DSdsawnThemenstarterGast10. Jan. 2006 · #1Hallo zusammen,
wir planen unsere erste Individualreise, und sie soll nach Namibia gehen. Da mein holdes Weib nicht für's campen zu begeistern ist, werden wir eben in Lodges und B&Bs übernachten.
Unsere Route kommt mir allerdings etwas sportlich vor, mich würde mal interessieren, was ihr davon haltet, und was ihr von den Unterkünften haltet, die wir uns ausgesucht haben. Scheinen sich ja einige Experten hier zu tummeln.. 😄
Ok, und hier die Route:
31.10. - 02.11. Windhoek, Klein Windhoek Guesthouse
02.11. - 03.11. Waterberg, Waterberg Plateau Park by Namibia Wildlife Resort
03.11. - 04.11. Zwischenstation in Roy's Rest Camp nördlich Grootfontein
04.11. - 06.11. Anfang Caprivi/Okavango, noch keine Unterkunft
06.11. - 07.11. Katima Mulilo, evtl. Zambezi Lodge
07.11. - 09.11. Victoria Falls, Gerties Lodge
09.11. - 10.11. Zurück durch den Caprivi, Übernachtung evtl. im Ngepi Camp
10.11. - 11.11. Etosha, Namutoni Resort
11.11. - 12.11. Etosha, Halali Resort
12.11. - 13.11. Etosha, Okaukuejo Resort
13.11. - 15.11. Damaraland, Vingerklip Lodge
15.11. - 17.11. Swakopmund, Beach Lodge
17.11. - 19.11. Sossusvlei, evtl. Desert Homestead, oder Little Sossus
19.11. - 21.11. Windhoek, GocheGanas
So, und jetzt zerfleischt mich. Die Orte, an denen nur eine Unterkunft steht, sind bereits gebucht. wir haben uns bei Pegasus Car Hire einen Toyota Venture, den Vorgänger vom Condor, gemietet, ein 2x4.
Ist das machbar, und wie sind die Unterkünfte?
gibt es an den Orten, die wir noch nicht fest gebucht haben, Unterkünfte, die ihr empfehlen würdet?
Bin für alle Meinungen dankbar.
Gruss,
Dirk
MAMarkusThemenstarterGast11. Jan. 2006 · #2Hallo Dirk,
also mal eins vorneweg: Ich bin eher ein Vetreter der "Schnellfahrerfraktion".
Aber diese Tour die du dir da zusammengestellt hast ist wirklich hammerhart. Du hast nicht einen Tag zum ausruhen und teilweise heftige Strecken. Ich verspreche dir eins: Du wirst von Namibia NICHTS sehen außer vorbeifliegende Menschen, Tiere und Gegenstände. Du wirst keine Zeit haben, Namibia auch nur annähernd kennen zu lernen.
An deiner Stelle würde ich den Caprivi streichen. Als Erstbesucher mit 14 Tagen Zeit ist das wirklich heftig. Und außerdem fährst du dann auch noch eine ewig lange Strecke 2mal (hin u zurück durch den Caprivi). Ich würde dann doch eher in der Mitte des Landes bleiben, etwas langsamer unterwegs sein und die vielen lohenswerten Ziele dort ansteuern. Wenn es unbedingt der Caprivi sein soll, dann könnte ich mir auch noch einen Rundkurs über Botswana vorstellen, aber dann musst du solche Sachen wie Etosha streichen. Ich weiß nicht ob es das wert ist.
So, und jetzt warte erst mal, bis sich ein Verterter der "Langsamfahrerfraktion" meldet. Diese werden dir sogar empfehlen an jedem Ort mindestens zweimal zu übernachten und dann schrumpft deine Route noch mehr 😉
Überdenke es bitte nochmal. Es wäre schade um deinen Urlaub.
Grüße
Markus
GAGastThemenstarterGast11. Jan. 2006 · #3Markus,
danke für die erste Antwort 😄
Wir möchten halt gern zu den Victoria Fällen. Lohnt es sich, von Windhoek aus dorthin zu fliegen, und mit welchem Preis muss man da rechnen?
Gruss,
Dirk
REReimerThemenstarterGast11. Jan. 2006 · #4Hallo Dirk,
Markus hat absolut recht. Ihr mutet Euch zuviel zu. Habe Leute gesprochen die in 3 Wochen über 4000 km gefahren sind - die wußten nicht mehr was sie alles gesehen hatten. Schreibt unbedingt ein Tagebuch (tu ich auch nur auf Reisen), es hilft.
Wenn es der Caprivi und Victoria Falls sein soll, dann würde ich so fahren:
Windhoek - Okaukuejo, Etosha Park, dann über Rundu nach Katima Mulilo, Parks im Caprivi, durch Zambia nach Livingstone an den Victoria Fällen, rüber nach Victoria Falls in Zimbabwe und dann über Kasane nach Maun ins Okavango Delta und zurück über Gobabis nach Windhoek.
Aber wenn viele Unterkünfte schon gebucht sind, dann wird sich an Eurer Route eh nicht viel ändern lassen.
Ich persönlich glaube, die Strecke von Victoria Falls bis Namutoni ist in 2 Tagen nicht machbar.
Beste Grüße,
Reimer
MAMarkusThemenstarterGast11. Jan. 2006 · #5Hallo Dirk,
wenn du unbedingt die Vics sehn willst, dann würde ich entweder wirklich so ähnlich fahren wie es Reimer gesagt hat (wobei ich den Umweg über Etosha weglassen würde, denn für einen Tag lohnt sich das glaub ich kaum) oder du kannst wirklich fliegen. Ich kenne nicht genau die Preise, aber Air Namibia z.B. bietet Flüge dorthin an (am besten mal dort anrufen). Du könntest also z.B. von Windhoek fliegen, 2 Nächte bei den Vics bleiben und zurückfliegen. Danach bleiben ja dann noch 10 Tage für Etosha und die anderen Sehenswürdigkeiten in der nördlichen Mitte des Landes.
Grüße
Markus
STsteinbeisserThemenstarterGast11. Jan. 2006 · #6Hallo Dirk,
die Tour ist in den 21 Tagen gut machbar. Du hast öfters 2 Nächte geplant, das gibt genügend Freiraum. Die Entfernungen sind ok, allerdings werdet Ihr von der Vingerklipp ziemlich durchrasen müssen, um nach Swakop zu kommen. Das ist etwas schade, evtl. Swakop nur 1 Tag und dafür Zwischenstation nähe Brandberg mit Besuch White Lady oder anderes? Oder die Vingerklipp nur 1 Tag? Schwierige Entscheidung. Natürlich ist es etwas ätzend, 2x durch den Caprivi zu fahren, aber auch bei gemäßigtem Tempo mit den beiden Zwischenstationen ohne Probleme! Ich würde die 2 tage auf dem Hinweg ins Ngepi oder die Mahango Lodge (Ngepi glaube ich hat nur Camping, mußt mal im Internet schauen) und dann 1 Tag in den Mahango Park fahren. Prima Kontrast zu Etosha, Ihr seht dort Krokos, Hippos und Rappenantilopen, ne Menge Vöggel und mit Glück noch mehr. Der Park ist übersichtlich und im Abschnitt am Fluß ohne Allrad zu fahren. Katima würde ich streichen und statt dessen nach Kasane, von dort eine Bootstour auf dem Chobe (super und bei Euren insgesamt recht wenigen Parkbesuchen sehr zu empfehlen). Evtl. von dort besser organisiert zu den VicFalls, ist im Forum schon beschrieben, letztlich streßfreier und recht günstig. Übernachtung in VicFalls ist eigentlich gar nicht erforderlich, ansonsten genügt sicher 1 Nacht. Und schon habt Ihr noch eine Nacht für Kasane oder den Rückweg durch den Caprivi zusätzlich. Die Buchungen könnt ihr sicher ohne oder mit geringen Kosten ändern! Zum Abschluß könntet Ihr in Windhoek auch 1 Nacht streichen, und diese evtl. im Sossusvlei oder Swakop (je nach der sosntigen Überarbeitung) anhängen. Viel Spaß
MAMarkusThemenstarterGast11. Jan. 2006 · #7Hallo steinbeisser,
du warst mal wieder aufmerksamer als ich 🙂. Mir ist da doch glatt entgangen, dass manchmal mehr als 1 Tag vor den jeweiligen Orten stand. Da sieht die Sache schon etwas anders aus und ich kann mich im großen und ganzen deiner Meinung anschließen. Dann würde ich nur noch folgendes ändern: In den Etosha fahren bevor man in den Caprivi einfährt und dann zurück über Botswana. Dadurch vermeidet man die lange Strecke 2mal zu fahren und sieht bestimmt mehr.
@Dirk: sorry, ich war zu unaufmerksam 😉
Grüße
Markus
GAGastThemenstarterGast11. Jan. 2006 · #8Ok, hört sich dann doch nicht so schlecht an. Die Möglichkeit in Kasane zu übernachten und von dort mit einem Guide eine Tour zu den Vic Falls zu machen haben wir schon diskutiert, das ist eine gute Sache, wie es aussieht...
Danke schonmal.
Dirk
DSdsawnThemenstarterGast11. Jan. 2006 · #9Ups, dachte, ich hätte mich eingelogged... 😄
JOjoliThemenstarterGast11. Jan. 2006 · #10Hallo Dirk,
ich gehöre zu der von Markus genannten "Langsamfahrer-Fraktion" und habe mir schon einige "Schläge" eingefangen wegen meiner ständigen Bremserei. Deshalb wird es Dich nicht wundern, wenn ich Deine Zeit-Planung als "zu sportlich" ansehe. Wenn denn die Fälle unbedingt dabei sein sollen, dann würde ich versuchen, dort hinzufliegen; vielleicht bekommst Du das sogar recht günstig hin, wenn Du den Flug zu den Vic- Fällen als Ergänzungsflug bei der Air Namibia buchst - bei uns war das sogar mal kostenlos mit drin. Ist aber ein paar Jahre her. Ich habe nichts gegen den Caprivi - wir werden in diesem Jahr auch eine Tour dorthin machen - aber dafür nehmen wir uns 14 Tage Zeit - nur für den Caprivi. Nach meiner Meinung bringt es nichts, überall gewesen zu sein, aber letztlich nichts mitbekommen zu haben. Namibia ist ein Land, in dem Geduld und Gelassenheit als die wohl wichtigsten Reiseeigenschaften gefragt sind. Wer das mitbringt, dem wird sich Namibia wirklich öffnen - und reich beschenken. Sorry - klingt ein bisschen schwülstig; aber ich glaube, Namibia-Fans werden mich verstehen.
Gruß Joli
GAGastThemenstarterGast11. Jan. 2006 · #11Zu den Victoria-Fällen sei noch angemerkt:
Aufpassen:Wir sind seit Ende November wieder in D und waren Anfang bis Mitte November im Gebiet Caprivi/Victoria Fälle.
Zu unserer großen Enttäuschung waren die Fälle fast TROCKEN!
Auch wenn normalerweise davon auszugehen ist, dass die Regenzeit grob im Oktober beginnt, sollte man sich nicht darauf verlassen.
Von Sambia war nichts zu sehen, von Zimbabwe ein müdes Rinnsal. Eine gähnend leere Schlucht, keine Gischt, keine donnernden Wasser. Da floß ja bald an den Popa Falls Ende Oktober mehr Wasser den Kavango hinunter.
Die ca 270.- EUR für Guide, Visum, Eintritt und Übernachtung waren nicht gut angelegt.
Zur Regenzeit noch ein Wort: 2004 begann es das erste mal sporadisch Mitte November nördlich Etosha zu tröpfeln. 2005 ist meßbarer Regen erst Ende November gefallen.
Gruß Petra
DSdsawnThemenstarterGast11. Jan. 2006 · #12So, nach Rücksprache mit euch und auch ein paar anderen Leuten hier vor Ort, werden wir die Vic Falls streichen und dafür lieber mehr Zeit woanders verbringen.
Danke euch. 😉
Gruss,
Dirk
JOjoliThemenstarterGast11. Jan. 2006 · #13Hallo Dirk,
ich glaube, das war eine sehr gute Entscheidung. So habt Ihr die Chance, einen erlebnisreichen und wundervollen Namibiaurlaub zu erleben.
Gruß Joli
DSdsawnThemenstarterGast11. Jan. 2006 · #14Hallo Dirk,
ich glaube, das war eine sehr gute Entscheidung. So habt Ihr die Chance, einen erlebnisreichen und wundervollen Namibiaurlaub zu erleben.
Gruß Joli
8) 😄
GAGastThemenstarterGast11. Jan. 2006 · #15Hallo Dirk,
von mir noch eine kurze Anmerkung zu Deinem Vermieter (von dem im Forum ja sonst nichts zu lesen ist).
Wir waren mit den Leuten von Pegasus sehr zufrieden.
Guter email-Kontakt im Vorfeld der Reise.
Rabatt bei Barzahlung.
Kostenloser Transfer vom und zum Flughafen.
Netter, persönlicher Umgang mit vielen Tipps und Geschichten rund um Namibia (Norbert, der Besitzer lebt in der dritten Generation in Afrika).
Gut, wir hatten so gut wie keine Probs mit dem Condor, so daß wir die Firma nicht im "Ernstfall" testen konnten.
Aber, wir haben mit Leute gesprochen, die schon das x-te mal bei Pegasus gemietet haben und auch sehr zufrieden waren.
Ich denke also, da habt ihr eine gute Wahl getroffen.
Viele Grüße
novus
DSdsawnThemenstarterGast12. Jan. 2006 · #16@ Novus: Vielen Dank, das hört sich doch gut an. Die Leistungen, die Du angesprochen hast, haben wir auch bereits bestätigt bekommen.
Gruss,
Dirk
DSdsawnThemenstarterGast12. Jan. 2006 · #17Hallo,
meine Holde zwingt mich, diese Zeilen zu verfassen.. 😄
Sie lässt jetzt anfragen, ob diejenigen, die uns die Vic Falls erfolgreich ausgeredet haben, jetzt eine Idee haben, was wir mit den 7 gewonnenen Tagen machen sollen? 😄
Zur Auswahl stehen bei uns im Moment die Region nordöstlich von Etosha, oder die Region nordwestlich (Kaokoveld..).
Ideen? Und am besten auch Tips für Unterkünfte...
Für Anregungen dankbar,
die Holde 😄
Im Auftrag,
Dirk
REReimerThemenstarterGast12. Jan. 2006 · #18Hallo Dirk,
ok, wenn Vic-Falls wegfallen, dann fahrt durchs Kaokoveld bis rauf zu den Epupa Fällen am Kunene. Schöne unberührte Landschaft, Himbadörfer etc.
Übernachtungsmöglichkeiten gibts viele:
bei Kamanjab:
Ermo Game Farm
http://www.ermo-safaris.com/main.html, Kavita Lion Lodge
http://www.kavitalion.com,
bei Opuwo:
Ohakane Lodge
http://www.natron.net/tour/ohakane/lodged.html,
Opuwo Country Hotel
http://www.namibialodges.com/opuwo_d.html#und an den Epupa Fällen:
Omarunga Camp
http://www.natron.net/omarunga-camp/main.htmlDann ist da weiter südlich noch die Palmwag Lodge
http://www.palmwag.com.na,
Camp Xaragu
http://www.xaragu.comund die Twyfelfontein Country Lodge
http://www.namibialodges.com/twyfelfontein.html,
Mowani Mountain Camp
http://www.ongumanamibia.com,
Vingerklip Lodge
http://www.vingerklip.com.na oder auch Bambatsi Holiday Ranch
http://www.natron.net/tour/bambatsi/ranchd.htm.
Damit habt Ihr erste einmal eine gute Auswahl.
Beste grüße,
Reimer
ARArminThemenstarterGast13. Jan. 2006 · #19...und dann gibt´s bei Kamanajab noch die von mir so oft empfohlene Gästefarm Klein-Liechtenstein
http://www.namibia.li/deutsch.html und dann zwischen Palmwag und Opuwo noch das Fort Sesfontein und an den Epupa-Fällen noch das (ziemlich teure) Epupa-Camp. Aber wenn die meisten der Stationen bei Dirk schon fest gebucht sind, dürfte es wohl nicht so ganz einfach sein, einen siebentägigen Abstecher genau zwischen die vorgebuchten Termine zu setzen.
Gruß
Armin
JOjoliThemenstarterGast13. Jan. 2006 · #20Hallo Dirk,
die gewonnenen 7 Tage sinnvoll unterzubringen, sollte überhaupt kein Problem sein. Mein erster Vorschlag ist, den Aufenthalt in Etosha - bisher ja nur 3 Tage - deutlich zu verlängern: in jedem Camp 2 Nächte sollten es schon sein - zumindest zu Eurer Reisezeit. Schwupp - schon sind 3 zusätzliche Tage weg. Dann nach Vingerklip in die Gegend von Khorixas - zur Huab Lodge und dort 2 Nächte verbringen: Huab ist relativ teuer und hat eigentlich nichts Besonderes zu bieten - aber es ist wunderschön - die Lage, die Atmosphäre, das Essen, die Unterkunft - ein Aufenthalt für die Seele, der Euch nach den spartanischen Unterkünften und Verhältnissen in Etosha bestimmt sehr gut tun wird. Dann vielleicht noch einen Abstecher nach Palmwag für 2 Nächte und von dort zurück nach Swakopmund in Euren ursprünglichen Reiseplan. Das Ganze wäre deutlich mehr als nur ein Ersatz für die ausgelassenen VicFalls - das wäre eine echte Bereicherung Eures Reiseplans.
Gruß Joli