Geldversorgung & Sicherheit

28 Antworten · 7'610 Aufrufe · gestartet 13. Mai 2009 von Australienfan
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Themenstarter265 Beiträge · seit 200813. Mai 2009 · #1
Ich weiss, es ist ein Dauerthema... und ich habe in den vergangenen vier Tagen auch schon mindestens 8 Stunden Forenbeiträge dazu gelesen. Trotzdem möchte ich das Thema noch einmal Geldversorgung ansprechen.

Im Moment plane ich direkt am Flughafen Geld zu tauschen. An "Plastikgeld" haben wir so ziemlich alles dabei, was es überhaupt gibt: EC-Karten von verschiedenen Konten, Visa, Mastercard, Postcard (Eufiserv und Plus) sowie eine frisch bestellte Travel Cash Karte. An "grossen" Kosten vor Ort kommen vor allem folgende Posten auf uns zu:
a) Campsites der Lodges plus Abendessen und evtl. Aktivitäten (Gamedrives)
b) Tanken
c) Nationalparkgebühren & gebuchte Touren (Walvis Bay...)

Wie sieht es bei diesen Aktivitäten mit Kreditkarte aus? Wie weit werden diese von Lodges im allgemeinen akzeptiert? Ich habe gehört, dass z.B. viele Tankstellen in Namibia keine Kreditkarten nehmen. Das bedeutet, dass man regelmässig Geldautomaten aufsuchen muss. Auf unserer Tour sind wir allerdings recht selten in grösseren Städten. Wie ist das Geldautomatennetz im Land (wenn man noch nicht einmal am internationalen Flughafen Geld abeheben kann)? Gibt es z.B. in Etosha irgendwo einen Geldautomat?

Wie ist das mit der Sicherheit an Automaten? Man liest massig Berichte über manipulierte Geldautomaten und anschl. Leerräumen des heimischen Kontos. Aus dem Grund habe ich mir jetzt noch zusätzlich eine Travel Cash Karte besorgt, damit ist das Abheben zwar etwas teurer, aber es gibt keine direkte Verbindung zum Konto. Die Karte ist so eine "Ersatzkarte" für Geldautomaten, die nicht einen 1A-Eindruck machen. Woran erkennt man eigentlich einen manipulierten Automat?

Sicherheit allgemein:
Beim Studieren der Forenberichte und Lesen der AZ bekommt man fast schon den Eindruck, als sei es Standard Opfer eines Raubüberfalls oder wenigstens Diebstahls zu werden. In Städten soll man keine teuren Kameras dabei haben - aber sie unbewacht im Auto liegen zu lassen ist gilt als genauso fahrlässig. Was dann? Am besten die Städte ganz meiden? Wir haben vor, Windhoek unmittelbar nach der Autoübernahme und einem kurzen Einkauf zu verlassen. Etwas verunsichert von den vielen Berichten über Überfälle werden wir es wohl so handhaben, dass mein Mann das Auto bewacht, während ich möglichst schnell den Einkauf erledige. Gibt es noch irgendwelche Sicherheitstipps die man in jedem Fall beachten sollte? Mit Sicherheit werden wir auch die Türen verschliessen, sobald wir durch Städte fahren, damit nicht jemand von aussen diese einfach öffnen kann. Beim Tanken soll man das Auto die gesamte Zeit nicht verlassen (auch beim Bezahlen) - ist das richtig?
Grosser Reisebericht meiner 1. Namibia-Tour mit vielen Fotos: http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/104170-ein-monat-durch-namibia-ausfuehrliches-feedback.html266-mit-rotel-9000-km-durch-das-suedliche-afrika.html
5'538 Beiträge · seit 200813. Mai 2009 · #2
Hallo Australienfan,

es gibt in fast allen Ortschaften/Städten mindestens eine Bank und die hat dann auch einen Geldautomaten. Übrigens auch in Okaukuejo - bei den beiden anderen Camps weiß ich das nicht. Allerdings kannst Du nicht überall mit Maestro oder Visa abheben. Insofern ist es schon gut, dass Du mehrere Karten dabei hast. Wenn Du abhebst, musst Du es wie zu Hause halten. Umschauen, ob da nicht ein oder mehrere Personen rumstrolchen, die dich belästigen könnten. Wenn Ihr zu zweit seid, dann Einer am und Einer vor dem Automaten, damit Ihr die Umgebung im Blick habt. Nie helfen lassen.

Leider erkennt man getürkte Automaten meistens nicht, deshalb gibt es dagegen leider keine besonderen Ratschläge.

Bei den Tankstellen brauchst Du Bares, sonst geht es fast immer mit der Karte. Auch bei den Nationalpark - Etoscha auf jeden Fall - haben Sie Kartenlesegeräte. Ob in Sesriem, weiß ich leider nicht. Da zahle ich immer bar. Aber bitte mitgehen zum Lesegerät. Auch bei den Lodgen und in den Restaurants, wenn das Gerät nicht an den Tisch gebracht wird oder an der Theke steht. Bei den gebuchten Touren wird es unterschiedlich sein. Der eine Veranstalter akzeptiert Karten, der andere nicht.

Sicherheit allgemein: Es ist wie überall - es kommen viele Touristen, die für die Einheimischen auch nach Geld aussehen. Davon werden aber weitaus weniger als 1 % überfallen oder beraubt. Ich weiß, dass ist viel. Macht die Augen auf - einen besseren Ratschlag habe ich nicht.

In Windhoek NICHT alleine einkaufen gehen. Stellt den Wagen im Parkhaus unterhalt des Kalahari Sands ab. Sucht einen Parkplatz neben einem der Guards und sag ihm, er soll auf den Wagen aufpassen und sag ihm, dass er bei Rückkehr N$ 10 oder 20 bekommt. Normalerweise bewegt der sich dann vom Auto nicht weg, weil er nachher die Belohnung haben will. Aber auch Guards repräsentieren den Durchschnitt der Bevölkerung. Mehr Sorge hätte ich aber bei den sogenannten Parkwächtern auf den Parkplätzen an der Independence. Wenn Ihr Wertsachen im Auto lassen müsst, dann bitte abdecken und nicht durch offenes Herumliegenlassen provozieren.

So, das ist alles, was ich Dir sagen kann. Wenn Ihr aufmerksam seid und nicht protzig rumlauft habt Ihr gute Chancen, NICHT Opfer eines Verbrechens zu werden.

Genießt unser wunderbares Land.

Liebe Grüße von der Atlantikküste
Gerd

PS: Wann seid Ihr in Walvis Bay/Swakopmund? Schick mir mal ne PMS - wenn ich da bin, gehen wir mal Kaffee trinken.
Gast13. Mai 2009 · #3
Hallo Gerd,

gglink schrieb:
Hallo Australienfan,

es gibt in fast allen Ortschaften/Städten mindestens eine Bank und die hat dann auch einen Geldautomaten. Übrigens auch in Okaukuejo
Ist der neu? Ende 2007 gab es da noch keinen Automaten. Aber man konnte im Laden mit Kreditkarte zahlen. Wir hatten da akuten Bargeldmangel und konnten nur mit kräftig Betteln die Rechnung für die 200m weiter gelegene Tanke per Kreditkarte im Laden bezahlen.

Beste Grüße

Guido
658 Beiträge · seit 200713. Mai 2009 · #4
gglink schrieb:
In Windhoek NICHT alleine einkaufen gehen. Stellt den Wagen im Parkhaus unterhalt des Kalahari Sands ab. Sucht einen Parkplatz neben einem der Guards und sag ihm, er soll auf den Wagen aufpassen und sag ihm, dass er bei Rückkehr N$ 10 oder 20 bekommt.
Hallo Gerd,
das ist eindeutig zu viel an Geld, das ist hier in Nam fast ein Tageslohn !!
So verdirbst Du die Preise und forderst nochmehr die Kriminalität
Angemessen sind max 5 N$

Oder bezahlst Du in D auch 10 -20 euro fürs parken ????


Gruß Ralf !!
Grüßle Ralf
11 Beiträge · seit 200913. Mai 2009 · #5
Hallo,

wie sieht es mit Südafrikanischen Rand aus? Werden die wirklich überall gleichwertig wie NAD akzeptiert?

Gruß,
hagalulu
33,1k Beiträge · seit 200613. Mai 2009 · #6
Hallo hagalulu,

ja, überall in Namibia werden Rand 1:1 zum Namibia Dollar akzeptiert; umgekehrt in Südafrika aber nicht!

Sonnige Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
5'479 Beiträge · seit 200913. Mai 2009 · #7
Australienfan schrieb:
Beim Tanken soll man das Auto die gesamte Zeit nicht verlassen (auch beim Bezahlen) - ist das richtig?
Wenn dem so wäre, hätte ich mit dem Motorrad aber ganz schön Probleme gehabt.

Wenn man solche Angst vor dem Land und seinen Einwohnern hat, dass man sich noch nicht einmal auf einer Tankstelle traut den Wagen zu verlassen, sollte man überlegen, ob Afrika (und Namibia ist zusammen mit Botswana das sicherste Land dieses Kontinents) das richtige Reiseziel ist.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
457 Beiträge · seit 200613. Mai 2009 · #8
Du redest mir aus dem Herzen Australienfan!

Danke , dass Du den Mut hast dieses Thema nochmals anzuschneiden.
Es geht mir genauso.

Gruss Armand
Meine Namibia Fotos sind unter folgendem Link ersichtlich: - https://photos.app.goo.gl/UokeW5F8hHaL2VKE9 - https://photos.app.goo.gl/aVHwTKFFX6ELhcSE8 - https://photos.app.goo.gl/8497LJDueibD2Z699 - https://photos.app.goo.gl/72UEcGmAKF15guwz5 - https://photos.app.goo.gl/f2FwFcoASU16dLxHA - https://photos.app.goo.gl/J5g8x5fxBdFkrSXa9
69 Beiträge · seit 200813. Mai 2009 · #9
Nachdem ich viel von den Tips von Euch profitieren konnte sind meine 5 Wochen SA/Namibia durch und ich bin seit gestern wieder im Lande. Ich hatte eine traumhafte Zeit, mit wunderschönen Momenten und ganz viiiel Tierglück. Da ich nun selber mitreden darf, gebe ich natürlich auch sehr gerne meine Meinungen dazu. Schliesslich war ich auch ganz froh über eure Tipps.

Also so wie das Australienfan auslegt ist es absolut nicht. Vorsicht ist überall geboten, jedoch ist diese mit gesundem Menschenverstand absolut machbar und meiner Meinung nach benötigt es keine Spezialmassnahmen. Um Überfälle zu vermeiden gehört schon alleine dazu, dass man nicht goldbehangen durch die Strassen läuft. Klar auch, dass mann nicht die ganze Fotoausrüstung mitschleppt, sondern im Auto lässt (abgedeckt). Mir ist aufgefallen, dass es in den Städten sehr viel Polizei- und Securitypräsenz hat. Vorallem auch um die Bankomaten herum. Ich hatte nicht eine Sekunde Angst. Die Autos werden meistens von irgendwelchen Parkwächtern bewacht. Wir haben denen auch jedesmal 5-10 Namibia Dollar gegeben und das hat hervorragend geklappt. Also das einer das Auto bewachen muss während der andere einkauft, ist absolut unnötig. Vorallem wenn man das Auto an gut befahrenen Strassen und Parkplätzen hinstellt. Da viele Orte eh nur aus einer Tankstelle mit integriertem Shop bestehen, habe ich auch das Tanken als unproblematisch empfunden. Die Devise lautet allgemein gesunder Menschenverstand und die Augen ein bisschen aufhaben. Übertriebene Angst ist nicht angebracht.

Thema Bargeld: Es ist wichtig immer genug Bargeld bei sich zu haben. Auf der ganzen Reise haben wir eine Tankstelle angetroffen, bei der man mit Karte zahlen konnte (Sesriem). Ansonsten konnte man nur Bar zahlen. Auf Gästefarmen kann man oft auch nur mit Bargeld zahlen (Sinclair, Ameib Ranch). Ansonsten ist die Visa/Maestrokarte ein gutes Zahlungsmittel in Hotels/Lodges und auch Einkaufszentren.

Die Gebüren für die Parks haben wir auch immer Bar bezahlt, ich weiss nicht ob es mit Kreditkarte gegangen wäre. Wenn ich jedoch die Eingangshüttchen anschaue, fällt es mir schwer zu glauben, dass man mit Karte hätte bezahlen können.

So das sind meine 5 cents dazu...viel Spass und ich beneide euch ja so.....ich habe ziemlich Mühe mich hier wieder anzugewöhnen, ich hätte locker noch ein paar Wochen ausgehalten. Geniesst es und gibt euch diesem Land hin.
33,1k Beiträge · seit 200613. Mai 2009 · #10
Als Ergänzung zu rulchen's Beitrag:
Es ist wichtig immer genug Bargeld bei sich zu haben. Auf der ganzen Reise haben wir eine Tankstelle angetroffen, bei der man mit Karte zahlen konnte (Sesriem). Ansonsten konnte man nur Bar zahlen.
Dieses ist aufgrund gesetzlicher Vorschriften so, denn in Namibia darf Treibstoff jeglicher Art nicht auf "Kredit" verkauft werden. Deshalb dürgen Tankstellen keine Kreditkarten akzeptieren. Lokal hat man versucht dieses mit Garage Cards zu "umgehen".
Die Gebüren für die Parks haben wir auch immer Bar bezahlt, ich weiss nicht ob es mit Kreditkarte gegangen wäre. Wenn ich jedoch die Eingangshüttchen anschaue, fällt es mir schwer zu glauben, dass man mit Karte hätte bezahlen können.
Zahlung per Karte (Kredit) ist ohne Probleme möglich!

Sonnige Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 13. Mai 2009
Themenstarter265 Beiträge · seit 200813. Mai 2009 · #11
Wenn man solche Angst vor dem Land und seinen Einwohnern hat, dass man sich noch nicht einmal auf einer Tankstelle traut den Wagen zu verlassen, sollte man überlegen, ob Afrika (und Namibia ist zusammen mit Botswana das sicherste Land dieses Kontinents) das richtige Reiseziel ist.
Dass man beim Tanken das Auto nicht verlassen soll hat mir diese Woche ein Forenmitglied geschrieben. Deswegen wollte ich noch einmal nachfragen, ob das allgemeiner Usus ist. Ich persönlich reise extrem viel (schon in meiner Kindheit habe ich knapp drei Monate pro Jahr mit Reisen verbracht) und heute versuche ich pro Jahr mindestens einen Monat ausserhalb von Europa mit Individualreisen zu verbringen. Mit Ausnahme der Antarktis habe ich alle Kontinente bereist. Aber das ist halt auch der Grund weswegen ich mich vor Abreise versuche möglichst umfassend über das Verhalten in dem entsprechenden Land zu informieren. Ich würde mich nicht als überängstlich bezeichnen: Ich habe in Griechenland schon auf Bahnsteigen übernachtet, Ägypten habe ich genau zwischen den beiden grossen Touristenanschlägen im Oktober und November 1997 bereist, in Mexiko eine Autofahrt quer durch das Land gemacht (u.a. auch durch Chiapas wo es heisst, dass man als Tourist auf keinen Fall am Strassenrand anhalten soll, weil bewaffnete Überfälle auf Mietwagen sehr häufig vorkommen). In der Türkei war ich schon fünfmal mit dem Auto unterwegs, teilweise auch im Osten, also weit östlich von Ankara Richtung kurdisches Gebiet, einmal sogar als das Auswärtige Amt von Reisen abriet, weil unmittelbar vor unserer Reise der PKK-Führer verhaftet wurde und es nicht sicher war, ob es zum Bürgerkrieg kommt. Ich bin mit kompletter Fotoausrüstung alleine quer durch Bangkok gelaufen und sogar nachts durch peruanische Städte, weil ich Nachtaufnahmen von Cuzco machen wollte. Auch in Grossstäden wie New York, London, Paris und Istanbul hatte ich nie Bedenken nach Einbruch der Dunkelheit mit Fotoausrüstung und Stativ durch die Strassen zu ziehen. Das würde ich in Windhoek allerdings nicht machen, nachdem was ich hier im Forum gelesen habe 😕

Wie gesagt, ich halte mich für ausgesprochen reiseerfahren und sicher nicht überängstlich. Aber ich versuche durch eine gute Reisevorbereitung und dem Ausloten von landestypischen Verhaltenstipps für das jeweilige Land das Risiko, dass etwas passiert, zu minimieren.
Grosser Reisebericht meiner 1. Namibia-Tour mit vielen Fotos: http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/104170-ein-monat-durch-namibia-ausfuehrliches-feedback.html266-mit-rotel-9000-km-durch-das-suedliche-afrika.html
zuletzt bearbeitet 13. Mai 2009
274 Beiträge · seit 200813. Mai 2009 · #12
Wie sieht es bei diesen Aktivitäten mit Kreditkarte aus? Wie weit werden diese von Lodges im allgemeinen akzeptiert? Ich habe gehört, dass z.B. viele Tankstellen in Namibia keine Kreditkarten nehmen.

Ich habe alle Lodges nochmals angeschrieben um zu wissen, wo Sie die Kreditkarte akzeptieren und wo nicht. Bei uns nehmen alle Lodges die Karten.

Gibt es z.B. in Etosha irgendwo einen Geldautomat?

NEIN - und hier aufgepasst, die wollen 500 Namibia Dollar als Kaution für den Zimmerschlüssel. Und das nur in BAR. Hier wurde es für uns sehr eng mit dem Bargeld.
zuletzt bearbeitet 13. Mai 2009
5'479 Beiträge · seit 200913. Mai 2009 · #13
Tagsüber mit Fotoausrüstung durch die Innenstadt von Windhoek zu laufen ist erheblich ungefährlicher, als die meisten von Dir genannten Urlaubsaktivitäten.

Bei Deinem Urlaubs-Background solltest Du nicht nur auf die überängstlichen Posts hier im Forum reagieren. Windhoek ist nicht Johannesburg.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
1'009 Beiträge · seit 200713. Mai 2009 · #14
Das was Du in anderen Großstädten getan hast, kannst Du in Windhoek auch tun. Wobei mir im Moment kein lohnendes Fotoziel am Abend einfällt, aber egal. 😉
Natürlich kannst Du an Tankstellen aussteigen, ich gehe dort immer auf die Toilette und habe dann auch schon im Shop eingekauft.
In Windhoek kann man gut und sicher im Wernhill Center parken, dort passt auch das Auto mit Dachzelt rein. Und im Center hast Du alle Einkaufmöglichkeiten.
Verlaß Dich einfach auf Deinen gesunden Menschenverstand und Du wirst eine tolle Reise haben.

liebe Grüße
Petra
Gott gab den Europäern die Uhr und den Afrikanern die Zeit unsere Website: SAMMY FAMILY
5'538 Beiträge · seit 200813. Mai 2009 · #15
Hallo Guido,

wir waren zuletzt im Sept. 2008 da. Und wenn ich mich nicht sehr täusche - man wird ja langsam alt - haben meine Freunde dort Geld abgehoben. Aber wetten tät ich nicht.

Liebe Grüße von der sonnigen Atlantikküste

Gerd

Hallo Ralf,

Du hast Recht und ich weiß, dass N$ 10 - 20 normalerweise zu viel Geld für einen Parkwächter ist. Den normalen Wächtern zahle ich auch im Durchschnitt N$ 1 - 1,50 die Stunde und abends/nachts bis zu N$ 5 für die Zeit des Abendessens.

Aber wenn ich mit voll beladenem Wagen im Kalahari Sands stehe und ich will, dass der Wächter beim Wagen bleibt, dann biete ich ihm mindestens N$ 10 an. Dann weiß ich, dass er beim Wagen bleibt, weil es so viel für ihn ist.

Liebe Grüße von der sonnigen Atlantikküste
Gerd
zuletzt bearbeitet 13. Mai 2009
140 Beiträge · seit 200813. Mai 2009 · #16
Horse_whisperer schrieb:
gglink schrieb:
In Windhoek NICHT alleine einkaufen gehen. Stellt den Wagen im Parkhaus unterhalt des Kalahari Sands ab. Sucht einen Parkplatz neben einem der Guards und sag ihm, er soll auf den Wagen aufpassen und sag ihm, dass er bei Rückkehr N$ 10 oder 20 bekommt.
Hallo Gerd,
das ist eindeutig zu viel an Geld, das ist hier in Nam fast ein Tageslohn !!
So verdirbst Du die Preise und forderst nochmehr die Kriminalität
Angemessen sind max 5 N$

Oder bezahlst Du in D auch 10 -20 euro fürs parken ????


Gruß Ralf !!
Jetzt krieg ich bestimmt Haue, aber so etwas regt mich echt auf 😠

Es ist ja wohl ein Riesenunterschied, ob ich ca. 1 Euro bezahle oder 10 Euro. Du fährst nach Namibia und gibst wahrscheinlich locker mehr als zwei Jahreslöhne eines Parkwächters für den Urlaub aus, aber regst dich über so was auf.

Weil man dann die Preise verdirbt und die Kriminalität fördert, wie rührend. Meinst du, die Leute sind dumm und wissen nicht, wieviel Geld du im Land lässt? Hast du schon mal daran gedacht, dass du jemand einfach einen guten Tag machen kannst, wenn er ein bisschen mehr Geld bekommt? Ich bin bestimmt kein "Gutmensch", aber ehrlich gesagt finde ich deine Einstellung erbärmlich, nachdem ich gesehen habe, wie dreckig es dort vielen geht. Da ist es doch wirklich egal, ob man vielleicht ein bisschen übers Ohr gehauen wird oder 10 Cent zu viel gibt. Davon wird die Kriminalität weder höher noch niedriger und keine Sorge, die Preise werden nie so hoch, dass du sie nicht bezahlen könntest.

Sorry, aber soviel Kleinlichkeit und Moralkeule als Argument für schlichten Geiz ist mir echt zu viel.

Weißt du, was wirklich die Preise verdirbt? Wenn Touristen ohne zu meckern völlig überteuerte Preise für Lodges und schlechten Service zahlen. Da würde ich mal anfangen.
http://reiseliebe.eu http://soullounge.net
1'130 Beiträge · seit 200613. Mai 2009 · #17
@Brigitte
Mir hat mal ein Wächter auf einem Community Camp erzählt, dass sein minderjähriger Sohn mit Betteln bei den Touristen im Monat dasselbe Einkommen hat wie er, der 7 Tage die Woche arbeitet. Danach hat er mich gefragt, wie er seinem Sohn erklären soll, dass es besser ist zu arbeiten und zur Schule zu gehen als zu betteln. Was würdest du auf diese Frage antworten?
Ich bin immer für geteilte Meinungen, Hauptsache man teilt meine. "The Only Easy Day Was Yesterday"
781 Beiträge · seit 200713. Mai 2009 · #18
@Brigitte

Ralf kommt nicht als Touri nach NAM, er lebt dort.
658 Beiträge · seit 200713. Mai 2009 · #19
Brigitte1960 schrieb:
Horse_whisperer schrieb:
gglink schrieb:
In Windhoek NICHT alleine einkaufen gehen. Stellt den Wagen im Parkhaus unterhalt des Kalahari Sands ab. Sucht einen Parkplatz neben einem der Guards und sag ihm, er soll auf den Wagen aufpassen und sag ihm, dass er bei Rückkehr N$ 10 oder 20 bekommt.
Hallo Gerd,
das ist eindeutig zu viel an Geld, das ist hier in Nam fast ein Tageslohn !!
So verdirbst Du die Preise und forderst nochmehr die Kriminalität
Angemessen sind max 5 N$

Oder bezahlst Du in D auch 10 -20 euro fürs parken ????


Gruß Ralf !!
Jetzt krieg ich bestimmt Haue, aber so etwas regt mich echt auf 😠

Es ist ja wohl ein Riesenunterschied, ob ich ca. 1 Euro bezahle oder 10 Euro. Du fährst nach Namibia und gibst wahrscheinlich locker mehr als zwei Jahreslöhne eines Parkwächters für den Urlaub aus, aber regst dich über so was auf.

Weil man dann die Preise verdirbt und die Kriminalität fördert, wie rührend. Meinst du, die Leute sind dumm und wissen nicht, wieviel Geld du im Land lässt? Hast du schon mal daran gedacht, dass du jemand einfach einen guten Tag machen kannst, wenn er ein bisschen mehr Geld bekommt? Ich bin bestimmt kein "Gutmensch", aber ehrlich gesagt finde ich deine Einstellung erbärmlich, nachdem ich gesehen habe, wie dreckig es dort vielen geht. Da ist es doch wirklich egal, ob man vielleicht ein bisschen übers Ohr gehauen wird oder 10 Cent zu viel gibt. Davon wird die Kriminalität weder höher noch niedriger und keine Sorge, die Preise werden nie so hoch, dass du sie nicht bezahlen könntest.

Sorry, aber soviel Kleinlichkeit und Moralkeule als Argument für schlichten Geiz ist mir echt zu viel.

Weißt du, was wirklich die Preise verdirbt? Wenn Touristen ohne zu meckern völlig überteuerte Preise für Lodges und schlechten Service zahlen. Da würde ich mal anfangen.
Hallo Brigitte,
ich hoffe dein Groll ist verflogen und wir können auf einer sachlichen Ebene dikutieren und argumentieren, ohne einander zu beleidigen und zu beschimpfen !!
Wenn du alles aufmerksam gelesen hättest, dann wäre Dir bestimmt aufgefallen, daß ich hier in NAM lebe, und das schon seit mehr als 3 Jahren.
Genau solche Menschen wie Du sind es, die das reale Bild von Namibiba total verfälschen und falsche Schlüße ziehen, aus Unwissenheit !!
Ich bin bestimmt nicht geizig und muß hier für jeden Dollar hart arbeiten, genauso wie jeder Parkwächter.
Was Du mit deiner Großzügigkeit hier anrichtest, ist dir ja egal, du gehst ja nach 3-4 Wochen wieder.
Da machst du dem einen mit 20 Dollar einen schönen Tag und wenn der nächste kommt, der nicht soviel zahlt, dem wird dann das Auto aufgebrochen !!!
Einen schönen Tag !!!
Welt verbessern ja, aber mit Hirn und Verstand !!!
Und was die Logden angeht, da sind es die Preise. die Arbeitsplätze schaffen und / oder erhalten !!
Ein sinnvoller Beitrag, und de schlechte Service???
Mach den Angestellten doch einen schönen Tag , bleib einen Tag länger und sicher für einen weiteren Tag ihren Arbeitsplatz !!
Ob der Service besser wird ????
Setz die rosarote Brille ab, mach die Augen auf und du würdest solche Beiträge nicht schreiben !!


@ Gerd. In diesem Fall geb ich Dir recht. Hab dass wohl falsch verstanden !! Sorry !!

Gruß Ralf !!
Grüßle Ralf
2'612 Beiträge · seit 200713. Mai 2009 · #20
Axel schrieb:
@Brigitte
Mir hat mal ein Wächter auf einem Community Camp erzählt, dass sein minderjähriger Sohn mit Betteln bei den Touristen im Monat dasselbe Einkommen hat wie er, der 7 Tage die Woche arbeitet. Danach hat er mich gefragt, wie er seinem Sohn erklären soll, dass es besser ist zu arbeiten und zur Schule zu gehen als zu betteln. Was würdest du auf diese Frage antworten?
Hallo Axel,

indem ich verhindere, das Kinder "ohne" Gegenleistung - Parkwächter, Scheibe waschen, Besorgungen im Laden übernehmen etc. - Geld von mir bekommen. Süßigkeiten habe ich auch keine zu verteilen, wir haben auf einer Reise mal ca. 3 kg Schreibutensilien unter die Kinder gebracht, denen wir so begegnet sind. Teilweise verteilen wir auch Getränke oder etwas Obst, aber mit der Maßgabe, es zu teilen. Ich höre jetzt schon wieder die Aufschreie von Leuten, die auch so ein Verhalten nicht gutheißen.

Viele Grüße,

Volker
Bye bye Forum