Tour-Planung Juli - August (30 Tage), vorbuchen?

41 Antworten · 8'077 Aufrufe · gestartet 05. Juni 2009 von quarkmark
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Themenstarter23 Beiträge · seit 200905. Juni 2009 · #1
Hallo,
nach ganz viel Lesen hier im Forum und im Internet schwirrt mir nur noch der Kopf... Deshalb bitte ich hier um Hilfe.

Wir fahren zu zweit in einem 4x4 Fahrzeug Anfang Juli - Anfang August dieses Jahres in Namibia (und Botswana?) herum.
Gebucht haben wir bisher die Flüge, das Auto inkl. Dachzelt und die erste und die letzte Nacht in Windhoek (Pension Steiner).
Dazwischen haben wir 30 Tage (29 Nächte) zur freien Verfügung!

Erste wichtige Frage: Geht es in Namibia problemlos, dass wir einfach losfahren, ohne irgendwelche Campingplätze vorgebucht zu haben? Wer von Euch hat da Erfahrung? Wie nervig ist das im Juli, muss man dann vorher telefonieren und vorbuchen oder fährt man einfach einen Campground an und bekommt grundsätzlich immer einen Platz?

Zweite wichtige Frage: Gibt es sonst irgendetwas, was man vorbuchen bzw. jetzt schon planen muss? Ich meine damit irgendwelche Permits oder Touren, die man sonst kurzfristig vor Ort nicht bekommen kann.

Drittens: Bekommt man problemlos vor Ort an den interessanten Stellen die Gelegenheit, game drives zu buchen oder mit einem Guide eine Tour zu machen, oder wielange muss man da vorbuchen?

Viertens: Alle paar Tage (vielleicht einmal pro Woche oder an schönen Stellen) würden wir auch mal eine Lodge nehmen, um uns ab und zu bescheidenen "Luxus" zu gönnen, und den Camping-Staub abzuwaschen. Wie schwierig ist es, "spontan" eine bezahlbare Lodge zu finden?

Nur zum Hintergrund: Wir haben schon ganz verschiedene Reisen gemacht. Wir waren z.B. in Costa Rica, da hatten wir eine komplette Route und alle Lodges vorgebucht. Andererseits waren wir auch Campen in Kanada und hatten nix vorgebucht, aber da haben wir nicht immer den Campingplatz bekommen, den wir wollten und mussten auch schonmal weiterfahren oder telefonieren. Vorteil war aber, dass wir da total frei waren und nach Lust und Laune fahren konnten.

Wir würden in Namibia ganz gerne einfach drauflos fahren und als einzigen festen Termin den Abflug haben. Geht das, ohne dass es nervig wird und ohne dass man die schönen Sachen verpasst?

Und nun natürlich trotzdem eine grobe Routenplanung, nur um Euch mal zu fragen, ob das alles in der Zeit überhaupt realistisch ist. Die folgenden Stationen sind natürlich keine Tagesetappen oder etwas in der Richtung, so genau wollen wir ja gar nicht planen. Es geht nur darum, auf der Landkarte eine grobe Linie zu ziehen und zu schauen, was in 30 Tagen möglich ist:
Start in Windhoek,
dann Richtung Süden bis Keetmanshoop,
dann westlich nach Lüderitz/Kolmanskop (kein Umweg zum Fish River Canyon),
dann über Schloss Duwisib nach Sossusvlei und Sesriem Canyon,
dann nach Swakopmund
und weiter zum Brandberg und Twyfelfontein,
dann natürlich in den Etosha-Park,
von dort zu den Epupa Falls (oder besser umgekehrt, erst Epupa, dann Etosha??),
dann über Grootfontein und Waterberg zurück nach Windhoek.
Ist das realistisch in 30 Tagen machbar, wenn man auch mal spontan sagt: "Ach hier bleiben wir mal ein oder zwei Tage und fahren dann erst weiter..."?

Alternativ (oder sogar zusätzlich) steht für uns zur Debatte, einen Abstecher nach Caprivi und nach Botswana (Okavango-Delta) zu machen. Uns wurde berichtet, dass das eher das "wirkliche" Afrika ist und ein "Muss".
Ist das zusätzlich zur oben genannten Tour noch möglich, oder geht das nur, wenn man z.B. Epupa weglässt, oder ist das gar nicht zusätzlich zu machen? Und: Kann man einfach so spontan nach Botswana, oder ist da zusätzliche Vorbereitung nötig? Mit unserem Mietwagen dürfen wir auch nach Botswana, das wäre kein Problem, aber was ist mit Camps/Nationalparks?

Fragen über Fragen...
Ich habe so viele Dinge hier im Forum gelesen und weiß nun gar nichts mehr 😕
Könnt Ihr mir meine Fragen beantworten?
Vielen Dank im Voraus,
Gruß,
qm
2'097 Beiträge · seit 200606. Juni 2009 · #2
Hallo Quarkmark,

also zuerst einmal: Herzlich willkommen im Forum.
Grundsätzlich seid ihr schon nicht mehr allzu früh dran, um jetzt noch viel vorzubuchen. Aber bei fast allen Campingplätzen ist das wirklich nicht nötig. Andererseits ist im Juli "Hochsaison", und an den beliebten Orten (z. B. Etosha, Sesriem) bekommt man ohne Reservierung dann oft keinen Campingplatz mehr. Für die beiden genannten Plätze würde ich euch also raten, Campingplätze zu reservieren.

Zur Machbarkeit: Die Route ist wunderbar für die vier Wochen geeignet. Ich würde sie auch genau so machen. Meiner Meinung nach könntet ihr auch noch den Abstecher zum Fish River Canyon machen, würde ich mir nicht verkneifen.
Zu den Epupa Falls fahrt ihr besser vor Etosha, dann (wenn ihr noch Campingplätze bekommt) von Okaukuejo über Halali nach Namutoni. Von dort schafft ihr es leicht an einem Tag bis zum Waterberg.

Botswana würde ich bei dieser ersten Reise ins südliche Afrika weglassen. Erstens wird es sonst wirklich zu stressig, zweitens bekommt ihr in den Parks Chobe und Moremi jetzt ohnehin keine Campingplätze mehr und drittens muss man sich auch immer genug übriglassen, um einen Grund für eine neue Reise zu haben. Wenn es euch so gut gefällt wie uns, fahrt ihr nächstes Jahr sowieso wieder. Dann solltet ihr sofort nach der Landung diesen August die Campsites in Botswana buchen, die sind nämlich sehr begehrt.

Wie es mit spontanen Lodge-Übernachtungen aussieht, weiß ich leider nicht. Die hatten wir immer schon von hier aus reserviert. Man kann aber immer Glück haben.

Viel Spaß bei der weiteren Planung und eine unvergessliche Reise!

Uwe
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40 Beiträge · seit 200706. Juni 2009 · #3
So kurzfristig noch etwas zu bekommen ist an vielen (touristischen Schwerpunkten) Stellen wirklich schwierig.
Auf irgendeiner Lodge oder Farm, gibt es vielleicht noch ein Plätzchen.
Aber unbedingt vorher anrufen. Die Kilometer in Afrika sind länger als bei uns 😉 Ihr könnt nicht von Unterkunft zu Unterkunft fahren und fragen. Und nach Einbruch der Dunkelheit solltet Ihr angekommen sein.
Mit Campingplätzen kenne ich mich nicht aus.

Der Süden ist um diese Zeit noch relativ kalt. Botswana wäre eine Alternative. Dagegen ist Etosha wie ein Zoo.
Wenn Ihr Chobe und Moremi macht, braucht Ihr mindestens 4 Tage, solltet aber vorgebucht haben, sonst habt Ihr schon ein Problem in die Parks herein zu kommen. Das wird ein wenig knapp....
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Themenstarter23 Beiträge · seit 200906. Juni 2009 · #4
Danke für die Antworten!
Wenn ich Euch richtig verstanden habe, heißt das also, dass wir die Campingplätze nicht vorzubuchen brauchen, außer Sesriem und Etosha. Richtig?
Und in den Lodges müssten wir natürlich vorher anrufen, um zu fragen, ob noch was frei ist.

Gibt es denn hier noch jemanden, der Erfahrung damit hat, in Namibia "einfach so draufloszufahren", ohne Campsites vorgebucht zu haben?
Wir finden es schon schwierig, nur für Sesriem oder Etosha Daten festzulegen, an denen wir dort sein werden, denn vielleicht gefällt uns ja vorher irgendwas so sehr, dass wir irgendwo einen Tag länger bleiben und sich dann alles verschiebt - dann wären ja die folgenden Reservierungen für die Katz gewesen...

Und habe ich das richtig verstanden, dass Moremi und Chobe völlig unmöglich sind, ohne Monate im Voraus gebucht zu haben?? Geht da kurzfristig gar nichts mehr??

Danke und Grüße,
qm

P.S.: Wir hatten auch schonmal bei Bwana Tucke Tucke um Planungs-Hilfe angefragt, aber seltsamerweise haben die nur einmal auf eine Mail geantwortet, und danach auf zwei weitere Mails überhaupt nicht mehr 😮 Dafür, dass die hier im Forum so gelobt werden, fand ich das seltsam schlecht... Weiß da jemand was drüber?
2'349 Beiträge · seit 200906. Juni 2009 · #5
Hallo!

Erst mal mein Vorschlag: Ich würde mich auf die Route in Namibia beschränken, wenn es eure erste Afrika-Reise ist! Aber Den Caprivi und den Chobe-NP bzw. die Victoria Falls in Zambia oder Zimbabwe würde ich evtl. machen. Den Rest von Botswana beim nächsten mal. Hier einige Hilfreiche Links:

Lest euch bitte hier mal die letzten Seiten des Beitrages durch! Vor allem das, was ich dazu geschrieben habe! 🙂 Und geht auch mal auf die dort empfohlenen Links!

http://www.namibia-forum.ch/index.php?option=com_fireboard&Itemid=80&
func=view&id=101200&catid=7&limit=6&limitstart=12

Ansonsten:

www.namibia-info.net (auch Cobe-NP und Vic. Falls beschrieben!)

www.onguma.de

www.namibia-tourism.com (kostenloses Infopacket bestellbar!)

Eure Route könnte eine Kombination aus folgenden Reiserouten werden:

http://www.chamaeleon-reisen.de/afrika/namibia/reisen/detail/reise/etosha/reiseverlauf/

http://www.chamaeleon-reisen.de/afrika/namibia/reisen/detail/reise/baobab/reiseverlauf/
2'349 Beiträge · seit 200906. Juni 2009 · #6
Ansonsten:

Wenn ihr von Etosha wieder zurück nach Windhoek fahrt, fahrt ihr über den Waterberg. Aber NICHT über Grootfontein! Das liegt nördlich von Etosha. Riesen Umweg! 🙂 Wenn ihr nicht in den Caprivi wollt unnötig.

Erst Epupa, dann Etosha!

In den staatlichen Camps in Etosha könnt ihr (auch wenn viele was anderes sagen) ohne Voranmeldung im Juli campen!

Camping beim Chobe-NP (d.h. in Kasane) unbedingt reservieren lassen. Jede Lodge in Kasane bietet geführte Tagesausflüge zu den Vic.-Falls an bei denen ihr gefahren werdet und oft Snacks/Getränke und evtl. sogar "richtiges" Essen bekommt.

siehe auch "Aktivitäten" auf www.amadeusgarden.com , eine Top-Adresse falls ihr in Vic.-Falls auch übernachten wollt!

Evtl. würde ich den Fish River Canion aber rauslassen, wenn ihr Caprivi macht. Wenn nicht, spricht nix dagegen! Sonst ist es eine Hetze!

Überlegt es euch! Manchmal ist weniger mehr. Afrika muss man geniesen! Nicht durchhetzen. Sonst seid ihr nur am fahren und im Stress und seht vor Ort nur die Hälfte.

Von Drotskys Cabins werden fahrten in das nördliche Okavango Delta angeboten. Geht aber nicht tief rein. Wäre aber was! Jedenfalls: Mudumu-NP im Caprivi ist schön und Chobe-NP ist einfach das Tierreichste Reservat in Afrika (nach der Serengeti) mit 60.000 Elefanten!!!
40 Beiträge · seit 200706. Juni 2009 · #7
quarkmark schrieb:
Danke für die Antworten!
Wenn ich Euch richtig verstanden habe, heißt das also, dass wir die Campingplätze nicht vorzubuchen brauchen, außer Sesriem und Etosha. Richtig?
Und in den Lodges müssten wir natürlich vorher anrufen, um zu fragen, ob noch was frei ist.

Wer kann schon mit Gewissheit sagen, ob ihr jedesmal einen Platz bekommt???


Und habe ich das richtig verstanden, dass Moremi und Chobe völlig unmöglich sind, ohne Monate im Voraus gebucht zu haben?? Geht da kurzfristig gar nichts mehr??

Nur mit sehr viel Glück und Organisationstalent...

Kontaktiere doch einfach mal die Elke.
Da Ihr wenig Zeit habt, würde ich das per Telefon machen.
Sie hat uns bei kniffligen Angelegenheiten auch schon mal geholfen.
Allerdings lebt sie vom Buchen und nicht vom Auskunft geben. Denkt daran.

Namibia for you
Elke Grüttemeyer
eMail :nfy-elke@mweb.com.na
P.O.Box 6970, Ausspannplatz - Windhoek -
Tel /Fax: 00264 61 223 994
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2'349 Beiträge · seit 200906. Juni 2009 · #8
Aber nur Namibia in Ruhe ist auch für die erste Reise tolll!

Es nicht nicht schlechter als Botswana! Das kann man nicht vergleichen. Sind zwei unterschiedliche Länder.

Und Etosha ist auch wirklich toll! Muss nicht gleich der Chobe-NP sein.

For beginners ist evtl. nur Namibia echt ok.

Es kommt drauf an, wie ihr eure genaue Route macht und plant, ob es zeittechnisch hinhaut ohne zu hetzen! Gerade beim ersten mal Afrika wichtig!

Denke entweder Swakopmund, Soussoussvlei, und Nordnamibia (evtl. mit Caprivi und Chobe-NP)

oder "ganz Namibia" (Norden und Süden, d.h. Fish River, usw.) ohne Caprivi/Botswana. Sonst wird es zuviel. Überlegt euch, was ihr machen wollt. Das ist zumindest mein Tip.
zuletzt bearbeitet 06. Juni 2009
2'349 Beiträge · seit 200906. Juni 2009 · #9
Camping in Kasane:

www.torolodge.co.bw

www.touchofafrica.tv

Bezahlbar: Water Lily Lodge (kein Camping)

Da müsste bestimmt noch was frei sein!

Gruß, Otjikoko!
3'175 Beiträge · seit 200606. Juni 2009 · #10
HHaverkamp schrieb:
quarkmark schrieb:
Kontaktiere doch einfach mal die Elke.
Da Ihr wenig Zeit habt, würde ich das per Telefon machen.
Sie hat uns bei kniffligen Angelegenheiten auch schon mal geholfen.
Allerdings lebt sie vom Buchen und nicht vom Auskunft geben. Denkt daran.

Namibia for you
Elke Grüttemeyer
eMail :nfy-elke@mweb.com.na
P.O.Box 6970, Ausspannplatz - Windhoek -
Tel /Fax: 00264 61 223 994



Das vergessen anscheinend viele Leute dass man fuer professionellen Rat bezahlen muss.

Oder gibts hier im Forum Rechtsanwaelte, Aerzte oder ander Berufstaende , die Auskuenfte kostenlos erteilen????
Gruss Joerg Es gibt NIX, das es nedd gibt
142 Beiträge · seit 200606. Juni 2009 · #11
JA, Elke ist wirklich eine gute Adresse!!!!
Grüsse Alina
2'097 Beiträge · seit 200606. Juni 2009 · #12
Hallo,

also mit dieser Aussage wäre ich vorsichtig:
In den staatlichen Camps in Etosha könnt ihr (auch wenn viele was anderes sagen) ohne Voranmeldung im Juli campen!
Vor zwei Jahren hat das noch funktioniert, aber letztes Jahr haben wir eine andere Erfahrung gemacht. Leute, die nicht reserviert hatten, wurden abgewiesen. Selbst unser Angebot, dass sie sich mit auf unseren Platz stellen können, wurde von der Parkverwaltung abgelehnt.

Ihr könnt natürlich trotzdem auf gut Glück hinfahren, und wenn eben nichts mehr frei ist, außerhalb übernachten. Sowohl in der Nähe von Okaukuejo als auch Namutoni gibt es Campíngplätze, auf die ihr ausweichen könnt.

Den Caprivi (inkl. Kasane, Vic Falls) würde ich wirklich weglassen. Namibia hat sehr viel zu bieten, und auch so ist es schon viel Fahrerei.

Viele Grüße,

Uwe
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3'491 Beiträge · seit 200606. Juni 2009 · #13
Hallo Quarkmark,
vielleicht schwirrt Dir der Kopf nach diesen vielen Ratschlägen noch mehr - und nun komm ich auch noch. Ich muss einfach, weil Du mir in Deiner Situation schon etwas leid tust.
Gut, dass Ihr Flug und Auto schon habt.
Sehr schlecht, dass Ihr eigentlich ohne jede Vorbereitung auf Euren ersten Namibia-Trip gehen wollt.Sorry, ich muss das mal so deutlich sagen. Namibia ist nicht Bodensee oder Schwarzwald, wo ma mal eben hinfahren kann und auch immer noch was findet.Eigentlich müsste ich Euch davon abraten, diese Reise noch in diesem Jahr anzutreten. Es ist einfach zu wenig Vorbereitungszeit.Aber leider seid Ihr ja schon finanziell durch Flug und Auto gebunden.
Namibia ist bestimmt ein Land, in dem man wunderbar campen kann - aber nicht gerade im Juli/August. Dann ist dort unten tiefster Winter mit Nachttemperaturen, die deutlich unter 0° gehen können.Tagsüber ist es zwar sehr angenehm, aber sobald die Sonne weg ist - also so gegen 18.00 - wird es nicht nur sehr schnell dunkel, sondern auch sehr kalt.Man muss schon recht hart im Nehmen sein, um es dann im Zelt auch noch gut zu finden. Ich kenne Euch nicht, aber ich kann mir vorstellen, dass Ihr angesichts der Kälte häufiger als vielleicht gedacht in Lodges ausweichen werdet.Das funktioniert aber nur, wenn Ihr zumindest einen Tag vorher reserviert habt. Einfach hinfahren und nach freiem Platz zu fragen, ist hochgradig leichtsinnig:nach Einbruch der Dunkelheit in der Gegend herumzugeistern und nach einer freien Unterkunft zu suchen, das trauen sich sogar Einheimische kaum. Fazit: Lodges unbedingt vorbuchen. Campingplätze in Sesriem und Etosha auch. Ob Ihr da allerdings jetzt noch etwas bekommt, ist sehr fraglich.
Die Route, die Ihr Euch gedacht habt, ist in der "Grundversion", d.h. ohne Caprivi, Botswana osä., gut. Ich würde sogar Epupa ebenfalls weglassen. Wirklich nur die " klassische" Rundreise mit den Eckpunkten Windhoek - Keetmanshoop - Aus - Sesriem - Swakopmund - Etosha - Windhoek.Das kann man in 30 Tagen gut schaffen, ohne durchs Land zu hetzen.Jetzt könnt Ihr Euch noch auf der Karte aussuchen, wo genau Ihr Station machen wollt und wie lange. Windhoek-Keetmanshoop kann zwar gut in einem Rutsch fahren, aber ein 2-tägiger Zwischenaufenthalt auf Bagatelle wäre schon eine Bereicherung.Für Keetmanshoop dagegen würde eine Nacht reichen. Beim Fish-River-Canyon dagegen sollten es wieder 2 Nächte sein. Bei Aus bin ich mir unsicher - dort liegt der Kältepol Namibias und das darf man durchaus ernst nehmen. Denkt immer daran: Namibia ist ein bitterkaltes Land - mit einer einer sengenden Sonne.In Aus also auf jeden Fall feste Unterkünfte.Auf dem weiteren Weg Richtung Norden könntet Ihr noch für 2 Tage auf Koiimasis in den Tirasbergen Station machen - hat den angeblich schönsten Campingplatz Namibias. Und auch eine sehr schöne Lodge. Weiter nach Sesriem und auch dort 2 Tage. In Swakopmund würde ich wieder feste Unterkünfte vorziehen, denn am Meer ist es u.U. nicht nur recht kalt, sondern auch windig.Dort mindestens 3 Tage. Dann weiter ins Damaraland - für mindetsnes 2 Nächte. Khorixas oder Umgebung bieten sich an, um dort den versteinerten Wald, die Orgelpfeifen und die Felszeichnungen zu besichtigen. Wenn Ihr noch ein bisschen klettern/wandern wollt, wäre das Brandberggebiet noch mit einzubeziehen - aber auch dafür solltet Ihr dann 2 weitere Tage einplanen. Für Etosha braucht man mindestens 4 Nächte,um genügend Zeit für die Tierbeobachtung zu haben. Besser wären natürlich 6 Nächte. Das große Problem werden die Unterkünfte sein. Nach Etosha wieder gen Süden bis zum Waterberggebiet. Dort noch 2 Nächte und dann zurück nach Windhoek mit nochmals einer Nacht.
Wenn Euch das mit den Unterkünften zu unsicher ist - was ich gut verstehen könnte - dann gäbe es ja noch die Möglichkeit einer Selbstfahrer-Rundreise mit einem Reiseveranstalter.Dann seid Ihr das eventuelle Unterkunftsproblem los, müsst Euch aber an die zeitlichen Rahmenbedingungen halten. Aber von diesen viel gelobten "Spontan-Reisen" nach dem Motto " So lange bleiben, wie es einem gefällt" halte ich ohnehin nicht viel, zumindest nicht bei einem Erstbesuch.
So - nun hab ich Euch bestimmt noch mehr verunsichert. Das war zwar nicht meine Absicht, aber bei diesen Rahmenbedingungen auch wohl zu verhindern.
Gruß Joli
3'175 Beiträge · seit 200606. Juni 2009 · #14
man sollte nie vergessen es gibt Leute die brauchen nicht immer alles haarklien geplant zu haben.
Und Namibia ist zu solch einer Jahreszeit eben sehr einfach zu bereisen.
So wie Ihr ausgeruestet seit , naemlich fuer volles Camping, da koennt Ihr beruhigt einfach drauflos fahren.
Ok, ein bisschen flexibel sollte man sein.'
Aber man muss bei solch einer Tour nicht erst eine "Doktorarbeit" ueber die Planung schreiben.
Euere Tourplanung, mit Epupa vor Etosha ist einwandfrei und Ihr werdet einen Haufen Spass bei der Tour haben...
Gruss Joerg Es gibt NIX, das es nedd gibt
34 Beiträge · seit 200906. Juni 2009 · #15
Hallo Joli, ich freue mich deine Anmerkungen zu lesen, wir fahren auch im Juli für 30 Tage haben alles vorgebucht und schon Probleme im Etosha. Gut dass du noch einmal auf die Kälte hinweist, also doch Skiunterwäsche einpacken. Wir reisen auch zm ersten Mal nach Afrika, waren in Canada Aussiland und USA mit dem Motorhome, glauben Erfahrungen zu haben, aber Afrika ist etwas Neues..!
Über Internet und eurem Link von Thoomas Richter hab ich viele Plätze ausgesucht und gebucht.


Quarkmark mach dir einen Plan und buche vor, falls du es dir anders überlegst, musst du halt die Anzahlung sausen lassen......
Das lange Wochenende kannst du doch nutzen...
Schöne Grüße
Jobo
2'097 Beiträge · seit 200606. Juni 2009 · #16
Kann mich Joli nur anschließen. Dass es nachts ziemlich kalt werden kann, solltet ihr aber schon vor der Buchung und dem Plan zu campen gewusst haben.

Wir hätten die Buchung für zwei Nächte auf dem Campingplatz in Namutoni im Etosha abzugeben (6. und 7. Juli) -- falls sie übertragbar sind, müssen uns da noch erkundigen. Ihr wollt zwar zuerst nach Süden fahren, aber vielleicht entscheidet ihr ja noch anders.

Gruß,

Uwe
Unsere Reiseberichte im Namibia-Forum Unsere Bilder in der fotocommunity
7'272 Beiträge · seit 200606. Juni 2009 · #17
quarkmark schrieb:
Gibt es denn hier noch jemanden, der Erfahrung damit hat, in Namibia "einfach so draufloszufahren", ohne Campsites vorgebucht zu haben?
Hallo

Ja. So machen wie es auch meistens. Ohne Vorbuchung mit einigen Ideen, etwas Zeit und auch mal bereit einen Kompromiss einzugehen. Allerdings noch nie in dieser Jahreszeit.

Ich klammere Botswana nun bewusst auch, wiel auch ich empfehle mich "nur" auf Namibia zu konzentrieren. Als Camper würde ich auch Etosha und Sesreim nicht buchen, sondern einfach relativ frühzeitig hinfahren und fragen ob noch etwas für die Nacht frei ist. In Etosha kann es bedeuten, dass Ihr anstelle von Okaukeujo nach Halali verwiesen werdet. Im schlimmsten Falll campiert Ihr etwas ausserhalb (Etosha Safari Camp, Onguma, ...).
Sessriem hat meist noch einige Plätze zwischen den eigentlichen Campsites.
Um etwas Botswana-Feeling zu erhalten, könnt Ihr in den Caprivi fahren und speziell im Ost-Caprivi einige sehr schöne Orte besuchen.
Der grosse Vorteil vom campen ist, dass man auch an Orte kommt an denen es keine Lodge gibt und da übernachten kann. Sehr zu empfehlen ist z.B. das Naukluft Gebiet (Blutkoppe, Archers Rock, Mirabib, Homeb) oder auch einige der Flusstäler im Nordwesten (Hoanib, Hoarusib, ...)

Was schon angesprochen wurde ist die Temperatur. Die ist wirklich nicht zu unterschätzen. Es kann sehr kalt werden. Deshalb rate ich auch dazu eher Richtung Norden als weiter in den Süden zu fahren.
Kauft Euch in Windhoek vielleicht noch eine Wärmeflasche und füllt sie mit heissem Wasser. Es geht auch mit einer PET-Flasche die Ihr ins Feuer stellt 🙂

Auch der Trick mit der Sitzheizung hilft an kalten Abenden.
[bild: 53152]

Herzliche Grüsse
Chrigu


P.S. Als sehr nützlich haben sich immer die Adresslisten von Thomas Richter (siehe im Menu unter Camping) erwiesen.
zebra.reisen: Individuelle und Begleitete Selbstfahrerreisen, Kleingruppenreisen und Reiseberatung Satellitentelefon: Satellitentelefon für die weltweite Nutzung Reiseplanung / Reiseberatung: Besprechung per Videokonferenz Der Zebra Shop: Karten, Bücher und Infos für das südliche Afrika Erlebnisse: Einige unserer Reiseerlebnisse aus Namibia, Botswana und Sambia
zuletzt bearbeitet 06. Juni 2009
Themenstarter23 Beiträge · seit 200906. Juni 2009 · #18
Danke für die Antworten.
Das Angebot für die Nächte in Etosha (6. und 7. Juli) müssen wir leider ablehnen, das schaffen wir so auf keinen Fall.

Tja, welches Fazit sollen wir jetzt für uns ziehen? Der eine sagt: "Alles kein Problem, man muss nur flexibel sein", der andere sagt: "Schlechte Vorbereitung, das geht nicht so spontan".

Glaubt mir, es ist nicht böse gemeint, wenn ich sage: Toll, jetzt sind wir genauso schlau wie vorher! 😕

Wenigstens sind wir "hart im Nehmen" und haben uns natürlich schon längst vernünftige Schlafsäcke für die kalten Nächte gekauft. Trotzdem danke mit dem Hinweis auf das Kälteloch in Aus bzw. auf den kalten Wind an der Küste.

Für uns bleibt die zentrale Frage, mit wieviel Schwierigkeiten man rechnen muss, wenn man nichts vorgebucht hat? Wenn man ein oder zwei Tage vorher ein- oder zweimal telefoniert und dann immer etwas bekommt, dann soll es mir Recht sein... Wenn man aber halbe Tage damit verbringt, sich Absagen einzuhandeln und nur noch telefoniert und genervt ist, dann habe ich darauf natürlich keine Lust.

Aber das kann man natürlich nur einschätzen, wenn man schon mal da war, deshalb frage ich das hier. Gibt es denn niemanden hier, der OHNE Vorbuchungen durch Namibia gefahren ist und entsprechende Erfahrungen mit Spontanbuchungen hat?

Aber insgesamt sind alle weiteren hilfreichen Tipps willkommen.
Danke und Grüße,
qm
2'349 Beiträge · seit 200906. Juni 2009 · #19
Wie gesagt: Außer Soussoussvlei/Sesriem und evtl. Etosha (da sind die Meinungen geteilt) würde ich das schon so machen.

Evtl. nur die Lodges/Pensionen vorreservieren, wo ihr ein Zimmer wollt. Camping müsste auch so machbar sein. Meiner Meinung nach.

Auf alle Fälle schon mal nach geeigneten Adressen suchen und aufschreiben. Evtl. immer 1-2 Tage vorher da anrufen und reservieren und hinfahren zum campen.
2'048 Beiträge · seit 200706. Juni 2009 · #20
Hallo Chrigu,

deine Sitzheizung ist wahrlich perfekt -B) du muss nur noch drauf hinweisen, dass sie nur für bessere Canvas o.ö. Bespannungen und nicht für billige Platikteile geeignet ist - sonst wird der Ar... vielleicht ganz schnell ganz heiß 🤩

werd es im August mal probieren...

Viele Grüße jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)