dachzelt brauchst Du Dir da keine Sorgen zu machen (Du solltest das Zelt aber nachts nicht verlassen!). In Namibia kommt das sicher seltener vor.

Gruss Chrigu
ThemenstarterGast18. Jan. 2006 · #12
Hallo Carsten,
wenn du im Bereich Purros, Seesfontain dich mehrere Tage Outdoor aufhälst und dabei nächtens durch die Flußtäler fährst und dort auch mehrere Tage verweilst hast du eine ähnlich große Wahrscheinlichkeit Löwen in deiner Nähe zu sehen, wie im Herbst in der Etosha.
😉 Du mußt sie also penetrant suchen. Wahrscheinlich triffst du eher auf Ellis als auf Nashörner und Löwen.
Solltest du im Dachzelt nächtigen, das Fahrzeug(Motor) schön warm sein, die Außentemperatur kalt sein und auch sonst alles stimmen vielleicht dann eher.
Die Tiere gehen dir und dem Wagen aus dem Weg, was nicht bedeutet, dass ein Aussteigen nachts ungefährlich ist ( Schakale, Hyänen, Käfer, Skorpione, Steine) 😉
Also mach dir keine Gedanken, an der Strasse triffst du sie mit viel Glück nur in der Nähe der Etosha, wenn sie krampfhaft versuchen zurück in den Park zu kommen, damit die Einheimischen sie nicht erschießen.
Ich hatte erst zweimal nach langem Suchen das Glück welche im Hoanib zu sehen, hat mich eine Woche "gekostet".
Axel
ThemenstarterGast18. Jan. 2006 · #13
Etosha ist da nicht so angebracht. Kannste kürzen. Leg extra Tag ZB an Spitzkoppe ein. Ist zirka 70 KM von Swakop.
Wir hatten viel Glück mit Tieren diesen Januar in Etosha. Unter anderem drei Löwen an einem frischen Riss.

Anstatt Spitzkoppe würde ich Erongo-Krater vorschlagen mit der Phillips-Höhle und dem Elefanten-Kopf - sehr beeindruckende Landschaft.

Gruß vom MOps
ThemenstarterGast18. Jan. 2006 · #14
Seit wann ist der Erongo ein Krater, lieber Mops ? Kannst Du mich bitte aufklären ?
ThemenstarterGast18. Jan. 2006 · #15
Hallo Jek,
2 Wochen ist nun wirklich nicht viel - aber Deine 4 Eckpunkte gefallen mir. Daraus kann man zwar locker auch eine 4- Wochen-Reise stricken, aber man kann damit auch in 14 Tagen etwas anfangen. Mein Vorschlag: eine Rundreise von Windhoek-Swakopmund-Namib-Etosha nach Windhoek. Windhoek und Swakopmund zum Eingewöhnen ( auch an Linksverkehr ) auf Teerpads, dann ein bisschen Mondlandschaft und Cape Cross; von Swakopmund einmal quer durch die Namib Richtung Khorixas (als Bonbon 2 Übernachtungen in der Huab-Lodge, um mal ein Gefühl für Luxus-Namibia zu bekommen); von dort nach Etosha-Okaukuejo-Halali-Namutoni - Du wirst dort auf jeden Fall Tiere zu Gesicht bekommen - vermutlich nur keine Elefanten, dafür aber viele Jungtiere; Du kannst natürlich auch zu Lasten von Etosha einen Abstecher rauf ins Damaraland, z.B. Palmwag, machen - mit der Chance, Elefanten recht nahe zu kommen - aber eine Gewissheit hast Du dafür nicht. Na ja - und dann von Namutoni zurück nach Windhoek auf Teerpad. Großtiergefahren ??? - Die drohen Dir eigentlich nur, wie Chrigu schon sagte, von Kudus; die springen unvorhersehbar vors Auto - auch über 2m hohe Zäune. Zum Glück haben die meisten Pads in Namibia reichlich bemessene, gut einsehbare "Sturzräume" - ca. 10 m breite Grasstreifen beiderseits der Fahrbahn - so dass man einen Kudu dann doch noch rechtzeitig bemerken kann.
Gruß Joli
ThemenstarterGast18. Jan. 2006 · #16
Danke schon mal an alle für die Tipps. Das Reisefieber steigt 😄
ThemenstarterGast18. Jan. 2006 · #17
Hallo und viel Spaß in Namibia!

Vorweg: vor Raubtieren oder Elefanten, die dir gefährlich werden könnten brauchst du dir auf deiner Strecke keine Sorgen zu machen. Ich wünsche dir eher Glück, unterwegs überhaupt welche zu sehen. Wie die anderen Poster (schönes Wort 😄 ) auch schon berichteten, kommst du in diesen Genuß erst im Nordwesten.

Aber mal was anderes: Viele Forumsmitglieder werden mir wahrscheinlich nicht zustimmen, aber ich finde, die Etosha wird unglaublich überbewertet. Ich bin dort schon zu verschiedenen Jahreszeiten gewesen und habe jedesmal nachher gedacht, es wäre besser gewesen, die Zeit statt dessen woanders zu verbringen. Ich finde es tausendmal schöner, die Tiere in freier Wildbahn zu erleben als im Park. Und alle Tiere, die ich bisher in der Etosha gesehen habe, sind mir auch außerhalb über den Weg gelaufen.
Eine wirklich tolle Alternative wäre m.E. z.B. die Hobatere Lodge direkt westlich der Etosha. Dieses Gebiet gehörte zwar einst zur Etosha, ist nun aber im privater Hand. Hier haben sich anfang Dezember ein paar Löwenrudel angesiedelt, die weiter aus dem Westen (Sesfontein, Purros, ...) kommen und die gerade Junge haben. Dort kommt auch schonmal der eine oder andere Elefant an den Pool...

Oder, wie weiter oben schonmal gesagt, die Zeit im Kaokoland zu verbringen. Das Camp in Purros ist m.E. Erste Sahne und die Jungs die dort Arbeiten führen dich gerne durch Hoanib und Horusaib zu den Wüstenelefanten. Unterwegs gibts auch alle anderen Tiere zu sehen und durch das Camp selber watschel auch oft Elefanten.
Oder von Sesfontein (die auch ein Camp am Fort haben) aus die Umgebung (Hoanib / Richtung Opuwo) erkunden.

Da du mit Dachzelt unterwegs bist, kann dir sowieso nix passieren...

Viel Spaß,

ein Nicht-Etosha-Fan
ThemenstarterGast18. Jan. 2006 · #18
Hallo Smilie,
obwohl ich ein unverbesserlicher Etosha-Fan bin ( insgesamt habe ich da bisher etwas mehr als 100 Tage verbracht !), will ich Dich mit Deiner Meinung nicht "zerreißen" . Wenn ich z.B. an das Okavango-Delta denke, dann ist das schon eine andere Klasse von Tiererlebnissen. Aber dennoch kommt Etosha nach meinem Gefühl recht dicht an die " freie Wildbahn" heran - zumindest dichter als der Krüger Park. Und auch der Krüger-Park ist, was die Authentizität der Tiererlebnisse anbetrifft, meilenweit vom schönsten Zoo entfernt. So gesehen, verstehe ich die Anziehungskraft und Beliebtheit von Etosha sehr gut.
Gruß Joli
ThemenstarterGast18. Jan. 2006 · #19
Hallo Joli,

was Krüger betrifft, gebe ich dir absolut Recht. Meine Meinung zur Etosha ist eben nur meine Meinung. Über Geschmack läßt sich nicht streiten...
Ich fotografiere gerne und viel und da ist man, wenn man bestimmt Fotos braucht, in der Etosha meistens bestens bedient, obwohl ich die schönsten Fotos von z.B. Löwen auf Hobatere gemacht habe. Die machen, wie viele andere Farmen auch, Game-Drives und das auch nach Wunsch für einzelne Gäste und zu Stellen, wo man (mit entsprechend Glück) das bekommt, was man möchte (Hört sich jetzt doof an, ist aber toll).

:!: Und (fast vor allem) ich habe bislang nirgends besser gegessen als in Hobatere 😄 :!:

Aber das gehört wahrscheinlich jetzt in einen anderen Thread 😉

Gruß,

😉
ThemenstarterGast18. Jan. 2006 · #20
P.S. es heist natürlich Hoarusib 😳
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