Malaria im Februar

20 Antworten · 31,8k Aufrufe · gestartet 03. Jan. 2006 von Gast
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ThemenstarterGast03. Jan. 2006 · #1
Guten Morgen, bin im Februar in Etosha, dann Ruacana, Epupa unterwegs.
Etwa 10 Tage , dann Richtung Sesfontain. Welche Vorsorge für Malaria wird allgemein gemacht? Der Arzt will Malerone verordnen zur Profiaxe, ich denke an Moskitonetz und abdeckende Kleidung. Was haltet Ihr für das Beste.
ThemenstarterGast03. Jan. 2006 · #2
Hallo Erwin,

zu der Zeit und in der Region würde ich mich bedingungslos auf die Empfehlung deines Arztes verlassen. Den Rest kannst du ja dann noch zusätzlich machen.

Viel Spaß
Armin
ThemenstarterGast03. Jan. 2006 · #3
Hallo Erwin
Du wirst die unterschiedlichsten Antworten auf Deine Frage erhalten. Da Du während der Regenzeit bis zum Kunene hoch fährst, würde ich Malarone nehmen. Sicher ist sicher und sie sind i.d.R. sehr gut verträglich. Gruss, Thomas
ThemenstarterGast03. Jan. 2006 · #4
Hallo Erwin

Hier scheiden sich die Geister. Generell hat es wie ich finde sehr wenige Mücken in dieser Gegend...lustigerweise auch im Okavango Delta.

Wir bereisen seit 20 Jahren 2-3 Mal pro Jahr Malariagebiete ohne Medis, aber mit der nötigen Vorsicht.

schöner Gruss Tom
ThemenstarterGast03. Jan. 2006 · #5
Hallo, wir sind Januar/Februar in Namibia. Unsere Ärztin hat uns Lariam verschrieben, bin jetzt etwas verunsichert, welches der beiden Mittel angebracht ist. Bitte Tipps

Danke Bettina
ThemenstarterGast03. Jan. 2006 · #6
Bettina,

Lariam ist ein echter Hammer und wird i.d.R. nur dann eingenommen wenn man einen Malariaschub hat und nicht als Prophylaxe! :!:
Lariam ist sehr wirkungsvoll und schaedlich zugleich! Im Gegensatz dazu ist Malarone wesentlich bekoemmlicher und weit vertraeglicher.
ThemenstarterGast03. Jan. 2006 · #7
Hallo Erwin,
ich gehöre nun einmal ganz klar zu der " Nicht-Prophylaxe-Fraktion" - aber es gibt eben auch gute Gründe gegen meine Überzeugung. Über eines solltest Du Dir aber klar sein: kein Medikament schützt Dich wirklich 100%-ig. Die
" Bekleidungs- und Verhaltensprophylaxe" ist zumindest genau so wichtig wie die medikamentöse. Und dann noch eines: die Malaria ist iaR heilbar, wenn sie rechtzeitig erkannt und richtig behandelt wird. Von Lariam allerdings würde ich in jedem Falle die Finger lassen - nicht mal zur Behandlung. Bei einigen Reisenden haben sich schwerste, auch psychische Nebenwirkungen eingestellt - und Du weißt vorher nie, wie Du darauf reagierst.
Gruß Joli
ThemenstarterGast03. Jan. 2006 · #8
Wir haben auf anraten unseres Arztes zu Lariam gegriffen. Probleme hatten wir keine, zumindest nicht solange wir genug Flüssigkeit zu uns genommen haben.

Mit zu wenig Flüssigkeit gab es ein leichtes Schwindelgefühl das wir beide hatten.

Gruss,
Christian
ThemenstarterGast03. Jan. 2006 · #9
@Lariam

Wir haben uns zwar gewundert wegen der viele Nebenwirkungen auf dem Beipacktext.
Haben es dann trotzdem zur Prophlaxe genommen. Aber ich kann es auch aus den oben genannten Problemen nicht empfehlen. Bei uns hat es sich halt aufgrund der Nebenwirkung "kann zu Panik führen" als grundloser Streit ausgewirkt, und ist am nächsten Tag wieder verschwunden (Lariam 1x pro Woche). Wir haben dann auch die Prophilaxe abgebrochen.

wir hatten Malarone nicht genommen
1. weil ein Freund von uns gesagt hat, dass er immer Magenprobleme hatte wenn er die Malarone nahm.
2. weil unser Arzt auch Lariam empfohlen hat.

Gruß Peter
ThemenstarterGast03. Jan. 2006 · #10
Nicht jeder reagiert auf Medikamente gleich. Ich habe sowohl Lariam als auch Malarone als Prophylaxe eingenommen. Lariam würde ich NIE MEHR nehmen, da ich (sonst nie Nebenwirkungen bei Medis) wirklich welche hatte (Gefühlsschwankungen). Malarone habe ich - und soweit ich die Diskussion in diesem und in anderen Foren verfolge viele Leute - gut vertragen. Gruss, Thomas
ThemenstarterGast03. Jan. 2006 · #11
also generell kann / darf bei medikamenten nicht auh empfehlungen anderer gehoert werden. jeder vetraegt medikamente nun einmal anders.

lariam hat sicherlich mehr nebenwirkungen als malarone. mein mann nimmt es seit 5 jahren bei jeden suedafrika / namibia / botswana urlaub ohne probleme. ich darf laut arzt nicht (wegen diverser depressionen und selbstmorde in der naeheren, familie) und nehme problemlos malarone.

frag deinen arzt, warum er dir ausgerechnet lariam verschrieben und nicht malarone. vielleicht gibt es ja einen guten grund!!


uta
ThemenstarterGast03. Jan. 2006 · #12
Bitte beachten

"Einen Nachteil hat aber auch das Malarone: Seine Resorption aus dem Darm nach oraler Aufnahme hängt sehr stark davon ab, ob man vorher etwas Fettreiches gegessen hat: Auf nüchternen Magen genommen kann die Aufnahme des Medikamentes so stark beeinträchtigt sein, dass es unwirksam wird."

Also Malarone nicht unbedingt nehmen wenn man Probleme mit dem Magen hat und "gerne" erbricht o.ä.. Auch für Reisen in abgelegene Gebiete nicht unbedingt geeignet, wenn es möglich ist, dass man mal einige Nächte im Busch verbringen muss.
ThemenstarterGast04. Jan. 2006 · #13
Danke für die gutgemeinten Hinweise. Werde Malarone schlucken und aufpassen das mich die Mücken nicht stechen ( lange Hosen und Hemd u. dgl. sprühen oder Spiralen abbrennen). Aber in 1. Linie Namibia genießen.
Erwin
ThemenstarterGast04. Jan. 2006 · #14
Hab auch mal Malarone in Südamerika genommen.
Hab tierisch juckenden Ausschlag auf den Rücken davon bekommen. Bevor ich nochmal so einen Hammer nehme, muss schon einiges passieren. Vorerst gehts mit langärmeligen Hemden und Mückenspray nach Namibia Gruss Claudia
ThemenstarterGast17. Jan. 2006 · #15
Ich habe schon lange Erfahrungen mit verschiedenen Malaria Mitteln.
Lariam ist echt ein Hammer, aber ich habe es eigentlich immer gut vertragen, im Gegensatz zu vielen anderen.
Jetzt werde ich Malarone einnehmen für meine Reise nach Namibia.
Ganz früher war ich mit Resorchin unterwegs.
Alles war ok., bis ich dachte eine richtige Kleidung und Autan genügt.
Bingo!
Ich hatte Malaria. (River Kwai Gegend)
In Heidelberg im Tropeninstitut haben sie es herausgefunden und wieder auf die Reihe gekriegt.
Was ich sagen will ist, passt auf und ein Schutz mehr ist besser als "ach ich weiß schon was geht".
Mit Malaria ist nicht zu spassen und es macht echt keinen Spass.
Dabei hatte ich nicht einmal die Tropica!
ThemenstarterGast17. Jan. 2006 · #16
Tag zusammen!
Hat denn jemand einen guten Tipp für die "chemische Abwehr"???
Kenne nur Autan und das sollen die Mücken ja schon lieben?? 😛
Danke!
Chris
ThemenstarterGast17. Jan. 2006 · #17
Hallo Chris,

vor Ort sehr beliebt sind "Peaceful sleep" und "Tabard".

Gruß
Armin
ThemenstarterGast17. Jan. 2006 · #18
Moin, moin

Von "Peacful Sleep" würde ich persönlich abraten. Es nutzt meiner Erfahrung nach einen Dreck, die Viecher kommen trotzdem. Ob "Tabard" besser ist, kann ich nicht beurteilen.

Grüsse,
Samuel.
ThemenstarterGast17. Jan. 2006 · #19
Hallo Chris,
auch wir haben eigentlich mit "Peacefull Sleep" und "Tabard" ( sowohl Stick als auch Spray) in Namibia recht gute Erfahrungen gemacht. Dazu dann vielleicht noch DOOM, um den Schlafraum auszusprühen. Und, sollte Deine Frage auf Etosha zielen, ein bisschen Tesa-Film o.ä., um die mitunter schadhaften Moskitogitter auszubessern, kann auch nicht schaden. Im übrigen sind die meisten Unterkünfte in den Etosha-Camps inzwischen mit Moskitonetzen ausgestattet. Wir mögen die zwar gar nicht, aber sie helfen eben doch.
Gruß Joli
ThemenstarterGast17. Jan. 2006 · #20
Ich bin gerade vom Kunene wieder gekommen. Ich nehme überhaupt keine Vorsorge mehr in diesen Regionen, es sei denn , man weiß, das Mücken vorhanden sind. Habe in den 3 Wochen nicht einen Mückenstich bekommen. Lariam würde ich nur bei akuten Malariaverdacht empfehlen. Ich habe schon Freunde gehabt, die als Vorsorge Lariam genommen haben und die schon vor der Reise hier in Deutschland mit Kreislaufschwäche in ein Krankenhaus eingewiesen wurden. Ich selber habe mit beiden Produkten keine Probleme.
Gruß
Holger
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